Oktober 16, 2021
Von Indymedia
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Mit Genugtuung revanchiert sich eine Mischung aus Kreuzberger Bevölkerung und rebellischen Strukturen aus dem ganzen Stadtgebiet, anderen StĂ€dten und LĂ€ndern fĂŒr einen weiteren Angriff auf selbstverwaltete RĂ€ume. Der Freitagabend, nur wenige Stunden nach der RĂ€umung, bringt tausende von Menschen auf die Straße. Die Masse die sich da zusammentut ist nicht nur unĂŒberschaubar sondern auch kaum definierbar. Die Gewalt die sich unmittelbar zum Start Bahn bricht, zieht mehr und mehr Menschen an. Die zumeist auswĂ€rtige Einheiten werden mit Entschlossenheit und HĂ€rte angegangen. Trupps, die als Seitenspalier vorgesehen waren, werden vom Platz der Auftaktkundgebung bis zum Kotti eigentlich nur gejagt. Es regnet Steine, Flaschen, Straßenmobiliar, Geschirr aus den Bars und mĂ€chtiges Feuerwerk. Die vor der Demo fahrenden Wannen kommen aus den Hinterhöfen des Kottbusser Damm ins Kreuzfeuer von Raketenbatterien (https://twitter.com/search?q=%23b1510&src=typeahead_click&f=video). PMS, dass sich als große Gruppe an die Demo ranmachen will wird kurz nach der BrĂŒcke zurĂŒck in die Seitenstraße gejagt. Nebenbei gehen einige hochpreisige Autos kaputt und auch die als Hauptgentrifizierer ausgemachten LĂ€den und Co-Working-Spaces werden allesamt nicht verschont. Auch LIDL geht zu Bruch. Nach dem Kotti geht es Richtung Erkelenzdamm, wo es zunehmends chaotisch wird. Der Hauptsitz von Akelius geht wieder in die BrĂŒche, ein Security rettet sich rechtzeitig. Die Bullen versuchen nun die Demo zu spalten und so wie bei den letzten Demos mitten in der Menschenmenge, die sich die ganze Breite der Straße und den Gehsteig nimmt, Reihen aufzuziehen. Oranienplatz: zwei Wannen haben den Schuss nicht gehört und werden mit Steinen in die Flucht geschlagen (https://twitter.com/NiEstatNiRei/status/1449092907542192144). Das Gentrifizierungs-Hotel Orania wird im laufenden Betreib eingeknallt, die Luxustouristen drinnen werden schockiert links liegen gelassen. In der Oranienstraße gelingt es dann den Bullen das erste mal ein ernsthaftes Spalier aufzuziehen. Weil es aber wohl an die zehntausend Leute sind, gelingt das nicht ganz. Ein spontaner Ausbruch bahnt sich seinen Weg auf der Adalbertstraße richtung Köpi Wagenplatz. Vier Sixpacks (auch sie haben den Schuss nicht gehört) werden in die Flucht geschlagen. Der Weg zum Wagenplatz scheint freigekĂ€mpft doch es letztendlich fehlt der Mut und vielleicht auch die Masse um diese Schritt zu wagen. Auf dem Mariannenplatz verlĂ€uft sich dieser Mob. Unterdessen geht der Hauptzug zwar im Wanderkessel, doch immernoch lautstark und mit Pyro, weiter seinen geplanten Weg durch die Oranienstraße, die Wrangelstraße und dann ĂŒber den Mariannenplatz Richtung Wagenplatz. Die Fiesta vom Demobeginn klingt auf den letzten Metern mit Verhöhnung der eingesetzten PolizeikrĂ€fte aus. Mit viel Pyro ergießen sich die Menschenmassen in den Kiez. Zwischen Kotti und Heinrichplatz dominiert die nĂ€chsten Stunden eine rebellische Stimmung die Szene. (https://twitter.com/search?q=%23b1510&src=typeahead_click&f=video) SpĂ€ter noch belagern zwei Greiftrupps Bereitschaftspolizei den Goldenen Hahn am Heinrichplatz, einen der öffentllich angekĂŒndigten Nachtreffpunkte fĂŒr die Demo. Sie sind auf Stress aus. Nicht schwer an diesem Abend. Sie versuchen in einer Racheaktion, den Goldenen Hahn zu stĂŒrmen. Zwei versuche, die Kneipe zu stĂŒrmen werden beantwortet, indem sie von innen und außen mit allem eingedeckt werden, was nicht niet und nagelfest ist. Ein Video zeigt schließlich, wie sie doch noch reingehen (https://twitter.com/Kraximo_kraximo/status/1449150952754270220). Auch wenn der Hahn nun keine TĂŒr mehr hat und die Scheiben zu Bruch gegangen sind, ist auch diese Auseinandersetzung eine Niederlage der Bullen.




Quelle: De.indymedia.org