Mai 6, 2021
Von Chronik
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Hannover, 2021

Der Polizist Frank-Holger Acker hat seine Rolle als Gastdozent an der Leibniz-UniversitĂ€t Hannover abgebrochen, nachdem er Metallstifte in den Reifen seines Privatwagens entdeckt hatte. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtete, waren dem Polizisten die zerstörten Reifen bereits am vergangenen Wochenende aufgefallen. Daraufhin habe er der Leibniz-UniversitĂ€t unverzĂŒglich seine KĂŒndigung mitgeteilt. Der Beamte hatte dort seit Beginn des Sommersemesters im April ein Seminar zur kriminologisch-soziologischen EinfĂŒhrung ĂŒber Polizei und KriminalitĂ€t gegeben.

Studierende kritisierten Seminar des Polizisten

Mehrere Studierende, darunter der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) sowie der Fachrat Soziologie, hatten das Engagement des Polizisten von Anfang an abgelehnt, so die „HAZ“. Sie hatten dem Beamten vorgeworfen, nicht die nötige Distanz zur Polizei einnehmen zu können. Acker vermute daher, dass seine Autoreifen „mutwillig zerstochen“ wurden und die Aktion „im Zusammenhang mit der öffentlichen Diskussion um sein Seminar steht“.

Die Sprecherin der UniversitĂ€t, Mechthild von MĂŒnchhausen, distanzierte sich von dem Vorfall gegenĂŒber der „HAZ“ und bedauerte die Entscheidung des Gastdozenten, die Zusammenarbeit zu beenden. „Sollte eine KausalitĂ€t zwischen dem Lehrauftrag und der SachbeschĂ€digung bestehen, verurteilen wir dies in aller Deutlichkeit“, so von MĂŒnchhausen. „Gewalt ist kein Mittel des demokratischen Diskurses und ist in keiner Form tolerabel.“

Laut Informationen der „HAZ“ habe der Staatsschutz mittlerweile die Ermittlungen im Fall der zerstochenen Reifen ĂŒbernommen. Es werde ĂŒberprĂŒft, ob die Metallstifte auch unverschuldet in die Reifen gelangen konnten. Bisher gebe es auch noch keine Hinweise zu möglichen TĂ€tern.

Quelle: RND




Quelle: Chronik.blackblogs.org