April 1, 2021
Von InfoRiot
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Prenzlau – Am Freitag ist ein Heranwachsender vor dem Jugendschöffengericht in Prenzlau zu einer achtmonatigen Jugendstrafe verurteilt worden.

Pren­zlau — Am Fre­itag ist ein Her­anwach­sender vor dem Jugend­schöf­fen­gericht in Pren­zlau zu ein­er acht­monati­gen Jugend­strafe verurteilt wor­den. Verurteilt wor­den ist er wegen gemein­schaftlich began­gener gefĂ€hrlich­er Kör­per­ver­let­zung, Wider­stand gegen Vol­lzugs­beamte, ver­suchter Kör­per­ver­let­zung und Belei­di­gung. Die Strafe wurde zu zwei Jahren auf BewĂ€hrung aus­ge­set­zt. Außer­dem muss der junge Rechte 60 Stun­den gemein­nĂŒtzige Arbeit inner­halb der nĂ€ch­sten drei Monate leis­ten. Das Urteil ist noch nicht rechtskrĂ€ftig.

Sein Opfer war ein 16 jĂ€hriger Syr­er, der mit seinen Eltern in Deutsch­land Zuflucht gesucht hat. Ole P. hat ihn geschla­gen und getreten und das Knie zwis­chen die Rip­pen seines Opfers ger­ammt. Ole P. war teil­weise gestĂ€ndig. Ob er allerd­ings einen Aus­lĂ€n­der ver­trim­men wollte oder ob er einen dick­en Max vor den Jugendlichen markieren wollte, ein Motiv fĂŒr den SchlĂ€ger fand das Gericht nicht. Der ermit­tel­nde Staatss­chĂŒtzer im Zeu­gen­stand sagte, man habe reich­lich mit ihm zu tun.

Ole P. war nicht der alleinige TĂ€ter am Pren­zlauer Jugend­haus im Georg-Dreke-Ring. Da waren Noah K. (18) und Zinar G. (16). Bei­de hat­ten einiges an jen­em 13. Feb­ru­ar 2020 mit dem Opfer zu bere­den. Noah K. drĂŒck­te ihn an die Wand, Zinar G. wollte ihm eine Ver­passen, traf aber nur die zum Schutz erhobene Hand von Hamza K. Dann trat Ole P. auf den Plan, obwohl er keine eige­nen Karten im Spiel hat­te. Drum herum standen wohl reich­lich Jugendliche und schaut­en zu. Einge­grif­f­en fĂŒr Hamza K. hat niemand.

Hamza K. soll seine Gren­zen gegenĂŒber den anderen Jugendlichen mit denen er am Jugend­haus abhing nicht gekan­nt haben. In den Zeu­ge­naus­sagen ist von Handys weg­nehmen, sex­is­tis­chen Beschimp­fun­gen und DemĂŒÂ­ti­gun­gen die Rede. Hamza K. bestritt ĂŒber­grif­fig gewor­den zu sein, rĂ€umte Beschimp­fun­gen ein. Allerd­ings nur als Reak­tion. Hamza K. soll seine Hand­lun­gen als Spaß beze­ich­net haben. Spaß, den schein­bar nur er verstand.

Noah K. und Zinar G. sagten vor Gericht aus. Dabei haben sich bei­de noch wegen ihres Anteils an der gefĂ€hrlichen Kör­per­ver­let­zung vor dem Jugen­drichter zu ver­ant­worten. WĂ€hrend Zinar G. seinen Erin­nerung freien Lauf ließ, ver­suchte Noah K. den Angeklagten zu deck­en. Es gelang dem Gericht nicht her­auszubekom­men, ob der Angriff auf Hamza K. unter den Dreien vorher abge­sprochen war. Dass aber einige Jugendliche nur darauf warteten, Hamza K. endlich Mal die Mei­n­ung zu geigen, ist unstrittig.

Der Wider­stand 


Ole P. war im Kranken­wa­gen ver­bal und kör­per­lich gegenĂŒber Pfleger und Polizis­ten aus­gerastet. Wegen Suizidge­fahr sollte er in eine Klinik ein­geliefert wer­den. Er hat­te sein­er Fre­undin, die sich von ihm tren­nen wollte, ein Foto von Eisen­bah­n­gleisen geschickt haben. Das Foto war wohl so aufgenom­men, dass der Fotograf mit­ten auf den Gleisen ste­hen musste. Die Fre­undin alarmierte daraufhin die Polizei, und der Ärg­er nahm seinen Lauf.






Quelle: Inforiot.de