Mai 7, 2021
Von InfoRiot
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Potsdam – Seit 2013 kĂ€mpfen sie gegen den Rechtsextremismus in Brandenburg: Das Demos-Institut fĂŒr Gemeinwesenberatung, unter dessen Dach die „Mobilen Beratungsteams“ arbeiten, die ĂŒberall im Land Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen bei rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Vorkommnissen beraten. Seit einiger Zeit aber hat das Demos-Institut selbst ein Problem, und zwar mit der Landtagsfraktion der AfD.  

„WĂ€hrend unsere Arbeit bis in die frĂŒhen 2010er-Jahre von der Politik sehr positiv begleitet wurde, sehen wir uns seit 2016 /2017 Attacken ausgesetzt“, sagt der Leiter des Instituts, Markus Klein. So habe die Landtagsfraktion der AfD seit Beginn der Legislaturperiode 99 „Kleine Anfragen“ und eine „Große Anfrage“ zur Arbeit von Akteuren, die im Rahmen des „Toleranten Brandenburg“ aktiv seien, gestellt. „Sie haben das Ziel, unsere Arbeit, das ganze Beratungsnetzwerk und die Akteure zu diskreditieren, uns in einen linksextremen Rahmen zu setzen und einzuschĂŒchtern“, sagte Klein am Donnerstag in der Brandenburger Landespressekonferenz. 

Klein begrĂŒĂŸte, dass die Landesregierung in der Regel klar und deutlich auf solche Anfragen der AfD reagiere. So heißt es in der Antwort auf die „Kleine Anfrage“ 7/3478 aus dem MĂ€rz wörtlich: „Der Landesregierung liegen keine Erkenntnisse zu Verbindungen der Opferperspektive e.V. und des Mobilen Beratungsteams in die linksextremistische Szene vor; vielmehr handelt es sich hierbei um eine bereits mehrfach hervorgebrachte, nicht erwiesene beziehungsweise sogar abgewiesene Unterstellung seitens der Fragesteller.“ 

Die Arbeit des Demos-Instituts habe sich verÀndert

Wie Klein am Donnerstag betonte, habe sich die Arbeit des Demos-Instituts verĂ€ndert. Zu Anfang hĂ€tten sich viele Eltern an das Institut gewandt, weil deren Kinder Musik gehört hĂ€tten, die sie nicht einschĂ€tzen konnten. „Jetzt haben wir die Generation der Kinder von damals, die sich an uns wenden, um zu erfahren, wie man mit Eltern umgehen könne, die verschwörungstheoretische Geschichten erzĂ€hlten.“

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Daneben stellten Vertreter des Instituts am Donnerstag ein „Werkstattbuch“ vor, in dem sie aus der Arbeit des Instituts berichteten. WĂ€hrend Klein dabei die Rolle der Kirchen als wichtige zivilgesellschaftliche Akteure betont, beschĂ€ftigte sich Laura Schenderlein vom „Mobilen Beratungsteam Potsdam“ mit der rechtsradikalen Kleinpartei „Dritter Weg“ in Brandenburg. Die vor allem rund um AngermĂŒnde und Templin vertretene Gruppe habe sich etabliert und verfĂŒge ĂŒber gefestigte Strukturen. Obwohl diese Partei nur ĂŒber wenig Personenpotential verfĂŒge, gelinge es ihr stets, aktuelle Themen aufzugreifen und lokal zu platzieren. „Es ist zu befĂŒrchten, dass die Partei bleiben und sich weiter ausbauen wird.“




Quelle: Inforiot.de