November 6, 2020
Von Indymedia
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Gestern wurde erneut ein Aktivist festgenommen, dem vorgeworfen wird, an einer Auseinandersetzung mit Mitgliedern der faschistischen Scheingewerkschaft “Zentrum Automobil” am Rande einer Corona-Demo im Mai beteiligt gewesen zu sein. Nach den Razzien anfang Juli und der Inhaftierung von Jo ist das nun der zweite grĂ¶ĂŸere Repressionsschlag gegen die antifaschistische Bewegung in Baden-WĂŒrttemberg, Dennoch ist auch noch weitere erwartbar – so gab es neben den Hausdurchsuchungen und Inhaftierungen eine Vielzahl von weiterer Repression: Anquatschversuche, GefĂ€hrderansprachen, Observationen, ZeugInnenvorladungen usw. Die Ermittlungsarbeit scheint noch nicht abgeschlossen sein und der nĂ€chste Schlag ist einzig eine Frage der Zeit.

Um dem allen nicht passiv gegenĂŒberzustehen, fand heute Abend eine Spontandemonstration in Stuttgart auf der Weinsteige Richtung Innenstadt statt. MIt Parolen und Pyro machten wir auf uns aufmerksam und zeigten, dass wir uns von der Repression nicht einschĂŒchtern lassen und weiterhin aktiv bleiben. Zwar musste die Sponti frĂŒhzeitig beendet werden, weil Bullen auf sie aufmerksam wurden und im Anschluss wurden in der Umgebung Personen kontrolliert, denen eine Beteiligung vorgeworfen wird. Doch wir lassen uns davon nicht einschĂŒchtern – das Ende der Geschichte ist noch nicht geschrieben.

Einerseits natĂŒrlich in Bezug auf weitere Repression. Andererseits aber auch dahingehend, dass wir als antifaschistische Bewegung uns nicht einschĂŒchtern lassen und im Angesicht der Repression weiterhin aktiv bleiben. Repression hat neben der direkten Bestrafung Einzelner (was auch fortlaufend passiert), immer auch zum Ziel, unseren Kampf zu verhindern und zu delegitimieren: durch andauernde Schikanen, EinschĂŒchterung und Verfolgung. Dem Wirken wir entgegen, indem wir weiterhin daran arbeiten, eine starke antifaschistische Bewegung aufzubauen. Gerade jetzt ist das mehr als notwendig. Im Zuge einer sich anbahnenden, kapitalistischen Krise spitzen sich gesellschaftliche WidersprĂŒche weiter zu und treten offen zu Tage. Erste Anzeichen lassen sich bereits jetzt erkennen und entsprechende Entwicklungen durch die Krisenpolitik der Herrschenden weiter verschĂ€rft. In solchen Situationen können Rechte schnell an Basis gewinnen und sind mit hohlen Phrasen und einfachen SĂŒndenböcken schell anschlussfĂ€hig. Hier Rechten entgegenzutreten, so wo es nur geht zu konfrontieren und gleichzeitig den Raum fĂŒr fortschrittliche Perspektiven zu schaffen muss auch weiterhin unsere Aufgabe sein.

Freiheit fĂŒr alle politische Gefangene!

Antifaschismus bleibt notwendig!

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Quelle: De.indymedia.org