Juni 30, 2022
Von Indymedia
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In der Nacht auf Donnerstag, den 30.06. haben wir die Sportsbar Spacs in der Rudolf-Then-Straße 38 in Michelbach a.d. Bilz angegriffen. In der Vergangenheit war sie Ort fĂŒr Treffen der AfD, so auch zuletzt des Landeskongresses der Jungen Alternative (JA) am 13. Juni, bei dem ebenfalls ein neuer Vorstand gewĂ€hlt wurde. Stolz posierten dabei die Teilnehmer:innen der JA vor und in dem GebĂ€ude. Auch der Wirt, HĂ€nle, ist AfD Mitglied und kandidierte bereits fĂŒr den dortigen Kreistag. Wenig verwunderlich pöbelte er auch den Gegenprotest gegen den JA-Kongress an.

Es hat Konsequenzen, der AfD Infrastruktur jeglicher Art zur VerfĂŒgung zu stellen. Das hat nun auch das Schwein HĂ€nle gemerkt. So sind Reifen an sĂ€mtlichen seiner PKW aufgestochen, rote Farbe ziert seine Fassade und durch zerstörte Fenster gelang ButtersĂ€ure in seinen Gastraum, wodurch er hoffentlich noch lĂ€nger daran erinnert wird, dass man besser kein Nazi sein sollte oder diesen RĂ€ume zur VerfĂŒgung stellt, Gleichzeiitg wird es auch vorerst fĂŒr seine GĂ€ste kaum aushaltbar und er trĂ€gt zusĂ€tzlich noch einen wirtschaftlichen Schaden davon.

Nach viel hin und her findet nun an diesem Wochenende der AfD – Landesparteitag doch nicht in der Cannstatter Carl-Benz-Arena statt. Stattdessen soll dieser nun 2 Wochen spĂ€ter, am 16. und 17. Juli in der Landesmesse auf den Fildern stattfinden. Vorausgegangen war öffentlicher Druck, eine Absage des Hallenbetreibers und schlussendlich ein Gerichtsurteil, dass der AfD die RĂ€ume wieder zusprach. Daraufhin bemĂŒhte sich der Betreiber Penna (der Carl-Benz-Arena) im Dialog mit der AfD eine Alternative zu finden, wie es nun auch geschehen ist.

Damit ist er nochmal mit einem blauen Auge davongekommen; klar ist aber auch, dass der Betreiber Penna kein Eingeninteresse daran hatte, die AfD aus seinen RĂ€umen zu werfen. Vielmehr war er durch den Druck verschiedener Stellen, insbesondere der starken antifaschistischen Mobilisierung dazu gezwungen. Damit ist dies auch eine Warnung an ihn.

Die öffentliche Mobilisierung nach Cannstatt war damit sicherlich erfolgreich, ist aber nur eine Ebene antifaschistischer Praxis. Daneben kommt es auch darauf an, der AfD, ihren FunktionĂ€r:innen und Infrastruktur, direkt zu Schaden und den Preis ihrer AktivitĂ€ten in die Höhe zu treiben. In diesem Kontext muss auch der Angriff auf die Sportbar Spacs gesehen werden. Immer öfter schrĂ€nken die Bullen antifaschistische Proteste auf der Straße ein und kommt es zu Repression gegen konsequente AktivitĂ€ten. Die Antwort darauf darf nicht sein, sich immer weiter zurĂŒckzuziehen, sondern Zeitpunkte, Orte und weitere Möglichkeiten zu schaffen, konsequent gegen Nazis vorzugehen.

Taten statt Worte – AfD angreifen!




Quelle: De.indymedia.org