Mai 24, 2022
Von InfoRiot
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Landgericht Neuruppin

PlĂ€doyer fĂŒr Schuldspruch von mutmaßlichem KZ-Wachmann

Aktualisiert: 24.05.2022, 17:03


Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand.

Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand.

Foto: dpa

Brandenburg/Havel. Im Prozess gegen einen mutmaßlichen frĂŒheren Wachmann im Konzentrationslager Sachsenhausen sind am Dienstag in Brandenburg/Havel die letzten beiden PlĂ€doyers der Nebenklage gehalten worden. Das Verfahren des Landgerichts Neuruppin findet aus organisatorischen GrĂŒnden in einer Sporthalle in der Havelstadt statt.

Die Vertreter von zwei polnischen NebenklĂ€gern und einer NebenklĂ€gerin aus einer den Roma zugehörigen Familie forderten einen Schuldspruch, sagte eine Sprecherin des Landgerichts. Ein konkretes Strafmaß fĂŒr den 101 Jahre alten Angeklagten sei nicht beantragt worden. Am 1. Juni soll der Verteidiger plĂ€dieren.

Am Montag hatte sich bereits ein Anwalt, der elf NebenklĂ€ger vertritt, fĂŒr eine mehrjĂ€hrige Haftstrafe ausgesprochen. Die Oberstaatsanwaltschaft forderte fĂŒnf Jahre Haft fĂŒr den Mann.



Dem 101-jĂ€hrigen Angeklagten wird Beihilfe zum Mord an mindestens 3518 HĂ€ftlingen im KZ Sachsenhausen von 1942 bis 1945 vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft stĂŒtzt sich dabei auf Dokumente zu einem SS-Wachmann mit dem Namen, dem Geburtsdatum und dem Geburtsort des Mannes. Er selbst bestritt bisher, dass er in dem KZ ĂŒberhaupt tĂ€tig war.

© dpa-infocom, dpa:220524-99-415995/3





Quelle: Inforiot.de