Mai 10, 2022
Von Indymedia
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Zum 1. Mai 2022 schlossen sich zum ersten mal seit langem linksradikale Strukturen zu einer Initiative zusammen, um auf der vom DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) angemeldeten Demonstration einen antikapitalistischen Block zu bilden.

Ziel der Initiative um die Gruppen IL Aschaffenburg, FAU-Sektion Aschaffenburg, Riseup4Rojava, A’Burger Linksjugend und der Bewegungsmelder Redaktion war zum einen eine ganzheitliche, umfassende und radikale Kapitalismuskritik zu artikulieren. Auch war uns wichtig, den 1. Mai als Kampftag der Arbeiter*innen ins kollektive GedĂ€chtnis zurĂŒckzubringen, was die Sonntagsparade des DGB in unseren Augen nicht leisten kann oder eher will. Es folgte eine eigene Mobilisierung unter dem Motto „Alle gegen Alle? Nicht mit uns!“ ĂŒber soziale Medien, Plakate und Flyer.

Vor der Demo organisierten wir relativ spontan ein gemeinsames FrĂŒhstĂŒck, von dem aus wir uns gemeinsam auf den Weg zum Auftaktpunkt begaben.

Auf der Demonstration schafften wir es, im Block etwa 60 Menschen zu sammeln. WĂ€hrend der Demo wurden gemeinsam Parolen skandiert und ĂŒber ein Soundsystem neben Musik vier RedebeitrĂ€ge abgespielt, die die Notwendigkeit einer antikapitalistischen Kritik aus verschiedenen Perspektiven beleuchten sollten. Optisch war es ein sehr bunter Block mit vielen Fahnen, Schildern und mehreren thematischen Transparenten.

Direkt im Anschluss öffneten wir den Biergarten des Stern e.V., um dort die Teilnehmenden mit kleinen Snacks, Kaffee und einem Infostand zu versorgen.

Trotz ein paar technischer Probleme und einer leicht chaotisch wirkenden Formierung können wir das Fazit ziehen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Es saßen politische Gruppen an einem Tisch, die lange nicht aktiv zusammengearbeitet hatten und wir konnten uns und der Szene zeigen, dass es auch in Aschaffenburg möglich ist große Aktionen zu organisieren. Der 1. Mai ist ein guter Anfang, an den es anzuknĂŒpfen gilt.

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Quelle: De.indymedia.org