November 25, 2020
Von InfoRiot
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Cottbus – Cottbus ist am Totensonntag eine von 20 deutschen StĂ€dten, in denen SchweigemĂ€rsche „fĂŒr Menschenrechte“ gegen Corona-Regeln geplant sind. Treibende Kraft der Aktion in der Lausitz sind Rechtsextremisten.

Am Toten­son­ntag sind in mehreren deutschen StĂ€dten SchweigemĂ€rsche „fĂŒr Men­schen­rechte“ gegen Coro­na-Regeln wie die Maskenpflicht angemeldet und genehmigt wor­den. Auch in Cot­tbus. Die Forderung, ĂŒber die dem­nach auch in der Lausitz an vorder­ster Front schweigend gere­det wer­den soll: „dass die Pan­demie von nationaler Trag­weite been­det wird, ohne Impf­stoff“. Das ste­ht im Aufruf, der im Inter­net ver­bre­it­et wird.
Als Lausitzer Ver­anstal­ter treten nach RUND­SCHAU-Infor­ma­tio­nen Cot­tbuser auf, die sich unter dem Namen „BĂŒrg­er fĂŒr BĂŒrg­er­rechte“ ver­sam­meln und gemein­sam mit der Alter­na­tive fĂŒr Deutsch­land (AfD) in der Stadt aktiv sind. Das wird von der Ver­anstal­tungs­be­hörde, der Polizei­di­rek­tion SĂŒd­bran­den­burg in Cot­tbus, aus GrĂŒn­den des Daten­schutzes wed­er bestĂ€tigt noch dementiert.
„BĂŒrg­er fĂŒr BĂŒrg­er­rechte“ Cot­tbus hat sich unter anderem auf dem Inter­net­por­tal Bitchute ver­bre­it­et. Auf der Plat­tform tum­meln sich rechts­gerichtete Grup­pen, deren Inhalte oft auf gĂ€ngi­gen Por­tal­en ges­per­rt werden.

Selbsternannter KĂ€mpfer fĂŒr Menschenrechte macht mobil

Einen „bun­ten Mix ver­schieden­er Men­schen“, die „fernab von allen poli­tis­chen Aus­rich­tun­gen, Eth­nien oder Einkom­mensver­hĂ€lt­nis­sen mit der Poli­tisierung des Coro­na-Virus und der daraus erfol­gten Ein­schrĂ€nkung unser­er Men­schen­rechte nicht ein­ver­standen sind“, kĂŒndigt dage­gen Chris­t­ian Vol­gmann aus dem beschaulichen Dorf Breest in Meck­len­burg-Vor­pom­mern fĂŒr die SchweigemĂ€rsche an.
Der Wer­betech­niker ist mit ein­er „mobilen Frieden­skam­pagne“ bun­desweit eben­so gefeiert wie belĂ€chelt wor­den. Vol­gmann hat Autos im ein­heitlichen Polizei­wa­gen-Design foliert und gegen Spenden auch BĂŒrg­er ani­miert, ihm dies gle­ich zu tun. Auf Demon­stra­tio­nen, bei denen sich Protest gegen den Staat vom Impfgeg­n­er bis zum pathol­o­gis­chen Ver­schwörungs­the­o­retik­er formiert, hat diese Kam­pagne auch Fahrt aufgenom­men. Unter anderem in Berlin, als sich „Quer­denker“ und „Coro­na-Rebellen“ im Som­mer auch mit Lausitzer Beteili­gung ver­sam­melt haben.

Demonstranten vereint gegen die Regierung

Gegen einen gemein­samen Feind: die Regierung, per­son­ifiziert in Bun­deskan­z­lerin Angela Merkel (CDU). Und der wird ver­bal auch zum Cot­tbuser Schweige­marsch krĂ€ftig der Marsch dahinge­hend geblasen, „dass mit drit­trangi­gen Infek­tion­ss­chutzverord­nun­gen keine erstrangi­gen Ver­samm­lungsrechte zu ver­sagen“ seien. Am Toten­son­ntag, der laut Bran­den­burg­er Feiertags­ge­setz unter beson­deren Schutz steht.
Die Ver­samm­lungs­be­hörde hat den Schweige­marsch in der Lausitz trotz­dem genehmigt. Das hohe Gut der Ver­samm­lungs­frei­heit ist stĂ€rk­er gewichtet wor­den, als der tra­di­tionelle gesellschaftliche Kon­sens, den Toten- oder Ewigkeitsson­ntag zum Abschluss des Kirchen­jahres als „stillen Feiertag“ zu bege­hen. Ban­ner, Laut­sprech­er und Musik sind allerd­ings unter­sagt wor­den. Und laut aktueller Coro­na-EindĂ€m­mungsverord­nung des Lan­des Bran­den­burg ist bei allen Ver­samm­lun­gen und Demon­stra­tio­nen fĂŒr alle Teil­nehmer verpflich­t­end ein Mund-Nasen-Schutz zu tra­gen. Zudem gilt das Abstands­ge­bot von anderthalb Meter zwis­chen den einzel­nen Teilnehmern.






Quelle: Inforiot.de