April 25, 2021
Von Indymedia
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Wir konzentrierten uns auf proletarisch und migrantisch geprĂ€gte StraßenzĂŒge in Hallschlag, Bad Cannstatt, Heslach und Zuffenhausen – Viertel, in denen gerade auch der Kampf um bezahlbaren Wohnraum eine Rolle spielt. Mit verschiedenen Reden aus LautsprecherwĂ€gen, die langsam durch die Viertel fuhren, machten wir auf die MissstĂ€nde in unserer Gesellschaft aufmerksam. Wir thematisierten hohe Mieten, Rassismus, Sexismus, Gewalt an Frauen* oder unser heruntergewirtschaftetes Gesundheitssystem und die verfehlte PandemiebekĂ€mpfung nach Profitinteressen. Wir riefen aktiv dazu auf, sich an den Demonstrationen am 1.Mai zu beteiligen „denn wie es ist, muss es nicht bleiben. FĂŒr den Sozialismus!“.

Bei kurzen Zwischenstopps in Innenhöfen von Plattenbauten, Straßen oder öffentlichen PlĂ€tzen, wie dem Marienplatz in Stuttgart SĂŒd, veranstalteten wir Mini-Kundgebungen, verteilten massenhaft Flyer und kamen mit den Anwohner:innen ins GeprĂ€ch. Viele Anwohner:innen zeigten sich interessiert, ab und zu konnten wir uns sogar ĂŒber Applaus freuen. An spezifischen Orten, etwa dem Marienhospital in Heslach, machten wir aufmerksam auf die unertrĂ€gliche Situation fĂŒr das Pflegepersonal und die anderen BeschĂ€ftigten im Gesundheitswesen, auf deren RĂŒcken die Krise besonders ausgetragen wird. An Orten, wo Gentrifizierung in Form von Abriss, AbrissplĂ€nen und teurem Neubau sichtbar wurde, war die Wohnraumproblematik im Schwerpunkt.

WĂ€hrend dieser Stopps, sowie auf der gesamten Strecke, prĂ€gten wir das Stadtbild mit besprĂŒhten Folien, Tapeten, Plakaten und Stickern. Darauf zu lesen war etwa: „Stop racial profiling!“ oder „Keine Profite mit der Miete – Zuffenhausen den Bewohnern!“. In Heslach machten wir ĂŒber Plakate zudem noch auf die Kulturveranstaltung aufmerksam, die im Anschluss an die revolutionĂ€re Demonstration als Fest-Ersatz auf dem Marienplatz stattfinden soll. Mit Straßenkunst, Theater, Live-Musik, Informationen zu KĂ€mpfen fĂŒr eine solidarische Welt – und selbstverstĂ€ndlich mit Abstand, Maske und Vernunft!

Insgesamt bewerten wir den Tag, sowie die Aktionsform an sich, als positiv, da sie uns ermöglicht mit den Menschen unserer Klasse in Kontakt zu kommen, die nicht nur von all den MissstĂ€nden betroffen, sondern auch ausschlaggebend im Kampf fĂŒr eine Perspektive jenseits des Kapitalismus sind. Wir bewegten uns ĂŒber den eigenen Tellerrand hinaus und konnten ĂŒber „Briefkastenflyern“ hinaus unsere Inhalte sichtbar und verstĂ€ndlich machen. Um wirkliche StĂ€rke auf die Straße zu tragen und uns in der Bevölkerung mit revolutionĂ€ren Positionen bekannt zu machen oder gar zu verankern, mĂŒssen wir ĂŒber das ĂŒbliche Spektrum hinaus mobil machen!

Wir freuen uns auf einen kĂ€mpferischen revolutionĂ€ren ersten Mai und darauf, dass sich Menschen uns anschließen, die wir heute getroffen haben!

Wir sehen uns!

  • 10:00 Marienplatz – Antikapitalistischer Block auf der Gewerkschaftsdemonstration
  • 12:00 Karlsplatz – RevolutionĂ€re Demonstration
  • 14:30 Marienplatz – Unser Platz! (Infos und Austausch zu KĂ€mpfen fĂŒr eine solidarische Welt. Straßenkunst & Theater & Live-Musik. Mit Abstand, Maske und Vernunft!)

Infos: Am 1.Mai auf die Straße! und RevolutionĂ€re Aktion Stuttgart

 




Quelle: De.indymedia.org