Juni 6, 2021
Von InfoRiot
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Mutmaßliche Verbindung zu Rechtsextremisten

Brandenburger Polizei stoppt Zusammenarbeit mit privater Sicherheitsfirma

04.06.21 | 15:28 Uhr

Die Sicherheitsfirma “German Security” hat oft damit geworben, Kooperationspartner der Polizei in Brandenburg zu sein. Nun hat die Behörde die Zusammenarbeit jedoch auf Eis gelegt, weil der Firma Verbindungen zur Neonaziszene vorgeworfen werden.

Die Brandenburger Polizei hat die Zusammenarbeit mit der Falkenseer Sicherheitsfirma “German Security” wegen möglicher Verbindungen ins rechtsextreme Milieu auf Eis gelegt. Das teilte die Polizei auf Nachfrage am Freitag dem rbb mit.

An diesem Wochenende soll die Firma den Parteitag der Berliner AfD in Berlin-Biesdorf schĂŒtzen. FĂŒr die AfD war “German Security” bereits mehrfach im Einsatz, dazu gehören Kundgebungen und kleinere Veranstaltungen.

Die erhobenen VorwĂŒrfe gegen die Firma drehen sich vor allem um mutmaßliche Kontakte zur Neonaziszene und zur militanten Bruderschaft “Hammerskins”, die den NSU unterstĂŒtzte.

Fall wird derzeit geprĂŒft

Die VorwĂŒrfe gegen das Sicherheitsunternehmen seien der Brandenburger Polizei bekannt, sagte ein Sprecher. Sie wĂŒrden gegenwĂ€rtig geprĂŒft. Bis zur KlĂ€rung des Falls werde die Brandenburger Polizei die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen auf Eis legen, hieß es weiter.

Polizei beruft sich auf Kooperationsvereinbarung

Grundlage dafĂŒr ist eine Kooperationsvereinbarung, die die Brandenburger Polizei 2018 mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) geschlossen hat. Die Vereinbarung schließt politischen Extremismus aus – “German Security” hatte sich ihr 2019 angeschlossen.

In der Vergangenheit hatte “German Security” mehrfach damit geworben, als eine von wenigen Firmen Kooperationspartner der Brandenburger Polizei zu sein. Das PolizeiprĂ€sidium und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft wollen nun das Aufnahmeprocedere von Sicherheitsunternehmen in die Kooperationsvereinbarung ĂŒberprĂŒfen. Die ZuverlĂ€ssigkeit der Firmen solle kĂŒnftig besser kontrolliert werden, hieß es.

Sendung: Antenne Brandenburg, 04.06.2021, 15:00 Uhr




Quelle: Inforiot.de