Oktober 6, 2020
Von FAU Flensburg
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Als FAU Flensburg positionieren wir uns gegen Ausbeutung und Ausgrenzung, wir sind gegen gegen das sog. Recht des StĂ€rkeren und gegen Nationalstaaten, wir wollen eine grenzenlose Gesellschaft der gegenseitigen UnterstĂŒtzung.

Da wir keine anarchistischen Virolog*innen kennen und uns auf die Aussagen von Fachleuten verlassen mĂŒssen, beachten wir die Hygienemaßnahmen um niemanden zu gefĂ€hrden. Wir begrĂŒĂŸen hier Diskussions- und Meinungsvielfalt, damit die besten Vorgehensweisen gefunden werden können, um alle Menschen zu schĂŒtzen und keine*n in dieser Krise allein zu lassen.

Wir kritisieren die verkĂŒrzte Kritik der „Flensburg fĂŒr Grundrechte“. Ein Widerstand, der nur die eigenen bĂŒrgerlichen verlorenen Grundrechte zurĂŒck will, reicht nicht.

Und wir verurteilen, dass keinerlei BemĂŒhungen gemacht werden, sich gegen mitmarschierende und mitorganisierende Menschen mit rechtem Hintergrund abzugrenzen, dieses hingenommen und damit akzeptiert wird, dass potentiell menschenfeindliches Gedankengut sichtbar ist und sich Ă€ußern darf.

Wir kritisieren die Maßnahme eines Lock- bzw. Shutdowns, der -weltweit- zu Lasten von Ă€rmeren Menschen geht und sie weiter in die Armut treibt, der sog. randstĂ€ndige Menschen noch weiter isoliert und existentiell bedroht, der alte Menschen allein und noch weiter vereinsamen lĂ€sst als es vor der Corona-Krise schon der Fall war.

Als Anarchist*innen wollen wir auf nichtstaatliche Regelungen, auf gleichberechtigten Umgang der Menschen untereinander setzen, auf das Prinzip der gegenseitigen UnterstĂŒtzung. Wir wollen uns nicht positiv auf Nationalstaaten beziehen, aber Schwedens Vorgehensweise finden wir noch am ehesten kompatibel mit unserem VerstĂ€ndnis, in Abgrenzung zur staatstreuen autoritĂ€ren Linken, die auf China verweist.

Wir denken dass es nicht reicht, wenn radikale Linke sich hauptsĂ€chlich und unkritisch positiv auf Drosten, öffentlich-rechtliche Medien und die staatlich angeordneten Hygienemaßnahmen beziehen. Auch -bzw. gerade- in einer Krise muss sich kritisch mit staatlichen Maßnahmen und Mainstream-Medien auseinandergesetzt und sich auf die Suche nach zuverlĂ€ssigen unabhĂ€ngigen Quellen begeben werden. Diskussion und Kritik am spĂ€tkapitalistischem Wirtschaftssystem und neoliberalen Institutionen muss weiter möglich sein ohne als Verschwörungstheoretiker*in abgetan werden.

FAU Flensburg




Quelle: Fau-fl.org