Juni 18, 2021
Von FAU Dresden
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Vor dem Hintergrund des aktuellen Angriffskrieges der TĂŒrkei in der Autonomen Region Kurdistan (Nordirak) protestiert seit Anfang letzter Woche eine internationale Friedensdelegation vor Ort. Die Initiative fĂŒr Frieden in Kurdistan (IfK Dresden), kurdische Strukturen, die bundesweite Kampagne „Riseup4Rojava“ und weitere Vereine rufen fĂŒr Samstag den 19. Juni 13 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Dresdner Alaunplatz auf. Ein Mitglied der Delegation wird dort berichten und fĂŒr Presseanfragen zur VerfĂŒgung stehen.
Auf der Kundgebung wollen verschiedene InitiativenÂč ĂŒber die aktuelle Lage im Nordirak aufklĂ€ren. Seit Beginn letzter Woche befindet sich im Nordirak eine 120 köpfige Delegation aus 10 LĂ€ndern. Ihr Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Welt auf die erneuten tĂŒrkischen Angriffskriege zu lenken. Schon an der Einreise wurden viele weitere Delegierte von Behörden der Autonomen Region und der deutschen Bundespolizei gehindertÂČ. Die Friedensdelegation hat mit Beschattung, Festnahmen und Hausarresten zu kĂ€mpfen. Trotzdem traf sie schon jetzt Vertreter*innen aller wichtigen Parteien und den Außenminister der Autonomen Region Kurdistans.

Wolf Meyer, Dresdner und Delegierter fĂŒr die Basisgewerkschaft Freie Arbeiter*innen Union (FAU) war vor Ort und wird am Samstag bei der Kundgebung sprechen. „Mit Appeasement-Politik gegenĂŒber rassistischen Diktatoren hat die Weltgemeinschaft böse Erfahrungen gemacht. Es ist deshalb um so mehr unsere Aufgabe als Humanist*innen, die Weltgemeinschaft zum Handeln zu bewegen.“, so Meyer.
Seit Ende April kommt es in der Autonomen Region Kurdistans wiederholt zu MilitĂ€roperationen der TĂŒrkei mit vielen zivilen Opfern.Âł Über 100 Dörfer mussten bereits evakuiert werden. Daneben kommen Formen des Spezialkrieges, wie die Rodung und Inbrandsetzung von WĂ€ldern auf irakischem Territorium dazu⁎. Die KriegseinsĂ€tze werden von der Weltgemeinschaft offiziell mit dem Kampf gegen die PKK entschuldigt. Das dahinter eigentlich AnnexionsplĂ€ne stecken, welche die TĂŒrkei wieder auf die Grenzen des Osmanischen Reiches erweitern sollen, wird von der Erdogan-Regierung immer wieder öffentlich erklĂ€rt.⁔ GegenĂŒber der Friedensdelegation wurde von allen Parteien im Nordirak, ausgenommen der PDK, gefordert, dass die PKK von allen internationalen Terrorlisten gestrichen wird. Der PKK können seit Anfang der 2000er Jahre keine Terror-Praktiken nachgewiesen werden. Wolf Meyer: „Die Einstufung der PKK als Terrororganisation folgt keinen ethischen Überlegungen, sondern rein machtpolitischem KalkĂŒl. Hier wird eine mittlerweile humanistische Bewegung der Außenpolitik geopfert und auch in Deutschland im Auftrag einer Diktatur politisch verfolgt.“
Vor Ort wird Wolf Meyer, Delegierter der Friedensdelegation fĂŒr die Basisgewerkschaft Freie Arbeiter*innen Union (FAU) fĂŒr Interviews und Pressefragen zur VerfĂŒgung stehen. 
Aufruf zur Kundgebung: 
Âč Initiative fĂŒr Frieden in Kurdistan Dresden, Verein Deutsch-Kurdischer Begegnungen e.V. Dresden, Women Defend Rojava Ortskomitee Dresden, JXK Dresden, UTA Frauenrat Dresden, Internationales Komitee der FAU Bereich Nord-Ost-Syrien, Riseup4Rojava Deutschland
Âł Zu Angriffen der TĂŒrkei im Nordirak: 



Quelle: Dd.fau.org