Dezember 29, 2021
Von Chronik
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Dortmung, 30. Dezember 2021

Klimaaktivist:innen haben in der Nacht zum Donnerstag etwa 50 SUVs in der Dortmunder Innenstadt entwaffnet, indem sie die Luft aus den Reifen ließen. Die Gruppe, die sich eigenen Angaben zufolge autolose Gartenzwerge nennt, macht durch die Aktion auf die zerstörerischen Folgen dieser Fahrzeuge fĂŒr Mensch und Umwelt aufmerksam.

Pressemitteilung Klimaaktivist:innen haben in der Nacht zum Donnerstag etwa 50 SUVs in der Dortmunder Innenstadt entwaffnet, indem sie die Luft aus den Reifen ließen. Die Gruppe, die sich eigenen Angaben zufolge autolose Gartenzwerge nennt, macht durch die Aktion auf die zerstörerischen Folgen dieser Fahrzeuge fĂŒr Mensch und Umwelt aufmerksam. „SUVs machen nicht nur einen der grĂ¶ĂŸten BeitrĂ€ge zur Klimakrise aus, sondern auch den Unnötigsten“, meint eine der Gartenzwerg:innen und verweist darauf, dass SUVs im vergangenen Jahrzehnt den zweitgrĂ¶ĂŸten Beitrag zum Emissionsanstieg ausmachten. “Wenn SUVs eine Nation wĂ€ren, wĂ€ren sie der siebtgrĂ¶ĂŸte Emittent weltweit. Somit steuern uns diese Luxuskarossen mit Vollgas direkt in den Klimazusammenbruch, der weltweit und in Deutschland bereits Menschenleben kostet“. Des Weiteren sei es eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, die exzessive und unnötige Nutzung von SUVs zu unterbinden. Denn sie sind ein Luxusgut, das sich nur Superreiche leisten können, das aber zulasten der LebensqualitĂ€t aller gehe. „Die Produktion von SUVs basiert auf neokolonialer Ausbeutung von Menschen im globalen SĂŒden, ihr Gebrauch fĂŒhrt regelmĂ€ĂŸig zu UnfĂ€llen mit Toten und wenn sie nicht genutzt werden, verbrauchen sie wertvollen Platz in unseren StĂ€dten“, so ein zweiter Gartenzwerg. Es gibt kein Recht auf zerstörerische Konsumentscheidungen auf Kosten der Allgemeinheit. Wenn Regierungen darin versagen, nötige Regelungen umzusetzen und angemessen auf Krisen zu reagieren, dann muss die Zivilgesellschaft dies selbst in die Hand nehmen. „In der Weihnachtszeit tun wir hier in Europa wieder einmal so, als wĂŒrden uns NĂ€chstenliebe und Verantwortung etwas bedeuten. Aber unser Lebensstil hier in den westlichen IndustrielĂ€ndern tötet den Planeten und Menschen“, so die Gruppe. Deshalb sei dies ein geeigneter Moment fĂŒr eine Aktion, die Menschen dazu bringt, innezuhalten und ihre Verantwortung fĂŒr diese Welt zu ĂŒberdenken. Die Aktion ist inspiriert von Ă€hnlichen Aktionen, die zuletzt in Glasgow, MĂŒnchen und Leipzig stattfanden sowie von dem Buch „How to blow up a pipeline“ von Andreas Malm. Folgenden Flyer hinterließen die Gartenzwerg:innen auf allen betroffenen Autos. Vorsicht platter Reifen Weihnachten – das Fest der Liebe. Was fĂŒr eine wunderbare Zeit, um in Ruhe zu reflektieren, was dein SUV fĂŒr Konsequenzen auf deine Mitmenschen hat. Ist es wirklich nötig, die Klimakatastrophe anzufeuern, neokoloniale Ausbeutung in der Produktion zu unterstĂŒtzen und Passant*innen zu gefĂ€hrden, nur um deinen Reichtum zur Schau zu stellen? Wir sagen NEIN! Wenn SUVs ein Land wĂ€ren, hĂ€tten sie den siebt grĂ¶ĂŸten CO2-Ausstoß der Welt. Unnötige Luxusprodukte der Reichen sind der Haupttreiber der Klimakatastrophe. Deshalb haben wir deinen SUV temporĂ€r entwaffnet, indem wir die Luft aus einem oder mehreren Reifen gelassen haben. Als kleines Weihnachtsgeschenk fĂŒr die Menschen, die heute oder in Zukunft an der Klimakrise sterben werden. Und fĂŒr dich, damit du die Möglichkeit hast, innezuhalten und im nĂ€chsten Jahr bessere Entscheidungen zu treffen.

Quelle: Indymedia (Tor)




Quelle: Chronik.blackblogs.org