Mai 9, 2022
Von Indymedia
284 ansichten

Unter dem Vorwand des Infektionsschutzes wollte man uns den gerechtfertigten Protest untersagen. Damals lag die Inzidenz bei 50. Heute liegt sie bei ĂŒber 1000 und uns wird sogar das Maske tragen verboten. Dabei zeigt sich wiedereinmal, dass sich die Herrschenden nicht fĂŒr die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Klasse interessieren. Die Maßnahmen folgten einer reinen Profitlogik und damit dem Interesse der Kapitalisten. Die Berge an Geld, HĂ€usern und Jachten der Reichen sind in der Krise immer weitergewachsen. Die Last mussten natĂŒrlich dieArbeiter*innen tragen. Wir alle mussten die EinschrĂ€nkung in unserem privaten Leben hinnehmen. Aber die Fabriken und Betriebe liefen wie gewohnt weiter. Oft erhielten sie noch zusĂ€tzliche Hilfezahlungen. WĂ€hrend wir uns unsere Miete nicht mehr leisten konnten, erhielt die Lufthansa 9 Mrd. € aus Steuergeldern. Schulen wurden geschlossen! Kulturelle Veranstaltungen fanden nicht mehr statt! Dazu gab es KontaktbeschrĂ€nkungen bis hin zu Ausgangssperren. Aber schuften mussten wir weiter! Ob in GroßraumbĂŒros, Fabriken oder KrankenhĂ€usern, oftmals ohne ausreichenden Schutz.

Und all dies musste durch ein völlig kaputt gespartes Gesundheitssystem und kaum vorhandenes Sozialsystem aufgefangen und kompensiert werden. Darunter hatten vor allem die PflegekrĂ€fte und ihre Patient*innen zu leiden. Doch außer etwas Applaus und einige leere Lippenbekenntnisse gab es hierfĂŒr keinerlei Anerkennung. Die ĂŒber 130.000 Corona Toten hat nicht zuletzt auch die kaputte und korrupte Regierung zu verantworten. 

Parallel formierte sich die sogenannte Querdenker Bewegung. Ein Sammelbecken fĂŒr Antisemitische Verschwörungsideologen, Coronaleugner, ReichsbĂŒrger und allerlei anderes rechtes Gedankengut. Aber auch organisierte Faschisten und Neonazis fanden dort Anschluss. So wurde es ihnen ermöglicht Ihre Menschenverachtende Ideologie in eine breitere Öffentlichkeit zu tragen. Hier mĂŒssen wir jedoch auch selbstkritisch sein. Zu lange wurden die Querdenker als einfache Spinner und verrĂŒckte abgetan. Die Gefahr, die von Ihnen ausgeht, wurde lange unterschĂ€tzt. Die StĂ€rke der Querdenken Bewegung ist auch ein Resultat der SchwĂ€che der radikalen Linken. Sie schwankte zwischen Staatshörigkeit und Ohnmacht.

Es fehlte oft eine klare Analyse der VerhĂ€ltnisse. Wir brauchen eigene Positionen, die wir konsequent vertreten, und dĂŒrfen nicht einfach die Positionen der Herrschenden ĂŒbernehmen. Und diese Positionen haben wir! Wir sind die Arbeiter*innenklasse! Wir haben die Folgen und Kosten zu tragen! Die Lebensmittelpreise steigen, Energiekosten steigen, Verkehr und Wohnen wird immer teurer aber unsere Löhne bleiben gleich.

Unsere Aufgabe als Marxist*innen ist es die Gesellschaft als ganzes zu begreifen und Antworten zu finden, fernab von der vermeintlichen bĂŒrgerlichen Mitte und rechter Hetze. Wir laufen nicht mit den GrĂŒnen, wir laufen nicht mit der SPD, wir laufen mit unserer Klasse und fĂŒr die befreite Gesellschaft.

Wie wichtig eine klare Analyse der VerhĂ€ltnisse ist, zeigt sich auch heute wieder. Unsere Antwort auf den Überfall auf die Ukraine durch Putin und den Kremel kann nicht die NATO sein. Erst recht kann sie nicht die UnterstĂŒtzung faschistischer Nazi Bataillone sein. Wir mĂŒssen uns an die Seiter der russischen und ukrainischen Arbeiterinnen und Arbeiter stellen. Denn sie sind es, die die Auswirkungen des Krieges als erstes zu spĂŒren bekommen.

Wir mĂŒssen dem Kriegsgeheul der reaktionĂ€ren Parteien eine klare und laute Antwort entgegensetzen. Denn hinter Ihm steht nichts als das Interesse des Kapitals. Wir mĂŒssen eine solidarische Kultur des Miteinander etablieren und uns nicht weiter als Klasse spalten lassen. Wir mĂŒssen unsere Debatten und Themen auf die gesamte Gesellschaft ausweiten. In den Schulen, Betrieben, Unis und Vereinen. Das private ist politisch und unsere Aufgabe als revolutionĂ€re Linke ist es diesen politischen Kampf tĂ€glich zu fĂŒhren.

Wie bereits vor 100 Jahren mĂŒssen wir uns die Frage stellen: Sozialismus oder Barbarei? Rosa Luxemburg, von der diese Frage stammt, hatte eine klare Antwort und musste dafĂŒr mit ihrem Leben bezahlen. Sie und Ihre Genoss*innen fĂŒhrten diesen Kampf konsequent und mit allen Mitteln. Lasst  sie uns nicht vergessen und Ihren Kampf fortsetzen. Den Kampf fĂŒr eine Befreite Gesellschaft. SolidaritĂ€t ist eine starke Waffe doch nicht unsere einzige. Lasst uns den Herrschenden zeigen was wir von Ihnen halten, nicht nur am 1 Mai, sondern jeden Tag, bis wir siegen.

Hoch die internationale SolidaritÀt!




Quelle: De.indymedia.org