Juli 1, 2022
Von InfoRiot
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Potsdam – Zu seinem 20. Geburtstag erhĂ€lt das parteiĂŒbergreifende Anti-Rechts-BĂŒndnis „Potsdam bekennt Farbe“ eine neue Arbeits- und Kommunikationsstruktur. Das teilte die Stadtverwaltung jetzt mit. OberbĂŒrgermeister Mike Schubert sagte den PNN am Samstag, das neue Konzept sei „in den letzten ZĂŒgen“. Der Markenkern des BĂŒndnisses werde bestehen bleiben, ebenso eine organisatorische Anbindung an das Rathaus.

Stadtsportbund-Chefin Anne PichlerFoto: Varvara Smirnova

Gleichwohl sei das BĂŒndnis seit seiner GrĂŒndung vor 20 Jahren durch den damaligen OberbĂŒrgermeister Jann Jakobs (SPD) stark gewachsen, von 13 auf nun 56 Mitglieder – unter anderem alle Fraktionen im Stadtparlament mit Ausnahme der AfD, die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt, der Fanfarenzug, der Stadtsportbund und auch die Polizeiinspektion Potsdam. Ebenso vertreten sind der KreisschĂŒlerrat, der Mieterverein oder das Hans Otto Theater. Schubert erklĂ€rte, die GrĂ¶ĂŸe des BĂŒndnisses mache Änderungen notwendig. So könnte es einen weiteren externen Partner fĂŒr die Koordination der BĂŒndnisarbeit geben, deutete er an – wie dies die Verwaltung schon bei ihrer „Werkstatt fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung“ praktiziert.

Das BĂŒndnis “Potsdam bekennt Farbe” hatte unter anderem erfolgreich eine NPD-Kundgebung blockiert.Foto: Manfred Thomas

Das 20-jĂ€hrige Bestehen des BĂŒndnisses wird gefeiert

Schubert zufolge will die Stadt den Vereinsmitgliedern mehr als bisher die Chance geben, sich auch jenseits von Demonstrationen bei Themen wie Anti-Rassismus und Toleranz einzubringen. Mit der neuen Struktur solle das 20-jĂ€hrige Bestehen des BĂŒndnisses dann noch einmal grĂ¶ĂŸer gefeiert werden, kĂŒndigte er an.

Auf den Geburtstag des BĂŒndnisses hatte das Rathaus am Freitagabend per Pressemitteilung hingewiesen. Der VorlĂ€ufer des BĂŒndnisses, der „Beirat zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplans fĂŒr Toleranz und Demokratie gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“, war am 2. Juli 2002 gegrĂŒndet worden – als Reaktion auf Neonazi-Übergriffe auch in Potsdam. 2010 nahm bekam das BĂŒndnis den heutigen Namen, der bei einer Aktion des Stadtsportbunds gefunden wurde.

Potsdams OberbĂŒrgermeister Mike Schubert (SPD)Foto: Ottmar Winter

Dessen GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Anne Pichler ist eine der federfĂŒhrenden Mitglieder im BĂŒndnis: „Mich erfĂŒllt mit Stolz, was dieses BĂŒndnis in 20 Jahren erreicht hat und dass es so gewachsen ist.“ So hatte das BĂŒndnis unter anderem regelmĂ€ĂŸig gegen rechtsextreme Demonstrationen mobil gemacht, diese teilweise auch friedlich blockieren können. Dazu wurden Feste fĂŒr Toleranz veranstaltet, bei denen auf Themen wie Demokratie und Weltoffenheit aufmerksam gemacht wird. 




Quelle: Inforiot.de