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Bei der heutigen Kundgebung von der SeebrĂŒcke Ulm auf dem MĂŒnsterplatz waren ca. 150 Menschen und haben gemeinsam ein Ende des Massengrabes im Mittelmeer gefordert. Wir haben uns mit einem kurzen Redebeitrag beteiligt:

Wieder stehen wir hier.

Wieder hat sich nichts getan.

Wieder stehen wir vor einem Scherbenhaufen der HumanitÀt.

Ich könnte das Gleiche sagen wie letztes Jahr, als ich hier stand. Menschen werden traumatisiert, Menschen leben unter Bedingungen, die ich mir nicht mal vorstellen kann, Menschen sterben.

Auf der Suche nach einem besseren Leben, auf der Suche nach irgendeinem leben. Es wird in sogenannte sichere HerkunftslĂ€nder abgeschoben, Frontex wird weiter aufgerĂŒstet auch mit Technologien aus Ulm, es wird in Kauf genommen, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken, an den Außengrenzen kommt es laufend zu push backs von GeflĂŒchteten.

Die Festung Europa wird weiter ausgebaut, die Mauern werden Höher.

Laut UN sind seit 2014 22.155 Menschen im Mittelmeer allein gestorben.

8 Menschen pro Tag, seit 8 Jahren.

Wenn wir fĂŒr jeden Menschen, der im Mittelmeer sein Leben verloren hat, eine Minute schweigen wĂŒrden, wĂ€ren das 369 stunden, ĂŒber 15 Tage.

Lasst uns wenigstens eine Minute schweigen, und diese erschreckenden Zahlen wirken lassen.


Die genannten Todeszahlen sind von dem Missing Migrants Project und beziehen sich auf das gesamte Mittelmeer.

Die „RĂŒstungsindustrie“ Firmen aus Ulm mit engen Kontakt zu Frontex sind konkret: Thales, Airbus Defence und Hendsoldt. Das alles geht aus den Frontex Files hervor, die hier einsehbar sind.
Die SeebrĂŒcke Ulm hat gemeinsam mit vielen anderen einen offenen Brief mit Forderungen aufgestellt:
 



Quelle: Kollektiv26.blackblogs.org