Februar 11, 2022
Von Freie ArbeiterInnen Union (FAU)
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Mit Banner und Fahnen zog in der vergangenen Woche die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) vor die Zentrale von „Mainz liefert“. Dem Unternehmen wirft die anarchosyndikalistische Gewerkschaft die Verletzung von fundamentalen Rechten der Angestellten vor. Der Lieferservice weist die VorwĂŒrfe zurĂŒck.

In leuchtend gelben Westen und unter den KlĂ€ngen von Arbeiterliedern verteilte die Organisation Flyer an Passanten vor der TĂŒr des Lieferdienstes in der Dominikanerstraße. Schon seit lĂ€ngerer Zeit kritisiert FAU die Bedingungen von Lieferdiensten in deutschen GroßstĂ€dten. Der Frankfurter Verband der Gewerkschaftsföderation wirft dem Mainzer Start-up die Missachtung von grundlegenden Rechten vor. Konkret geht es um die GewĂ€hrung von bezahltem Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und die Einhaltung von gesetzlich vorgeschriebenen Mindesteinsatzzeiten. Außerdem beklagt FAU die mangelnde Verkehrssicherheit der E-Bikes und Roller und dass die Angestellten, wichtige Arbeitsmittel wie Helme, Regenkleidung und Handys aus eigener Tasche bezahlen mĂŒssten.

„Wir weisen die VorwĂŒrfe entschieden zurĂŒck“, so ein Unternehmenssprecher von „Mainz liefert“. Der Lieferservice sei seit seiner GrĂŒndung auf das Wohl seiner Angestellten  bedacht. Um die VorwĂŒrfe, die von einem unzufriedenen Mitarbeiter ausgegangen seien, kĂŒmmere sich nun der Anwalt des Unternehmens. Die Anschuldigungen wolle man nicht stehenlassen, so „Mainz liefert“.




Quelle: Fau.org