September 16, 2021
Von Revista BUNA
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Von KM (Einleitung und Übersetzung)

Foto: Christopher Glanzl

In Österreich wurde vor eineinhalb Jahrzehnten die Ausbeutung von Betreuer:innen pflegebedĂŒrftiger Menschen gesetzlich verankert. Damit wurde ein System systematischer Ausbeutung und Diskriminierung von Arbeiter:innen aus Ostmitteleuropa geschaffen, von dem lediglich die österreichischen Vermittlungsagenturen profitieren.

Im Jahr 2018 haben 24h-Betreuer:innen aus RumĂ€nien begonnen, sich in einer Facebook-Gruppe ĂŒber besonders ausbeuterische Agenturen auszutauschen. Daraus ist DREPT pentru Ăźngrijire (RECHT fĂŒr die Pflege), ein selbstorganisiertes Netzwerk von 24h-Betreuer:innen und Aktivist:innen entstanden. Im August 2020 grĂŒndete DREPT einen Verein und kurz darauf mit der slowakischen IniciatĂ­va za zlepĆĄenie podmienok v 24h opatrovanĂ­ (Initiative zur Verbesserung der Bedingungen in der 24-Stunden-Pflege) den Dachverband IG24.

Dies ist eine deutschsprachige Übersetzung eines auf LeftEast erschienenen englischsprachigen Artikels, in dem eine Betreuerin aus RumĂ€nien ĂŒber Arbeitsbedingungen, Selbstorganisation und Existenznöte wĂ€hrend der Covid19-Pandemie berichtet.

Post(pandemische) KĂ€mpfe in der sozialen Reproduktion: RumĂ€nische 24h-Betreuer:innen in Österreich – Ausbeutung und Selbstorganisierung

Von Cornelia Igas, 13. Januar 2021

Der vorliegende Text wurde gemeinsam von der Redaktion der Internetseite LeftEast und der Plattform Transnational Social Strike herausgeben und ist Teil einer Reihe von Publikationen und Webinaren zu den Themen soziale Reproduktion, (Frauen-)Arbeit und Migration in Ostmitteleuropa und darĂŒber hinaus. Das Ziel der Reihe ist es, das Bewusstsein fĂŒr die KĂ€mpfe um Arbeits-, Reproduktions- und Migrant:innenrechte zu schĂ€rfen, sowie fĂŒr die Situation von Frauen in der Gesellschaft und wie diese durch den Ausbruch der COVID-19-Pandemie beeintrĂ€chtigt wurde. Die Publikationen und Webinare werden in Zusammenarbeit zwischen dem bulgarischen linken feministischen Kollektiv LevFem und der Plattform Transnational Social Strike koordiniert und von der Friedrich Ebert Stiftung – Bulgarien gefördert. Die meisten Teilnehmer:innen der Reihe sind Teil des neu entstandenen Netzwerks EAST (Essential Autonomous Struggles Transnational), das Aktivist:innen und Arbeiter:innen in/aus Ostmitteleuropa vereint. FĂŒr weitere Informationen kannst du das Netzwerk unter essentialstruggles@gmail.com kontaktieren. Das Verbreiten von Artikeln aus dieser Serie ist unter der Bedingung erlaubt, dass auf die ursprĂŒngliche Publikationsquelle verwiesen wird.

Foto: Ileana Ion

Mein Name ist Cornelia Igas.

Ich bin 38 Jahre alt, komme aus RumĂ€nien und arbeite als 24-Stunden-Betreuerin in Österreich. Anfang dieses Jahres habe ich mich der Plattform DREPT – Interessengemeinschaft fĂŒr 24h-Betreuer:innen in Österreich angeschlossen und bin seitdem in der Organisierung von migrantischen PflegekrĂ€ften aktiv. Unsere Gruppe hat vor kurzem auch formal eine NGO gegrĂŒndet und nimmt langsam und informell die Rolle einer Gewerkschaft fĂŒr rumĂ€nische 24-Betreuer:innen ein: Wir bieten Beratung und UnterstĂŒtzung fĂŒr PflegekrĂ€fte in Not, wir kommunizieren ĂŒber soziale Medien alle relevanten Informationen ĂŒber die Rechte der Arbeiter:innen, wir bieten Krisenintervention und Konfliktvermittlung, wir machen politische Lobby- und Medienarbeit und wir arbeiten mit staatlichen Institutionen zusammen, um die Arbeitsbedingungen fĂŒr uns alle zu verbessern.

Gemeinsam mit meinen anderen rumĂ€nischen Kolleg:innen und unseren engagierten Aktivist:innen kĂ€mpfen wir mit DREPT fĂŒr bessere Arbeitsrechte und höhere, gerechtere Löhne fĂŒr alle migrantischen 24h-Betreuer:innen in Österreich! Wir fordern die Abschaffung des Systems der SelbststĂ€ndigkeit und regulĂ€re BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse mit normalen ArbeitsvertrĂ€gen – damit auch wir vor Missbrauch und Ausbeutung am Arbeitsplatz geschĂŒtzt sind!

Über 24h-Betreuung in Österreich. Die Mobilisierung von rumĂ€nischen PflegekrĂ€ften.

24h-Betreuung umfasst Dienstleistungen der Pflege und persönlichen Assistenz fĂŒr kranke und Ă€ltere Menschen in ihren eigenen vier WĂ€nden. Die fast 60.000 24h-Betreuer:innen, die in diesem System in Österreich arbeiten, sind fast ausschließlich Migrantinnen aus osteuropĂ€ischen LĂ€ndern.

RumĂ€nische PflegekrĂ€fte stellen die grĂ¶ĂŸte in Österreich tĂ€tige Gruppe dar: rund 33.000 Personen sind in diesem Bereich tĂ€tig. Transportunternehmen bringen uns in vollgepackten Kleinbussen nach Österreich. In Österreich arbeiten wir zwei, drei oder vier Wochen lang am StĂŒck, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Nicht einmal die NĂ€chte gehören uns, denn wir mĂŒssen in Rufbereitschaft bleiben, falls unsere Kund:innen unsere Hilfe benötigen. Viele von uns kommen nicht einmal in den Genuss einer Mittagspause. In vielen FĂ€llen haben wir nicht viel PrivatsphĂ€re, wĂ€hrend wir im Haus der Patient:innen sind, und in extremeren FĂ€llen teilen sich die PflegekrĂ€fte ein Zimmer mit der Person, die sie betreuen, damit sie die ganze Nacht ĂŒber erreichbar sind. Viele PflegekrĂ€fte werden gebeten, ĂŒber ihre Pflichten hinauszugehen und sich nicht nur um jene Person zu kĂŒmmern, fĂŒr die sie eingestellt wurden, sondern auch um weitere Menschen.

Nach Beendigung unserer Schichten kehren wir fĂŒr die gleiche Zeit, die wir gearbeitet haben, nach Hause zurĂŒck. Zu Hause kommen wir wieder zu KrĂ€ften und verbringen Zeit mit unseren Lieben.

Unsere Arbeit ist sehr hart, sowohl körperlich, als auch emotional und psychisch. Unsere Kund:innen leiden an verschiedenen psychischen Erkrankungen wie Demenz oder Alzheimer, sind zum Teil sehr eingeschrĂ€nkt oder gar nicht mobil und es ist keine leichte Aufgabe, eine ganze Schicht lang rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche bei ihnen, in ihren vier WĂ€nden, zu sein. Wir arbeiten rund um die Uhr und sind auch in den NĂ€chten in Rufbereitschaft. FĂŒr diese Arbeit verdienen wir zwischen zwei und fĂŒnf Euro pro Stunde, was weniger ist als der Mindestlohn in den meisten LĂ€ndern der EuropĂ€ischen Union.

24h-Betreuer:innen in Österreich arbeiten als Freiberufler. Wir sind alle selbstĂ€ndig, da dies die einzige Arbeitsform ist, die von den österreichischen Behörden in der Altenpflegebranche erlaubt ist. Dies schließt uns von allen Sozialleistungen aus, wie z. B. der Arbeitslosenversicherung, bezahltem Urlaub, bezahltem Krankenstand sowie jeglichem Rechtsschutz und KollektivvertrĂ€gen durch Gewerkschaften oder die Arbeiterkammer. Dieses System bietet uns auch keinen Schutz, wenn wir mit Ausbeutung und Missbrauch am Arbeitsplatz konfrontiert werden. Außerdem sind wir als SelbststĂ€ndige offiziell Mitglieder der Wirtschaftskammer Österreich, die theoretisch unsere Interessen vertreten sollte. Die Wirtschaftskammer vertritt aber die Interessen aller Unternehmen und damit auch die Interessen der Vermittlungsagenturen, mit denen die meisten unserer Konflikte ausgetragen werden.

Es ist keine Übertreibung, dass das Schlimmste in diesem Arbeitsbereich die Vermittlungsagenturen sind, die unsere Bezahlung bestimmen, unsere Kund:innen auswĂ€hlen und unsere Schichten diktieren. Sie zwingen uns, missbrĂ€uchliche ArbeitsvertrĂ€ge zu unterschreiben, meist unter starkem Druck, nach zig Stunden Reisezeit und ohne Möglichkeit der Verhandlung. Manchmal sind diese VertrĂ€ge nur auf Deutsch verfasst, und meistens reichen die Deutschkenntnisse der PflegekrĂ€fte nicht aus, um die VertrĂ€ge, die sie unterschreiben mĂŒssen, zu verstehen und zu verhandeln.

In der nĂ€chsten Phase zwingen Vermittlungsunternehmen die in RumĂ€nien angeworbenen PflegekrĂ€fte, den Transport durch ein von ihnen beauftragtes Unternehmen zu akzeptieren, wodurch die Möglichkeit der Betreuer:innen eingeschrĂ€nkt wird, die von ihnen bevorzugten Transportunternehmen und Transportmittel zu wĂ€hlen. In einigen FĂ€llen wurden Kolleg:innen bei UnfĂ€llen schwer verletzt. Die UnfĂ€lle waren darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass mĂŒde, ĂŒberarbeitete Fahrer:innen dazu gedrĂ€ngt wurden, PflegekrĂ€fte ohne ausreichende Ruhezeiten nach Österreich und zurĂŒck zu transportieren.

In vielen FĂ€llen werden den 24h-Betreuer:innen die VertrĂ€ge erst nach ihrer Ankunft in Österreich vorgelegt, wo sie unter starkem Druck stehen, sie zu unterschreiben und praktisch keine Möglichkeit haben, nach RumĂ€nien zurĂŒckzukehren, wenn sie die Unterschrift verweigern wĂŒrden.

Die Vermittlungsfirmen verwalten auch unsere Finanzen. DafĂŒr kassieren sie hohe Provisionen, nicht nur von uns, sondern auch von den Familien unserer Kund:innen. Viele Probleme entstehen durch ihre „Interessensvertretung“. Bei Konflikten zwischen Vermittlungsagenturen und Betreuer:innen kommt es zu einem klaren Interessenkonflikt, da die Wirtschaftskammer in der Position ist, beide Seiten zu vertreten. In der RealitĂ€t passiert nichts und die Betreuer:innen sind völlig schutzlos ausgeliefert.

Du siehst also, unsere einzige Lösung ist Selbstvertretung und Selbstorganisation. DREPT fĂŒllt in diesem Sinne eine LĂŒcke aus. Die wichtige Arbeit, die die Mitglieder innerhalb von DREPT leisten, ist freiwillig. Wir versuchen also, diese Arbeit irgendwie unterzubringen, wĂ€hrend wir unsere Jobs, unser Privatleben, unsere Familien und unsere Freizeit jonglieren. Aber trotzdem versuchen wir, den Kolleg:innen in Not zu helfen. Denn wir wissen, dass es sonst niemanden gibt, der helfen wird.

Neben dem Aufbau einer Gemeinschaft, in der 24h-Betreuer:innen UnterstĂŒtzung und Rat erhalten und sich weniger allein fĂŒhlen, bemĂŒhen wir uns, unsere Mitglieder und andere PflegekrĂ€fte ĂŒber die ihnen zustehenden Rechte und Sozialleistungen zu informieren.

Auf unserer Facebook-Seite posten wir relevante Informationen vom österreichischen Staat, wir teilen Informationen ĂŒber ReisebeschrĂ€nkungen, wir setzen uns fĂŒr Themen ein, die uns betreffen, wie zum Beispiel das Recht, fĂŒr unsere Kinder das gleiche Kindergeld wie österreichische Kinder zu erhalten, und wir diskutieren die besten Reformstrategien fĂŒr unsere Branche. Wir bemĂŒhen uns auch, Mitglieder, die Missbrauch am Arbeitsplatz erfahren, zu unterstĂŒtzen, wie z.B. bei Zahlungsverweigerung durch Vermittlungsagenturen, und bieten Rat und Hintergrundwissen zu Themen, die PflegekrĂ€fte betreffen – welche Dinge zu beachten sind, bevor man einen Vertrag mit einer Vermittlungsfirma unterschreibt, wie man die Zusammenarbeit mit ihnen beendet, wie man sicherstellt, dass PflegekrĂ€fte die VertrĂ€ge verstehen, die sie unterschreiben sollen, und dass die Vertragsklauseln zufriedenstellend sind, usw. Wir tauschen auch Informationen ĂŒber missbrĂ€uchliche Vermittlungsagenturen aus, wir kĂŒmmern uns umeinander und bieten Rat und UnterstĂŒtzung in Situationen, in denen PflegekrĂ€fte gezwungen sind, ihre Rechte einzufordern.

Pflegearbeit wÀhrend Covid-19

Im Bereich der Pflegearbeit erlebten wir den Lockdown sehr schnell und plötzlich. Es gab keine Zeit, sich darauf vorzubereiten, Vorkehrungen zu treffen, Lösungen zu finden. Als die Grenzen geschlossen wurden, war die HĂ€lfte der 24h-Betreuer:innen zu Hause in RumĂ€nien gefangen und sah sich plötzlich mit der Tatsache konfrontiert, dass sie kein Einkommen hatten und fĂŒr eine unklare Zeit nicht zur Arbeit fahren konnten. Die andere HĂ€lfte meiner Kolleg:innen saß an ihrem Arbeitsplatz in Österreich fest – in einem fremden Haus, bei ihren Kund:innen, ohne zu wissen, wann und ob das alles vorbei sein wird. Sie hatten keine andere Wahl, als weiter zu arbeiten und ihre Schichten auf unbestimmte Zeit zu verlĂ€ngern, bis die Grenzen wieder geöffnet werden wĂŒrden. Sowohl die PflegekrĂ€fte, die zu Hause in RumĂ€nien waren, als auch jene, die an ihrem Arbeitsplatz in Österreich waren, verbrachten lange Zeit damit, keine Informationen darĂŒber zu haben, wie sich der Lockdown und die Grenzschließungen auf jeden von uns auswirken werden. Und das ohne jegliche UnterstĂŒtzung vom rumĂ€nischen oder österreichischen Staat. Dann passierte der Wahnsinn: NatĂŒrlich geriet das gesamte Betreuungs-System in Österreich in eine Krise: Es gab nicht genĂŒgend PflegekrĂ€fte und die, die an ihrem Arbeitsplatz festsaßen, brannten aus.

Der Staat improvisierte Lösungen: WĂ€hrend alle aufgefordert wurden, zu Hause zu bleiben, rĂ€umlichen Abstand zu halten und unnötige Reisen zu vermeiden, wurden die 24h-Betreuer:innen mit CharterflĂŒgen und eigens organisierten Zugkorridoren nach Österreich gebracht. Unter diesen Bedingungen war das Infektionsrisiko hoch, aber unser finanzielles Risiko war noch höher: Die QuarantĂ€nekosten wurden immer den PflegekrĂ€fte ĂŒberantwortet, wĂ€hrend dies eigentlich die Aufgabe des Staates sein sollte. Wir hĂ€tten bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne fĂŒr Reisen und grenzĂŒberschreitendes Arbeiten wĂ€hrend einer Pandemie bekommen mĂŒssen.

WĂ€hrend dieser Zeit hat DREPT gefordert, dass die PflegekrĂ€fte fĂŒr die zwei Wochen QuarantĂ€ne, die wir einhalten sollten, bezahlt werden, dass die PflegekrĂ€fte eine faire EntschĂ€digung fĂŒr die risikoreiche Arbeit, die wir verrichteten, erhalten, dass die Provisionen, die an Vermittlungsagenturen gezahlt werden, fĂŒr die Dauer der Pandemie ausgesetzt werden und dass das Kinderbetreuungsgeld fĂŒr unsere Kinder den Leistungen entspricht, die österreichische Kinder erhalten, unter BerĂŒcksichtigung unseres Beitrags zur österreichischen Gesellschaft. Aber alles, was wir bekamen, waren unnötige BĂŒrokratie, systematische HĂŒrden und Applaus. Applaus ernĂ€hrt unsere Familien nicht und er verhindert kein Burnout.

Wie wir Covid-19 ĂŒberstanden: Wir haben als Familie zusammengehalten.

WĂ€hrend der schwierigen Zeit der Corona-Krise, als der Lockdown verordnet und die Grenzen geschlossen wurden, war ich zu Hause, in RumĂ€nien, bei meiner Familie. Vielleicht werden Sie denken, dass es besser war, weil ich wenigstens zu Hause war und nicht weit weg von meiner Familie arbeitete, ohne die Möglichkeit zurĂŒckzukehren. Aber die Sache ist die, dass es gar nicht so einfach war, wie es vielleicht scheint. Auch in meinem Land wurde alles immer schlimmer, was die Zahl der Corona-Infektionen anging, und alles wurde immer teurer, jeden Tag. Und ich hatte kein Einkommen. Mein Ehemann war auch drei Wochen lang arbeitslos. Ich konnte nicht arbeiten, weil ich wegen der ReisebeschrĂ€nkungen nicht nach Österreich reisen konnte und es gab keine klaren Informationen, wann sich das Ă€ndern wĂŒrde oder wie lange wir unter diesen Bedingungen ĂŒberleben mĂŒssten. Aber trotzdem haben wir als Familie zusammengehalten und diese harten Zeiten ĂŒberstanden. Das war das Beste an der ganzen Sache.

Das Schlimmste war, dass ich nicht arbeiten und unser regelmĂ€ĂŸiges Einkommen sichern konnte und die Tatsache, dass wir ĂŒberhaupt nicht aus dem Haus gehen konnten, nur zum Einkaufen – und auch das musste in sehr kurzer Zeit und unter viel Stress geschehen. In RumĂ€nien gab es sehr strenge Auflagen, um das Haus verlassen zu können. Jedes Mal, wenn man einkaufen gehen wollte, musste man eine eidesstattliche ErklĂ€rung ausfĂŒllen, in der die GrĂŒnde fĂŒr das Verlassen des Hauses, die Adresse, das Datum, die Uhrzeit und andere persönliche Daten aufgefĂŒhrt waren, oder man riskierte sehr hohe Geldstrafen, nur weil man auf der Straße war.

Nicht arbeiten zu können, hatte schwere Auswirkungen auf mein psychisches Wohlbefinden, denn die Ungewissheit war immens: Wir wussten nicht, wie lange die Grenzen geschlossen sein wĂŒrden, wie lange der Lockdown in meinem Land dauern wĂŒrde und ob wir das alles so oder so ĂŒberleben wĂŒrden.

Danke.

Quellen und weiterfĂŒhrende Links:

Originaltext in englischer Sprache: https://lefteast.org/postpandemic-struggles-in-social-reproduction-romanian-live-in-care-workers-in-austria-exploitation-and-self-organization/

Aufzeichnung des ersten Webinars Responses to Covid-19 and (post-)pandemic: social reproduction, migrants and women in Central/Eastern Europe and beyond, bei dem dieser Text erstmals prÀsentiert wurde: https://www.facebook.com/watch/live/?v=1042892122796610&ref=watch_permalink

Feministisches Kollektiv LevFem: http://www.levfem.org

Plattform Transnational Social Strike: www.transnational-strike.info

Facebook-Seite des Netzwerks EAST (Essential Autonomous Struggles Transnational): www.facebook.com/EASTEssentialStruggles

Friedrich Ebert Stiftung – Bulgarien: https://bulgaria.fes.de/bg/

Facebook-Seite von Drept pentru Ăźngrijire: http://www.facebook.com/dreptpentruingrijire

Facebook-Seite der IniciatĂ­va za zlepĆĄenie podmienok v 24h opatrovanĂ­: www.facebook.com/iniciativa24

Dieser Artikel ist erschienen in BUNĂ #8




Quelle: Revistabuna.wordpress.com