MĂ€rz 22, 2021
Von Fairmuenchen
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„ war Pazifistin und gehörte 1914 zu den ersten erklĂ€rten Kriegsgegnerinnen mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Als MitbegrĂŒnderin der MĂŒnchener USPD organisierte sie gemeinsam mit , Hans Unterleitner, Richard KĂ€mpfer u. a. im Januar 1918 im Rahmen der Januarstreik-Aktionen einen Streik von ca. 3000 MĂŒnchner Munitionsfabrikarbeitern zur Durchsetzung des allgemeinen Friedens und wurde am 1. Februar 1918 wegen Landesverrats verhaftet.[6]“ Sonja Lerch https://de.wikipedia.org/wiki/Sonja_Lerch

Steckbriefe: http://raete-muenchen.de/steckbriefe-kurt-eisner-und-genossinnen

theresienwieseFr | 26 | MĂ€rz | 2021 | 19:00 UHR | Kulturhaus Neuperlach  LIVESTREAM

Revolution: „Wer stört die Ordnung“?

Lesung | Film | Diskussion

Die Autorin Cornelia Naumann liest aus ihrem Roman “Der Abend kommt so schnell” ĂŒber das Leben der vergessenen MĂŒnchner RevolutionĂ€rin Sarah Sonja Lerch. Im Anschluss diskutiert sie mit Filmemacherin Uli Bez, die den Film „Es geht durch die Welt ein GeflĂŒster“ ĂŒber ZeitzeugInnen der bayerischen Revolution und Republik 1918/19 gedreht hat. Anhand ausgewĂ€hlter Einspieler aus dem Film beleuchten sie die Rolle von Frauen in der Revolution und gehen der Frage nach:  Welche Bedeutung hat das RĂ€temodell fĂŒr die heutige Zeit? Mit anschließendem PublikumsgesprĂ€ch.

Moderation: Bahar Auer, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin KulturBunt Neuperlach e.V.

Ablauf: 

19:00 BegrĂŒĂŸung durch Bahar Auer, KulturBunt Neuperlach e.V.

19:05 Lesung von Cornelia Naumann 
19:30 PublikumsgesprÀch mit Uli Bez und Cornelia Naumann

Die Live-Online-Veranstaltung findet im Kulturhaus Neuperlach statt und ist kostenlos ohne Voranmeldung ĂŒber die KulturBunt-KanĂ€le auf Facebook und YouTube zugĂ€nglich.
Den Film „Es geht durch die Welt ein GeflĂŒster“ von Uli Bez gibt es bereits im Vorfeld auf YouTube zu sehen.
Die Ausstellung „„Sarah Sonja Lerch – MĂŒnchens vergessene RevolutionĂ€rin“ von Cornelia Naumann und GĂŒnther Gerstenberg kann nach Anmeldung im Kulturhaus besichtigt werden. Weitere Infos 

ES GEHT DURCH DIE WELT EIN GEFLÜSTER

7. November 1918. RevolutionĂ€re Nacht in MĂŒnchen. Nach einer Großdemo fĂŒhrt Kurt Eisner die Menschenmenge zu den Kasernen. Die kriegsmĂŒden Soldaten laufen sofort ĂŒber. Der König samt Entourage flieht. Ohne Blutvergießen wird der Freistaat Baiern geboren.

In der Folge kĂ€mpfen revolutionĂ€re und reaktionĂ€re KrĂ€fte mit allen Mitteln um die Macht. Eisner wird ermordet. Zwei RĂ€terepubliken sind von nur kurzer Dauer. Die junge Demokratie ist verletzlich und scheitert, wird blutig niedergeschlagen. Es geht durch die Welt ein GeflĂŒster entstand 1988 und verwebt zeitgeschichtliche Filmdokumente und Interviews.

Zu Wort kommen die damals bereits hochbetagten Zeitzeug*innen aus dem anarchistischen, kommunistischen, sozialistischen und anarcho-syndikalistischen Spektrum wie Benno Scharmanski, Centa Herker, Hugo Jakusch, Sophie Radischnigg, Minna Dittenheber, Emil Meier und Peter Lichtinger.

Sie sind Kinder und Jugendliche aus dem sozialdemokratischen Arbeitermilieu, die die Revolution aus der NÀhe erlebt haben, mir ihr sympathisierten oder mitgekÀmpften. WÀhrend der Nazidiktatur wurden sie verfolgt, ins KZ gesperrt und gefoltert.

Im Film werden die Errungenschaften der Revolution ebenso thematisiert wie ihr Scheitern. Dazu gehören die Verwerfungen innerhalb der Linken wie auch die Heldinnen der Frauenbewegung; zuvorderst das Lesbenpaar Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, die RevolutionĂ€rinnen Hilde Kramer, Zenzl MĂŒhsam, Sarah Sonja Lerch und Hedwig KĂ€mpfer, einzige Richterin im Revolutionstribunal.

FĂŒr diejenigen, die heute fĂŒr eine gerechte Gesellschaft kĂ€mpfen wirft „Es geht durch die Welt ein GeflĂŒster“ brisante politische Fragen auf: Welche Utopien brauchen wir heute? Was tun, wenn die Freiheit auf der Straße liegt? In welcher Welt wollen wir leben?

Buch & Regie: Uli Bez D 1989/Neufassung 2019 75 Min./DVD mit Bonusmaterila 80 Min.
Kamera: Petra Gerschner Ton: Michael Backmund Recherchekollektiv: Ulrike Bez Petra Gerschner Michael Backmund
Produktion: Peider A. Defilla/B.O.A. und Ulrike Bez www.esgehtdurchdiewelteingefluester.de

Die Interviews mit den Zeitzeug*innen sind 1988 in kollektiver Zusammenarbeit von Ulrike Bez, Petra Gerschner und Michael Backmund entstanden, um die Berichte und Erfahrungen der wenigen noch lebenden Augenzeug*innen zu bewahren und weiterzugeben.
Als filmische Dokumente sind die Interviews in voller LĂ€nge im Lernforum des NS-Dokumentationszentrum MĂŒnchen zu sehen.

Du darfst mich gern verfolgen …




Quelle: Fairmuenchen.de