Mai 11, 2021
Von InfoRiot
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Potsdam – Die katholische Potsdamer St. Peter und Paul-Gemeinde beteiligt sich am nĂ€chsten Samstag an den innerkirchlich umstrittenen Segnungsfeiern „fĂŒr alle Liebenden“. Die Aktion richtet sich unter anderem an homosexuelle Menschen und setzt sich demonstrativ ĂŒber die Haltung des Vatikans hinweg, der eine Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren ablehnt. In der Peter-und-Paul-Kirche soll die Aktion ab 16 Uhr beginnen: „Alle Liebenden, insbesondere gleichgeschlechtliche Paare, die den Segen Gottes empfangen wollen, sind herzlich willkommen!“, heißt es in der Einladung. 

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Initiator ist der gewĂ€hlte Pfarrgemeinderat – in einer ErklĂ€rung bezieht man sich auf die Römische Glaubenskongregation, die in einem Mitte MĂ€rz veröffentlichten Schreiben erklĂ€rt hatte, die Kirche habe keine Vollmacht, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu segnen. Diese Verbindungen entsprĂ€chen nicht dem göttlichen Willen. Die Gemeindevertreter kritisieren die Position als „ausgrenzend und verletzend“: „Unseren BrĂŒdern und Schwestern wird so ein erbetener Segen Gottes fĂŒr ihre aufrichtigen und in Übernahme gegenseitiger Verantwortung gefĂŒhrten Liebesbeziehungen verwehrt.“

100 Gemeinden in Deutschland beteiligen sich daran

Die Potsdamer Gemeinde ist mit ihrer Aktion nicht allein: Etwa hundert Gemeinden in ganz Deutschland beteiligen sich an den von Priestern, Diakonen wie auch Ehrenamtlichen organisierten Gottesdiensten – unter dem Motto „Liebe gewinnt“. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte die Segnungsgottesdienste im Vorfeld kritisiert. Sie seien nicht als „Instrument fĂŒr kirchenpolitische Manifestationen oder Protestaktionen“ geeignet, so der Konferenzvorsitzende Georg BĂ€tzing.




Quelle: Inforiot.de