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Selbsterverbrennung in Dresden aus Protest gegen die Gefangenschaft und Isolationshaft von Abdullah Öcalan!


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Mit der Aktion der Selbstverbrennung protestierte Halil ƞen am 16. Februar in Dresden fĂŒr die Freiheit des unter Bedingungen der Isolationshaft seit 22 Jahren auf der GefĂ€ngnisinsel Imrali inhaftierte ReprĂ€sentanten der kurdischen Bewegung, Abdullah Öcalan.

Die Medien, die ĂŒber diese Verzweiflungstat berichteten, ĂŒbernahmen weitestgehend den Sprachgebrauch der faschistischen AKP-MHP-Regierung der TĂŒrkei. Es wird ausschließlich von einem vermeitnlichen PKK- Sympathisanten geschrieben und der legitime Kampf der revolutionĂ€ren kurdischen Bewegung als „terroristisch“ denunziert. Viele der BeitrĂ€ge lesen sich, als wĂ€ren sie direkt aus den weitestgehend regierungskonformen bzw. gleichgeschalteten Medien der TĂŒrkei abgeschrieben worden.

Um den Verdrehungen der bĂŒrgerlichen Medien etwas entgegenzusetzen, das Opfer von Halil ƞen zu wĂŒrdigen und in diesem Zusammenhang seine Forderung nach Freilassung Abdullah Öcalans zu unterstĂŒtzen, gibt es hier zum einen den Text von ANF. Zum anderen werden wir hier den Brief von Halil ƞen veröffentlichen, sobald die Übersetzung vorliegt.

„Dresden: Kurde verbrennt sich aus Protest gegen Imrali-Isolation

Der Kurde Halil ƞen hat sich am Freitag in Dresden aus Protest gegen die Isolation von Abdullah Öcalan selbst verbrannt und ist seinen Verletzungen erlegen. KON-MED wird um 17 Uhr eine ErklĂ€rung vor dem sĂ€chsischen Landtag abgeben.

Der kurdische Aktivist Halil ƞen hat sich am Freitag hinter dem SĂ€chsischen Landtag in Dresden selbst verbrannt. RettungssanitĂ€ter brachten den 1971 in Dih bei SĂȘrt (tr. Siirt) geborenen Mann mit lebensgefĂ€hrlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Dort starb er wenig spĂ€ter. In einem Brief, der ANF vorliegt, schilderte ƞen die BeweggrĂŒnde, die zu seiner Selbstverbrennung gefĂŒhrt haben: „Die Isolation gegen Abdullah Öcalan auf der GefĂ€ngnisinsel Imrali. Seit Monaten dringt kein Lebenszeichen des VolksreprĂ€sentanten an die Öffentlichkeit. Weder seinen AnwĂ€lten noch seiner Familie wird der Kontakt ermöglicht. Zwar gibt es dagegen Reaktionen und AktivitĂ€ten, aber das reicht nicht aus. (
) Die Kinder des Anerkennung verdienenden kurdischen Volkes sind seit 45 Tagen unter den schwierigsten Bedingungen im Hungerstreik, um eine Nachricht von Öcalan zu erhalten. Tausende kurdische Frauen sind im GefĂ€ngnis. Dagegen rebelliere ich“, heißt es darin. ƞen formulierte in seinem Brief auch Kritik an Teilen der kurdischen Diaspora in Europa, denen er „GleichgĂŒltigkeit“ angesichts der „Isolation, UnterdrĂŒckung und Folter“ gegen Öcalan vorwarf.

Halil ƞen lebte seit 25 Jahren in der Bundesrepublik. In der kurdischen Community von Dresden gibt es kaum eine Person, die ihn nicht gekannt hat. Seine Wohnung verließ er am Freitag nach Angaben von Mitgliedern des Dresdner Vereins deutsch-kurdischer Begegnung e.V. mit der BegrĂŒndung, in Berlin an einer Demonstration anlĂ€sslich des 22. Jahrestages der Verschleppung von Abdullah Öcalan teilzunehmen. Doch gegen 13.30 Uhr ĂŒbergoss ƞen sich in der Dresdner Altstadt an der Straße Neue Terrasse mit einer FlĂŒssigkeit und zĂŒndete sich an.

Medienberichten zufolge wurde diese Szene von einem Medizinstudenten beobachtet, der zusammen mit weiteren Personen versuchte, den brennenden Halil ƞen mit Schnee und einer Jacke zu löschen. Per Rettungshubschrauber wurde er in ein Krankenhaus geflogen, erlag dort jedoch kurz darauf seinen schweren Verletzungen.

Dass es sich bei dem Toten um Halil ƞen handelt, wurde erst heute anhand eines DNA-Abgleichs von der Polizei bestĂ€tigt. Die Angehörigen des Verstorbenen warten auf die Freigabe des Leichnams. Der kurdische Verband KON-MED will heute um 17 Uhr am Ort der Selbstverbrennung eine ErklĂ€rung abgeben.

PKK kritisiert Selbstverbrennungen

Der Akt der Selbstverbrennung ist eine der extremsten Formen des politischen Protests. Abdullah Öcalan und die kurdische Befreiungsbewegung haben diese Aktionsform wiederholt kritisiert. Nach dem internationalen Komplott, wie die kurdische Gesellschaft die völkerrechtswidrige Verschleppung des PKK-begrĂŒnders am 15. Februar 1999 aus Kenia in die TĂŒrkei nennt, kam es weltweit zu Selbstverbrennungen. Auch in Deutschland zĂŒndeten sich dutzende Kurdinnen und Kurden aus Protest an. Zuvor kam es nach dem BetĂ€tigungsverbot gegen die PKK in Deutschland 1993 zu solchen Szenen. Vor zwei Jahren hat sich Uğur ƞakar aus Protest gegen die Isolation auf Imrali und die deutsche Kriminalisierungspolitik vor einem GerichtsgebĂ€ude in Krefeld tödliche Selbstverbrennungen hinzugefĂŒgt. Sechs Monate zuvor hat sich der kurdische Aktivist Ăœmit Acar in Ingolstadt selbst verbrannt.“




Quelle: Fkfbs.noblogs.org
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