April 27, 2020
Von Ums Ganze
138 ansichten


  • Erste erfolgreiche Aktionen in verschiedenen StĂ€dten in ganz Europa.
  • Hunderte konfrontieren Profiteur*innen von Abschottung, Ausbeutung und Ausgrenzung

Plakate in MĂŒnster

Seit Ende letzter Woche finden in vielen europĂ€ischen StĂ€dten unterschiedliche Aktionen statt. Unter dem Motto: „EVACUATE MORIA – SHUT DOWN CAPITALISM!“ rief das BĂŒndnis 
ums Ganze! als Teil der transnationalen Plattform Beyond Europe zur internationalen Aktionswoche auf. Die Aktionswoche steht im Zusammenhang mit den katastrophalen ZustĂ€nden der FlĂŒchtlingslager auf den Ă€gĂ€ischen Inseln. 40.000 Menschen harren dort derzeit in maßlos ĂŒberbelegten Lagern aus ohne jegliche Möglichkeit der Hygiene oder Zugang zu sauberem Wasser.

Thessaloniki

„Wir sind bisher sehr zufrieden mit dem Verlauf der Aktionswoche“ resĂŒmiert Ulrike Sommer Sprecherin des BĂŒndnisses
ums Ganze in einem ersten Statement. „In Dresden und Göttingen aber auch in Thessaloniki, Griechenland wurden unsere Forderungen durch Kfz-Demonstrationen oder Transparente im öffentlichen Raum sichtbar. Heute stehen wir nun an einem ersten Höhepunkt der Aktionswoche.“

In der Nacht von Sonntag auf Montag tauchten unter anderem in Frankfurt, Berlin, Bremen und MĂŒnster Plakate bekannter Politiker*innen wie Merkel, Seehofer und Von der Leyen auf. „Damit rĂŒcken wir den Profiteur*innen von Abschottung, Ausbeutung und Ausgrenzung auf die Pelle!“ so Sommer fĂŒr das 
umsGanze BĂŒndis. Neben der physischen Sichtbarkeit der Konfrontation in diversen deutschen GroßstĂ€dten entlud sich die Wut ĂŒber die ZustĂ€nde in Moria auch online. Auf der Social-Media Plattform Twitter beteiligten sich hunderte Nutzer*innen an einem virtuellen Shitstorm gegen Akteur*innen wie die Grenzsicherheitsbehörde Frontex oder Politiker*innen der EuropĂ€ischen Union.

„Der heutige Tag hat gezeigt, dass wir trotz der anhaltenden Coronakrise in der Lage sind, aktiv zu werden – online aber auch auf der Straße – und dabei trotzdem aufeinander zu achten.“ so Sommer.

Die Forderungen der Aktivist*innen sind deutlich; Die Schließung und Evakuierung aller Lager fĂŒr GeflĂŒchtete und deren dezentrale und menschenwĂŒrdige Unterbringung.
Abschließend formuliert Sommer „Wir sind noch lange nicht fertig. Unser Kampf um die Gesellschaft nach der Pandemie beginnt gerade erst jetzt.“
Weitere Aktionen sind im Laufe der Woche geplant.

Ulrike Sommer, Pressesprecherin von 
ums Ganze!

Göttingen

Dieser Beitrag wurde unter Feature veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.




Quelle: Umsganze.org