September 23, 2020
Von Diskursiv Aachen
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Zwischen 1917 und 1922 vollzog sich in der Ukraine eine Revolution, die heutzutage weitestgehend in Vergessenheit geraten ist. WÀhrend zeitgleich die Bolschewiki nach der Revolution in Russland einen sozialistischen Staat aufbauten, setzte man in Teilen der Ukraine auf einen libertÀren Sozialismus, der u.a. nach den anarcho-kommunistischen Ideen Peter Kropotkins umgesetzt wurde.

Neben der Enteignung der Großgrundbesitzer und Industriellen wurde eine anarchistische RĂ€testruktur eingefĂŒhrt, durch die eine Vielzahl selbstverwalteter Kommunen organisiert wurde.

Unter dem Kommando Nestor Machnos eroberten und verteidigten die als Machnowschtschina bekannten Milizen die jeweiligen Gebiete und gingen dabei mit Ă€ußerster Gewalt gegen die konterrevolutionĂ€ren KrĂ€fte vor. Nachdem die Milizen erfolgreich gegen die imperialistischen Truppen des Deutschen Reiches sowie die zaristischen KrĂ€fte der Weißen Armee gekĂ€mpft hatten, unterlagen sie letztlich der Rote Armee der Bolschewiki, woraufhin die gesamte Ukraine von der Sovietunion einverleibt wurde.

Viele historische Dokumente und Schriften sind verloren gegangen oder vernichtet worden. Die Machno-Bewegung ist meist nur in anarchistischen Kreisen bekannt, was nicht zuletzt auch an den wenigen Überlieferungen liegt, die dennoch  erhalten blieben.

Der Vortrag wird versuchen, diese Texte zusammenzufassen und dabei auf die historischen Rahmenbedingungen, die militÀrischen Auseinandersetzungen, die konkrete Umsetzung der libertÀt-kommunistischen Revolution, die Person Nestor Machnos und die Rolle der Bolschewiki/ Roten Armee einzugehen.

21.10.2020 | 19:30

Dies wird der erste Vortrag in einer Schwarz Roten Kneipe seit Beginn der Corona-Pandemie sein, weshalb er vermutlich Online gehalten wird. Sollten sich die Rahmenbedingungen bis dahin so weit Ă€ndern, dass der Vortrag wie gewohnt im AZ Aachen stattfinden kann, wird dies auf den ĂŒblichen KanĂ€len kundgetan. Ansonsten wird der Link fĂŒr die Online-PrĂ€sentation auf den Social-Media-KanĂ€len und der Homepage von Diskursiv Aachen am selbigen Tag veröffentlicht.




Quelle: Diskursivaachen.noblogs.org