MĂ€rz 17, 2021
Von FAU Flensburg
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Nach Berichten ĂŒber ein möglicherweise erhöhtes Thrombose-Risiko durch den AstraZeneca-Impfstoff setzte die Bundesregierung gestern die Impfung mit dem PrĂ€parat aus. Doch zugleich hĂ€lt sie an der Öffnung von Schulen, Kitas und GeschĂ€ften fest – wĂ€hrend die dritte Welle laut RKI an Fahrt aufnimmt.

Seit vergangener Woche haben mehrere Staaten international die Verimpfung des von AstraZeneca entwickelten Covid-19-Impfstoffs ausgesetzt, nachdem Hinweise auf ein möglicherweise erhöhtes Thromboserisiko eingegangen waren. Darunter DĂ€nemark, Island, Norwegen, Spanien, Italien, die Niederlande, Frankreich – und gestern auch Deutschland.

Mit der AnkĂŒndigung durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn folgte die Bundesregierung der Empfehlung des fĂŒr Impfstoffe zustĂ€ndigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Dieses hatte eine „auffĂ€llige HĂ€ufung“ von „sehr seltenen Hirnvenenthrombosen“ in einem zeitlichen Zusammenhang zur Verabreichung des AstraZeneca-Impfstoffs gesehen. Jedoch wurde bisher in keinem der LĂ€nder eine ursĂ€chliche Beziehung zur Impfung nachgewiesen. Entsprechend hĂ€lt die EuropĂ€ische Arzneimittelbehörde EMA, der insgesamt 30 FĂ€lle von Blutgerinnungsstörungen bei einer Gesamtzahl von ca. fĂŒnf Millionen Geimpften gemeldet worden waren, ihre Empfehlung fĂŒr den AstraZeneca-Impfstoff bisher aufrecht, ebenso die WHO. Noch vergangene Woche war auch das PEI derselben Meinung: „Es gibt derzeit keinen Hinweis, dass die Impfung diese Erkrankungen verursacht hat.“ Und diese Anzahl der FĂ€lle sei „nicht höher als die Zahl der thromboembolischen Ereignisse, die statistisch zufĂ€llig in der Bevölkerung auch ohne Impfung vorkommen wĂŒrden“.

Die Entscheidung der Bundesregierung stieß auf viel Kritik, wie der Deutschlandfunk-Wissenschaftsredakteur Volkart Wildermuth erklĂ€rte: „WĂ€hrend der mögliche und sehr seltene Zusammenhang von Thrombosen mit der Verimpfung von AstraZeneca untersucht wird, stecken sich mehr Menschen an, entwickeln einige von ihnen COVID-19. Und dabei, das ist wirklich gut kommentiert, kommt es hĂ€ufig zu Thrombosen. So wird gerade der Wunsch, Risiken zu vermeiden, selbst zur Gefahr.“

Die Regierung spielt mit unserer Gesundheit – und öffnet im Interesse der Konzerne

Wir wollen an dieser Stelle keine wissenschaftliche EinschĂ€tzung ĂŒber die Nebenwirkungen des AstraZeneca-Impfstoffs wagen. In jedem Fall ist eines klar: Die bisherige – eh schon katastrophale – Impfstrategie der Bundesregierung löst sich immer mehr in Luft auf. Und wĂ€hrend die Bundesregierung bezĂŒglich des Impfstoffs „auf Nummer sicher“ gehen will, hĂ€lt sie an der Öffnung von Schulen, Kitas und GeschĂ€ften fest. Wie „sicher“ ist die weitere Öffnung, wenn die Impfstoffe ausbleiben?

Doch damit nicht genug: Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI), welches die Corona-Zahlen ĂŒberwacht, hat die dritte Welle der Pandemie lĂ€ngst begonnen. Der RKI-Epidemiologe Dirk Brockmann sagte im ARD-Morgenmagazin, die Ausbreitung des Virus habe im Vergleich zur Vorwoche um 20 Prozent zugenommen. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz liegt wieder bei 82,9, wĂ€hrend sie vor vier Wochen noch bei 59 gelegen hatte.

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Quelle: Fau-fl.org