Juni 12, 2021
Von Freie ArbeiterInnen Union (FAU)
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Aktuell besucht eine internationale Delegation, an der sich auch Mitglieder der FAU beteiligen, die Autonome Region Kurdistan im Nordirak, um gegen die anhaltenden MilitĂ€rschlĂ€ge und Provokationen der tĂŒrkischen Regierung und die Zerstörung der jezidischen Selbstverwaltung zu protestieren.

Sowohl die Erdogan-nahe Lokalregierung als auch die deutsche Bundespolizei versuchen nun die Delegation zu behindern: In den vergangenen Tagen sind mehrere Dutzend Delegationsmitglieder aus mindestens 6 LĂ€ndern von den lokalen Behörden an der Einreise gehindert und umgehend abgeschoben worden. In Deutschland kam es jetzt zu Ausreiseverboten. (https://bit.ly/3geumNF) Inzwischen gibt es laut Delegierten vor Ort die ersten Abschiebungen von unter anderen deutschen StaatsbĂŒrger*innen aus dem Irak, sowie Festsetzungen von gerade im Irak Gelandeten. Dazu Pressesprecherin Milly Mayer: “Scheinbar hat das jede zu erwarten, die sich ein Bild ĂŒber die Lage vor Ort verschaffen oder demokratische Mittel des Protests nutzen will. Deutschland muss endlich aufhören, das Erdogan-Regime zu unterstĂŒtzen!”

Die Bundesregierung gibt der TĂŒrkei mit solchen Maßnahmen ein weiteres mal RĂŒckendeckung fĂŒr MilitĂ€reinsĂ€tze in Irak/Kurdistan. Die Vertreibung lokaler Bevölkerung, das Abbrennen von WĂ€ldern und die Zerschlagung von basisdemokratischen Strukturen wird dabei billigend in Kauf genommen.

Die basisdemokratische Gewerkschaft FAU verurteilt diese Haltung und ruft alle LohnabhĂ€ngigen und Gewerkschaften zur SolidaritĂ€t mit den internationalen Delegierten und gegen die tĂŒrkische Besatzung auf.

 

Samstag, 12. Juni 2021

Hintergrund-Artikel: “Delegation der FAU im Nordirak – Gegen Krieg und fĂŒr gelebten Internationalismus unterwegs!”: https://www.fau.org/artikel/delegation-der-fau-im-nordirak

Kontakt fĂŒr Presseanfragen: presse@fau.org




Quelle: Fau.org