April 7, 2021
Von End Of Road
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In Bremen haben am vergangen Montag den 5. April max. 100 Personen an einer Kundgebung aus dem Umfeld des Vereins „Querdenker e.v.“ auf der BĂŒrgerweide teilgenommen. Circa 200 demonstrierten dagegen. Das ist eine Niederlage fĂŒr die Corona-Rechten – aber kein Erfolg der antifaschistischen Linken in Bremen.
Erwartet wurde wesentlich mehr, von 1.000 rechten Teilnehmer*innen war im Vorfeld die Bremer Innenbehörde ausgegangen und diese Zahl hatten die Rechten selber auch angemeldet. Das erschien nicht unwahrscheinlich, waren es doch bei Ihrer letzten Kundgebung in Bremen Mitte MĂ€rz zeitweise bis zu 700 Rechte gewesen die sich auf der BĂŒrgerweide tummelten. Nach den GroßaufmĂ€rschen in Kassel und Samstag in Stuttgart schien dies noch steigerbar. Es war dann auch nicht die linke, antifaschistische Gegenmobilisierung oder gar die bĂŒrgerliche Zivilgesellschaft denen die Rechten ihre MobilisierungsschwĂ€che zu verdanken haben. Es waren sie selber.

Bereits Anfang letzter Woche war in ihrem Orgateam der Streit ausgebrochen. Es ging um Frust, um die eigene Wirkungslosigkeit, die „Schlafschafe“, darum wie sehr „Kassel“ Vorbild, also unangemeldet in der Bremer Innenstadt demonstriert werden solle und vor allem ganz viel um Egos und gekrĂ€nkte MĂ€nnlichkeiten. Am Ende stand ein neuer Kundgebungsort, die BĂŒrgerweide an Stelle des Marktplatzes und der Aufruf einer Minderheitsfraktion, ab 13.30 Uhr trotzdem in der Bremer Innenstadt zu demonstrieren. Doch es kam anders.

Am Donnerstag meldeten ohne RĂŒcksprache mit dem „Orgateam“, Anmelder und Versammlungsleiter die Kundgebung auf der BĂŒrgerweide beim Ordnungsamt wieder ab. Grund dafĂŒr waren die fĂŒr sie aus „GewissensgrĂŒnden“ nicht vertretbaren Kundgebungsauflagen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und AbstĂ€nde zu waren. Damit war auch wichtige Infrastruktur wie die BĂŒhne nebst teurer Soundanlage nicht mehr verfĂŒgbar, gehört sie doch den beiden aus Bremer Veranstaltungs- bzw. Musikbranche kommenden.
Donnerstag Abend folgte dann eine Neuanmeldung der Kundgebung auf der BĂŒrgerweide. Die Anmelder*in Zeynep Papoutsalaki, Erzieher*in in einem Kindergarten der staatlich geförderten Hans-Wendt-Stiftung in Walle, war eigentlich vorher Hauptverfechter*in der „Kassel“-Option gewesen, also unangemeldet durch die Innenstadt zu demonstrieren. Nach so viel hin und her war es dann auch nicht verwunderlich, dass sich am Ostermontag bei Schneeregen und Wind nur noch ein kleines HĂ€ufchen auf der BĂŒrgerweide zum Hetzen zusammenfand. Oder um den Nutzer „Jens Wessels“ in der Telegram-Gruppe von „Querdenken-421“ zu zitieren: „Bremen ist und bleibt wohl kein guter Boden fĂŒr Querdenker“.
Das auch die Bremer Polizei von anderen UmstĂ€nden ausgegangen war, davon zeugten sowohl der Wasserwerfer am Weserstadion als auch im BĂŒrgerpark. Und wĂ€hrend ein Großaufgebot die BĂŒrgerweide sicherte, sollte auch der linke, antifaschistische Protest erstmalig „gegittert“ und mit großem Abstand von den Rechten stattfinden. Das es nicht dazu kam, lag nicht an unserer MobilisierungstĂ€rke sondern an der SchwĂ€che der Rechten. Trotzdem, auch das sollte nicht unterschlagen werden, waren auch wir dieses Mal immerhin bis zu 200 Personen und damit deutlich mehr als noch beim letzen Mal, Mitte MĂ€rz. Immerhin ein kleiner Erfolg fĂŒr uns.
Am 17. April ist im Rahmen einen bundesweiten Aktionstages die nÀchste rechte Kundgebung in Bremen geplant. Es liegt an uns beim nÀchsten Mal ihre Niederlage zu unserem Erfolg zu machen!



Quelle: Endofroad.blackblogs.org