August 17, 2021
Von InfoRiot
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Bernau / Barnim: Zum zweiten PolitBrunch lud am vergangenen Sonntag die Agentur Ehrenamt in den BĂŒrgersaal des neuen Rathauses ein.

Unter dem Motto „Wahlfairversprechen – Kandidierende des Wahlkreis 59 zur Bundestagswahl“ stellten sich Lars GĂŒnther von der AFD, Mirco Dachroth von der FDP, Dr. Sabine Buder von der CDU, Simona Koß fĂŒr die SPD, Kim Statthaus fĂŒr BĂŒndnis90 Die GrĂŒnen und Niels-Olaf LĂŒders Die Linke den Fragen der Moderatorinnen und des Publikums.

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Moderiert wurde die Veranstaltung durch Kerstin LĂŒck und Tessa Bertram vom Brandenburger Verein Konflikthaus e.V..

Nachdem Lutz Reimann alle GĂ€ste begrĂŒĂŸte, ĂŒbergab der Gasgeber an die beiden Moderatorinnen, die die GĂ€ste auf sympathische Weise durch die Themen unserer Zeit lotste.

Gerade beim Thema Bildung bemĂ€ngelten alle Kandidatinnen und Kandidaten, dass oftmals der Bezug zwischen Lehrplan und dem realen Leben kaum vorhanden sei. So Ă€ußerte sich Mirco Dachroth von der FDP, dass es nichts bringe Gedichte interpretieren- und im spĂ€teren Leben keine SteuererklĂ€rung ausfĂŒllen zu können. Die GrĂŒnen wiederum setzen sich fĂŒr die stĂ€rkere Zusammenarbeit zwischen Bund und LĂ€nder, bzw. eine Digitalisierung ein. AFD Kandidat Lars GĂŒnther bemĂ€ngelt, dass durch viele Quereinsteiger die QualitĂ€t der Bildung leidet. Hier mĂŒsse der Beruf des Lehrers wieder attraktiver werden. Zudem mĂŒssen RahmenlehrplĂ€ne lĂ€nger als 1 bis 2 Jahre gelten.

Bei einer freien Themenrunde stach Dr. Sabine Buder der CDU hervor, die emotional auf ihre Probleme mit 4 Kindern wĂ€hrend der Coronapandemie einging. Buder betonte, wie sehr ihr die Familienpolitik ans Herz gewachsen sei und wie sie in den vergangenen Monaten fast „durchgedreht“ wĂ€re, weil die Belastung fĂŒr Familien exorbitant hoch waren.

Sie kritisierte, dass dies nicht thematisiert werde und kein Austausch mit den Familien stattfand, zudem kritisierte sie, dass Familienpolitik offensichtlich von Menschen gemacht werde, die keine oder bereits erwachsene Kinder haben. Es braucht mehr Eltern an den politischen Verhandlungstischen, so Dr. Sabine Buder.

Nach rund 45-minĂŒtiger Befragung stellte ein Gast aus dem Publikum den Wunsch, dass sich die Kandidatinnen und Kandidaten kurz vorstellen und ihr Vorbild nennen sollten. Hierbei fiel der Name Regine Hildebrandt erstaunlich oft und auch AFD Kandidat Lars GĂŒnther ĂŒberraschte mit seinen Vorbildern Bismarck, Helmut Schmidt und Franz Josef Strauß.

Ansonsten ging es um Themen und Zuschauerfragen wie Klimapolitik, WindrÀder, Gesundheit, Pflege oder Renten und Steuern.

Wir wollen hier nicht die ganze Veranstaltung wiedergeben, diese ist in voller LĂ€nge und bester QualitĂ€t unter: https://www.facebook.com/watch/live/?v=1410595752655942&ref=watch_permalink einsehbar. Zudem habt Ihr hier die Möglichkeit, die Direktkandidat:innen „persönlich“ kennenzulernen.

Vielmehr möchten wir an dieser Stelle die Wichtigkeit dieses PolitBrunches betonen. Die Runde am vergangenen Sonntag hat gezeigt, dass das Format den GĂ€sten die Möglichkeit gibt, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Trotz unterschiedlicher politischer Herkunft und Ansichten, gelang es den Kandidatinnen und Kandidaten sich ruhig und konstruktiv zu Ă€ußern. Hierbei fiel auf, dass sie sich oftmals gar nicht so sehr in ihren Ansichten unterschieden. Im Ergebnis vermittelten alle Politiker*innen, dass ihnen die Menschen ihres Wahlkreises am Herzen liegen und sie fĂŒr unser Land etwas Gutes tun möchten.

Wer nun aus diesem Wahlkreis im kommenden September in den Bundestag einziehen darf, bleibt den WĂ€hlern ĂŒberlassen. 

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Quelle: Inforiot.de