Dezember 22, 2021
Von Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk
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Wir haben in einem Schreiben an die GeschĂ€ftsleitung der Wiener Secession mitgeteilt, als Gewerkschafter*innen auf‘s SchĂ€rfste gegen die skandalösen ZustĂ€nde und Praktiken zu protestieren, welche dort anscheinend vorherrschen.

Die geringfĂŒgig BeschĂ€ftigten der weltberĂŒhmten Kunsthalle in der österreichischen Hauptstadt berichten, dass sie wĂ€hrend der Covid-19-AusgangsbeschrĂ€nkungen („Lockdowns“) sich Minusstunden aufschreiben mussten, wobei eine solche Praxis eindeutig dem gĂŒltigen Arbeitsrecht widerspricht. Auch weigert sich wohl die GeschĂ€ftsleitung, die stĂ€ndige Rufbereitschaft der Mitarbeiter*innen ĂŒberhaupt als Arbeitsleistung anzuerkennen, geschweige denn diese entsprechend zu entlohnen.

Daher sind wir der Ansicht, dass alle von den geringfĂŒgig Eingestellten artikulierten MissstĂ€nde zutiefst beschĂ€mend sind, zumal die Einrichtung umfassende Finanzhilfen empfangen hat. Sie versucht offenbar, die Kosten der Covid-19-Pandemie auf die prekĂ€ren Arbeiter*innen abzuwĂ€lzen.

Damit zeigt die Wiener Secession, dass ihr Image als ein alternativer und humanitĂ€r engagierter Verein nichts weiter ist als bloße Fassade, hinter der das Arbeitsrecht schamlos gebrochen wird, um noch ein bisschen mehr Profit aus denen heraus zu pressen, die bereits am Wenigsten bekommen. Folglich schließen wir uns den Forderungen der geringfĂŒgig Angestellten nach Einhaltung des Arbeitsrechts in der Wiener Secession in allen Punkten an.

ASN Köln

Mehr Infos zum Arbeitskampf bei der Wiener Secession:
https://anarchosyndikalismus.blackblogs.org/2021/11/18/gegen-ausbeutung-bei-der-wiener-secession/

Schwarz-rote Fahne weht vor dem Jugenstil-GebĂ€ude der Wiener Secession mit der Inschrift: "Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit" ĂŒber dem Eingangsportal, das von SicherheitskrĂ€ften bewacht wird.

Foto: WAS-IAA (https://wiensyndikat.wordpress.com)




Quelle: Asnkoeln.wordpress.com