Januar 20, 2021
Von Indymedia
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Wir waren gestern nach 22 draußen. In den Parks und auf den Straßen war das Gestreife der Cops und der Ordnungsamtschweine mehr als eh schon immer. Irgendwann hat uns das so wĂŒtend gemacht, dass unsere Wut ein Ventil brauchte. Unsere Randale hat diesmal so ein beschissenes ImmobilienbĂŒro getroffen. Sicher ist, dass wir uns die Ausgangsperre nicht gefallen lassen. Wenn Demos oder andere Massenaktionen gerade nicht drin sind, ob nun wegen Ansteckungsgefahr oder der gewaltvollen Verhinderung der Schweine, mĂŒssen wir halt dezentral agieren. Solche EinschrĂ€nkungen der Freiheit, insbesondere wenn sie so sinnfrei und lĂ€cherlich sind, mĂŒssen auf Widerstand stoßen.

Es braucht echten fĂŒr Herrschende unangenehmen Widerstand. Breite weichgespĂŒlte BĂŒndnisse, wie das „BĂŒndnis fĂŒr SolidaritĂ€t“ (von autoritĂ€ren Kommis bis GrĂŒne Jugend alles dabei), sind im Endeffekt zahnlose Plena mit sinnlos viel Orga-arbeit ohne echten Plan, wie ihre Forderungen kurz und mittelfristig irgendwas erreichen sollen außer dem GefĂŒhl was gemacht zu haben, was immerhin mehr ist als die #zerocovid-JĂŒnger machen. Diese verabschieden sich komplett von Ideen, wie Selbstverwaltung, Staats- und Systemkritik, sondern fordern eine schwer umzusetzende Lösung welche Schlussendlich die RĂŒckkehr zur bereits bestehenden Katastrophe durch einen noch autoritĂ€reren Polizeiapparat herbeisehnt. Warum nicht Mietenstopp oder Grundeinkommen fordern? So könnten Menschen auch echt in QuarantĂ€ne gehen ohne Armut zu fĂŒrchten und die Coronaparties in den Betrieben könnten ganz von uns selbst beendet werden, statt unsere Freizeit auf 0 runterzufahren. Doch zu BĂŒndnissen und besonders der #zerocovid-Kampagne wurde schon viel anderes besseres geschrieben.

Der einzige Weg ist die Selbstorganisation unseres Lebens. Wir rufen dazu auf eure Nachbar*innen anzusprechen (Mietstreik, den jede*r auf Twitter fordert, geht nur von unten. Es reicht nicht per hashtag dazu aufzurufen), gegenseitige Hilfe zu organisieren und Wege zu finden den autoritÀren Staat anzugreifen, ob durch klassische Demos, Spontis oder Kleingruppenaktionen.

Wir schließen uns dem Aufruf von vor einem Monat an. Das Ende unserer Einsperrung in Sachsen ist noch nicht in Sicht…

https://de.indymedia.org/node/125667

Banden statt BĂŒndnisse

Aufstand statt Ausgangssperre




Quelle: De.indymedia.org