Februar 25, 2021
Von Indymedia
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Doch wer ist dieser Mann, den der griechische Staat auch noch im hohen Alter drangsaliert? Dimitris Koufontinas ist Kommunist, RevolutionĂ€r und Mitglied der Stadtguerillaorganisation „19. November“. Der „17. November“ trat das erste mal 1975 auf und existierte lĂ€nger als 25 Jahre. Die Organisation verĂŒbte in ihrer Geschichte einige spektakulĂ€re Aktionen. So gelang es ihnen den mehrfach wichtige Akteure der faschistischen MilitĂ€rdiktatur sowie hochrangige CIA Agenten in Griechenland zu beseitigen. Mit Aktionen gegen U.S.-Institutionen, Vertreter des NATO-KriegsbĂŒndnisses, gegen zahlreiche Kapitalisten, sowie Mitglieder der rechten griechischen Regierungsparteien war der 17. November ein großer Dorn im Auge der Herrschenden. Trotz oder gerade wegen der weit ĂŒber 100 Aktionen des 17. November genoss die Organisation einen hohen RĂŒckhalt in der griechischen Bevölkerung. Eine Besonderheit des 17. November war sicherlich das Hohe Maß an Organisation und KlandestinitĂ€t. In den 27 Jahren ihres Bestehens gelang es weder den griechischen Behörden, noch den westlichen Geheimdiensten ein Mitglied der Organisation zu enttarnen oder festzunehmen. Erst 2002 nach einem fehlgeschlagenen Sprengstoffanschlag und unter Folter erpressten Aussagen wurde die damals schon angeschlagene Organisation zerschlagen. Dimitris Koufontanis gelang zwar die Flucht und das Abtauchen in den Untergrund, er stellte sich jedoch einige Monate spĂ€ter der Polizei um den 17. November und den revolutionĂ€ren bewaffneten Kampf auch politisch zu verteidigen.

In seinem Buch „Geboren am 17. November“ beschreibt Dimitris ausfĂŒhrlich die Geschichte des bewaffneten Kampfes in der griechischen Nachkriegszeit und die Entwicklung des 17. Novembers. Dabei beschönigt er nichts und geht auch auf die Fehler seiner Organisation ein, was das Buch sehr lesenswert macht: http://www.bahoebooks.net/start_de.php?action=201&id=82

Als Kommunist*innen und RevolutionĂ€r*innen fĂŒhlen wir uns zutiefst Verbunden mit den Militanten des 17. November und sehen ihren Kampf als Teil unserer revolutionĂ€ren Geschichte. Aus ihren Erfolgen und ihren Fehlern können und mĂŒssen fĂŒr unseren Kampf lernen. Dimitris Koufontinas ist nicht alleine, wir stehen an seiner Seite!

FĂŒr die sofortige ErfĂŒllung aller seiner Forderungen – SolidaritĂ€t mit Dimitris Koufontinas und allen anderen politischen Gefangenen weltweit!

Hoch die Internationale SolidaritÀt!




Quelle: De.indymedia.org