November 25, 2020
Von Solidarische Aktion
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Wir werden am nĂ€chsten Samstag auf unserer Kundgebung ĂŒber soziale KĂ€mpfe sprechen. Diese KĂ€mpfe sind dringend notwendig, denn mit der Krise verschĂ€rft sich die soziale Ungleichheit. WĂ€hrend Großunternehmen staatliche UnterstĂŒtzung in der Corona- Krise bekommen, gehen Einkommensarme leer aus.

Adidas erhĂ€lt einen milliardenschweren Staatskredit. Die Lufthansa will Staatsgelder und hat eine Liste ihrer Tochtergesellschaften mit Sitz in Steueroasen veröffentlicht. Durch Steueroasen entgehen dem Staat insgesamt pro Jahr etwa 50 Milliarden Euro. Weiße-Kragen-KriminalitĂ€t wird nicht geahndet. Die Autoindustrie fordert vom Staat eine KaufpreisprĂ€mie und will trotzdem Dividenden ausschĂŒtten. FĂŒr die Manager gibt es Boni, fĂŒr die Arbeiter Kurzarbeit.

Und wer soll es bezahlen? Das sagt uns Friedrich Merz. Er will CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler werden. DafĂŒr hat er seinen Job im Aufsichtsrat von BlackRock aufgegeben. BlackRock ist mit 7,4 Billionen US-Dollar der weltweite grĂ¶ĂŸte Vermögensverwalter. Merz verdient im Jahr eine Millionen Euro Brutto. Er hat Immobilien am Tegernsee und zwei Flugzeuge.

Friedrich Merz hat nun gefordert, dass nach der Corona- Krise alle Sozialleistungen ĂŒberprĂŒft werden, ob sie notwendig seien. Die Einkommensarmen mĂŒssen von 432 Euro im Monat leben und haben in der Krise nichts bekommen, obwohl ein Corona-Zuschlag von 100 Euro gefordert wurde.

Und vor allem bezahlen das Ganze die Lohnarbeitenden. Zum Beispiel die Krankenschwestern, Pfleger*innen, VerkÀufer*innen, LKW-Fahrer, all jene, die nicht im Homeoffice arbeiten können. Die in der Corona-Krise dringend gebraucht werden, die jetzt gesundheitlich stark gefÀhrdet sind, aber kaum von ihren Löhnen leben können. Besonders ausgebeutet werden migrantische Arbeiter, die als Erntehelfer oder in der Fleischindustrie arbeiten.

Am nĂ€chsten Samstag haben wir die Erwerbsloseninitiative Basta und die Basisgewerkschaft FAU angefragt ĂŒber ihre Sicht der Ding zu reden. Uns steht eine große Krise bevor und die Frage ist, wer sie bezahlt. Wir wollen, dass es die sind, die in diesem System profitieren. Deswegen ist unser Motto nĂ€chste Woche: jetzterstrecht – Soziale KĂ€mpfe!




Quelle: Solidarischeaktion.blogsport.eu