Januar 12, 2023
Von Chronik
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Berlin, 13. Freitag 2023

Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag in Mitte und dem Lichtenberger Ortsteil Rummelsburg Schaufensterfronten besch├Ądigt. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.
Wie die Polizei mitteilte, meldete ein Zeuge gegen 1.15 Uhr eine Gruppe vermummter Personen, die in der Oranienburger Stra├če M├╝lltonnen anz├╝ndete und anschlie├čend in Richtung Hackescher Markt gingen.
Rund 200 mutma├člich aus der linksextremen Szene stammende Personen sollen nach Zeugenangaben anschlie├čend in der Rosenthaler Stra├če und der Neuen Sch├Ânhauser Stra├če Pflastersteine auf insgesamt 26 Gesch├Ąfte geworfen haben. Zudem wurden der Polizei zufolge Farbkugeln geworfen und mehrere Parolen auf Fenster und Fassaden geschmiert.
Auch das Polizeirevier in der Brunnenstra├če war nach Polizeiangaben Ziel der Attacken. Es sei mit Pyrotechnik beschossen worden, so die Polizei. Zwei M├Ąnner im Alter von 23 und 34 Jahren sowie eine 18-J├Ąhrige wurden im Zusammenhang mit den Taten festgenommen.
Bisherigen Erkenntnissen zufolge wurden zudem Parolen in roter Farbe auf die Fensterfront und Fassade eines Parteib├╝ros in der Wolliner Stra├če in Berlin-Gesundbrunnen geschmiert. Ein Parteib├╝ro in der M├╝nsterl├Ąnderstra├če in Rummelsburg sei mit schwarzer Farbe beschmiert worden.
Die Randale steht mutma├člich im Zusammenhang mit Protesten gegen die R├Ąumung des Dorfes L├╝tzerath. Das nordrhein-westf├Ąlische Dorf L├╝tzerath soll abgerissen werden, damit der Energiekonzern RWE die darunter liegende Kohle abbaggern kann.
Auf einer linksradikalen Internetseite wurde k├╝rzlich dazu aufgerufen, ÔÇ×den Kampf zur Verteidigung von L├╝tzerath auch in den Gro├čstadtgebieten zu propagierenÔÇť. Weiter hie├č es: ÔÇ×Wir k├Ânnen auch hier in Berlin gemeinsam unsere Wut auf die Stra├če tragen.ÔÇť

Quelle: B.Z.

Unbekannte besch├Ądigten und beschmierten aus mutma├člich politischer Tatmotivation heraus in der vergangenen Nacht Schaufensterfronten in Mitte und Rummelsburg. Gegen 1.15 Uhr alarmierte ein Zeuge die Polizei und teilte mit, dass eine Gruppe vermummter Personen in der Oranienburger Stra├če M├╝lltonnen anz├╝ndete und sich anschlie├čend in Richtung Hackescher Markt fortbewegte. Weitere Zeugen meldeten kurze Zeit sp├Ąter bis zu 200 Personen, die sich durch die Rosenthaler Stra├če und die Neue Sch├Ânhauser Stra├če bewegten. Dabei wurden aus dieser Menschenmenge heraus die Schaufenster von insgesamt 26 Gesch├Ąften mit Kleinpflastersteinen sowie mit Farbe gef├╝llten Christbaumkugeln beworfen und mehrere Parolen auf Fenster und Fassaden geschmiert. In diesem Zusammenhang wurde auch das Geb├Ąude eines Polizeiabschnittes in der Brunnenstra├če mit Pyrotechnik beschossen. Eingetroffene Polizeieinsatzkr├Ąfte nahmen zu den Taten zwei M├Ąnner im Alter von 23 und 34 Jahren sowie eine 18-J├Ąhrige fest und brachten diese in einen Polizeigewahrsam, wo sie erkennungsdienstlich behandelt und sp├Ąter wieder entlassen wurden. Gegen 2.45 Uhr stellten Einsatzkr├Ąfte an der Fensterfront und der nebenbefindlichen Fassade eines Parteib├╝ros in der Wolliner Stra├če geschmierte Parolen in roter Farbe fest. Ebenfalls gegen 3.45 Uhr an der Fensterfront eines Parteib├╝ros in der M├╝nsterlandstra├če in schwarzer Farbe. Die Ermittlungen f├╝hrt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes. W├Ąhrend des Einsatzes hat auch der Polizeihubschrauber unterst├╝tzt.

Quelle: Polizei

In der Nacht sind etwa 200 Vermummte durch Berlin-Mitte gezogen. Sie schmissen Steine und schmierten L├╝tzerath-Parolen.
Berlin. Im Zusammenhang mit der R├Ąumung des Dorfes L├╝tzerath in Nordrhein-Westfalen ist es in der Nacht zu Freitag Ausschreitungen in Berlin gekommen. Wie die Polizei mitteilte, zogen bis zu 200 vermummte Personen im Bereich des Hackeschen Markts durch Mitte, warfen etliche Schaufenster von Gesch├Ąften ein, schmierten Parolen auf Hausfassaden, attackierten Parteib├╝ros und eine Polizeidienststelle. Die Ermittler gehen davon aus, dass die T├Ąter aus der linksextremistischen Szene kommen.
Ein Sprecher der Polizei teilte am Vormittag auf Morgenpost-Nachfrage mit, dass gegen 1.15 Uhr erste Notrufe bei der Leitstelle eingegangen seien. Die Anrufer meldeten, dass Vermummte zun├Ąchst auf der Oranienburger Stra├če unterwegs seien und M├╝lltonnen angez├╝ndet h├Ątten. Die etwa 200 Personen seien dann die Rosenthaler Stra├če Richtung Invalidenstra├če entlanggezogen.
L├╝tzerath-Randale in Berlin: 26 Gesch├Ąfte demoliert, Attacken auf Parteib├╝ros und Polizeidienststelle.
Dabei h├Ątten sie Kleinpflastersteine auf Ladengesch├Ąfte geworfen und Schaufenster zerst├Ârt. Insgesamt 26 L├Ąden seien von den Attacken betroffen, erkl├Ąrte der Sprecher. Zudem h├Ątten sie mit Farbe gef├╝llte Christbaumkugeln gegen Hausfassaden geworfen und Parolen wie ÔÇ×L├╝tzibleibtÔÇť, ÔÇ×L├╝tzilebtÔÇť und ÔÇ×Fuck Gr├╝neÔÇť an W├Ąnde geschmiert.
An der Brunnenstra├če sei eine Polizeidienststelle mit Pyrotechnik angegriffen worden, sagte der Sprecher weiter. In der N├Ąhe seien im Zusammenhang mit den Randalen drei Personen festgenommen worden: zwei M├Ąnner im Alter von 23 und 34 Jahren und eine junge Frau im Alter von 18 Jahren. Sie seien in Polizeigewahrsam gebracht worden, das sie nach erkennungsdienstlicher Behandlung wieder verlassen konnten.
Gegen 2.45 Uhr sei ein Gr├╝nen-Parteib├╝ro an der Wolliner Stra├če mit roter Farbe beschmiert worden, gegen 3.45 Uhr ein B├╝ro der Gr├╝nen an der M├╝nsterlandstra├če in Berlin-Rummelsburg. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs ├╝bernommen.
Seit Mittwoch l├Ąuft die R├Ąumung des Dorfes L├╝tzerath im Rheinischen Braunkohlerevier. Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten hatten L├╝tzerath besetzt, Polizei-Beamte treffen dort teilweise auf heftigen Widerstand. Der Energiekonzern RWE will die unter dem Ort liegende Braunkohle bauen.
Aber wieso gibt es die Wut auf die Gr├╝nen? Gr├╝nen-Ko-Chef Omid Nouripour hatte erst am Dienstag die R├Ąumung von L├╝tzerath noch mal verteidigt. Der Streit sei ÔÇ×ausgeurteilt durch alle InstanzenÔÇť, und der Energiekonzern RWE habe einen Rechtsanspruch auf das Abbaggern der unter L├╝tzerath liegenden Kohle, sagte Nouripour. Dies sei Teil eines Kompromisses, der f├╝nf andere D├Ârfer im rheinischen Braunkohlerevier bewahre und den Kohleausstieg in Westdeutschland ÔÇ×um acht Jahre vorgezogenÔÇť habe.
Aber: An der Parteibasis der Gr├╝nen rumort es, wie ein offener Brief gegen die R├Ąumung des Dorfes L├╝tzerath belegt. Bis Freitagvormittag hatten ihn mehr als 2000 Gr├╝nen-Mitglieder unterzeichnet. Darin werden die Wirtschaftsministerin Nordrhein-Westfalens, Mona Neubaur, und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (beide Gr├╝ne) aufgefordert, die R├Ąumung des Dorfes sofort zu stoppen.
Mit ÔÇ×Gr├╝ne Grundwerte nicht verraten: L├╝tzerath muss bleibenÔÇť ist der Brief ├╝berschrieben. Als Gr├╝nen-Mitglieder k├Ânne man die R├Ąumung des Dorfes L├╝tzerath weder verstehen noch hinnehmen.

Quelle: Berliner Morgenpost




Quelle: Chronik.blackblogs.org