Dezember 6, 2021
Von Indymedia
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Drei Jahre sind vergangen, seitdem wir gegen die Eröffnung des AfD-BĂŒros auf der Straße waren. Drei Jahre, in denen sich der gesellschaftliche Diskurs immer weiter nach rechts bewegen konnte. Drei Jahre, in denen sich die AfD und ihr Gedankengut immer weiter normalisiert hat. Drei Jahre, in denen sich, auch in Rosenheim, rechte Strukturen immer weiter verfestigen konnten. Wir möchten am 15.01. einen Schritt aus der Defensive herauswagen und die rechte Hegemonie durchbrechen – gegen rechte Hetze und fĂŒr eine solidarische Gesellschaft! Wir möchten das OhnmachtsgefĂŒhl des bayerischen Hinterlands ĂŒberwinden und zeigen, dass wir den Angriffen der Rassist*innen von AfD und Co. auch in Rosenheim offensiv und selbstbestimmt entgegentreten werden. Erst Anfang November griffen AfD Politiker*innen einen Protest gegen den AfD-Bezirksparteitag in Rosenheim mit FaustschlĂ€gen und Tritten an. Es liegt an uns, solidarisch gegen derartige Angriffe vorzugehen! Unsere Aufgabe als Antifaschist*innen muss es sein, rechter Gewalt entschlossen entgegenzutreten, doch unser Kampf gegen Rechts muss schon viel frĂŒher ansetzen – wir mĂŒssen intervenieren, wo immer es rechten KrĂ€ften gelingt Fuß zu fassen, wo immer rassistische Positionen gesellschaftlich normalisiert werden oder RĂ€ume zur Vernetzung der Rassist*innen entstehen. Egal, ob beim Infostand in der FußgĂ€ngerzone, Kundgebungen in der Stadt oder eben in ihrem BĂŒro – wir mĂŒssen AfD und deren Konsorten offensiv begegnen. Lasst uns am 15.01. auf die Straße gehen, fĂŒr einen antifaschistischen Abriss des AfD-BĂŒros! Lasst uns die Faschist*innen aus der Deckung holen und ihnen konsequent begegnen, wo immer sie auftauchen!

Die AfD versucht sich zwar als soziale Partei fĂŒr einfache BĂŒrger*innen zu inszenieren, doch ein Blick in ihr Wahlprogramm genĂŒgt, um ihre reaktionĂ€ren und neoliberalen Positionen zu entlarven. Die Krisen dieser Zeit bedĂŒrfen unserer emanzipatorischen Antwort! Wir mĂŒssen verhindern, dass rechte und reaktionĂ€re Akteur*innen es schaffen, diese Krisen fĂŒr sich zu vereinnahmen! Lasst uns ihrer „Blut-und-Boden-Rhetorik“ unsere antikapitalistische und solidarische Perspektive entgegenstellen und diese auf die Straßen Rosenheims tragen!

Die AfD agiert lĂ€ngst auch als parlamentarischer Arm der „Coronarebellen“, so fallen die Rosenheimer AfD Politiker*innen regelmĂ€ĂŸig durch ihre engen Verbindungen zur Querdenken-Szene und durch die Verharmlosung des Virus auf. Auf seinem Facebook-Account wĂŒnscht sich der flĂŒgelnahe Andreas Kohlberger beispielsweise Demos wie jene am 20.11 in Wien, welche von einem Block aus Rechtsextremen und Neonazis angefĂŒhrt wurde und durch zahlreiche Angriffe auf Journalist*innen geprĂ€gt war. Wir fordern einen solidarischen Umgang mit der aktuellen Pandemie. Um mit euch möglichst sicher auf die Straße gehen zu können, bitten wir euch zu Hause zu bleiben, falls ihr euch krank fĂŒhlt, trotz Impfung einen Coronatest zu machen, und die gesamte Dauer der Versammlung eine FFP2-Maske zu tragen.
Sagt euren Freund*innen und Genoss*innen Bescheid und kommt am 15.01.2022 nach Rosenheim, um im bayerischen Hinterland ein starkes antifaschistisches, feministisches, antikapitalistisches und solidarisches Zeichen zu setzen! Es gibt kein ruhiges Hinterland




Quelle: De.indymedia.org