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Kundgebung vom Osnabrücker Bündnis gegen Preiserhöhungen – am 07.10.2022 um 14 Uhr Ecke Liebigstraße/Schlachthofstraße vor der Tafel

Während die meisten von uns aufgrund steigender Preise den Gürtel immer enger schnallen müssen, fahren Banken, Energiekonzerne, Supermärkte und viele weitere in den letzten drei Monaten Rekordgewinne ein. Wir aber sollen uns zurücknehmen, im Winter Jacken in der Wohnung tragen und nach dem Sport kalt duschen.

Die Politik stellt alle diese Eingriffe in das Leben der Menschen als alternativlos dar – das ist totaler Unsinn! Entgegen vieler Darstellungen aus Medien und Politik, finden sich in Deutschland Mehrheiten dafür Reichtum umzuverteilen. Es ist mehr als dreist, dass die Bevölkerung zum Verzicht aufgerufen wird, während eine Umverteilung nicht einmal diskutiert wird. Auch das zuletzt beschlossene Maßnahmenpaket reicht nicht mal annähernd aus, um die Folgen der Krise aufzufangen.

Deshalb fordern wir:
  • Bezahlbare und gedeckelte Preise für Lebensmittel und Alltagsbedarf – damit alle genug Essen haben!
  • Mieten einfrieren und Zwangsräumungen aussetzen!
  • Grundversorgung von Strom und Gas für alle gewährleisten. Keine Sperrung bei Zahlungsrückständen!
  • Leistungen wie Hartz IV, BAföG, Kindergeld, Grundrente, Bedarfssätze von Geflüchteten sowie den Mindestlohn erhöhen und regelmäßig an die Inflation anpassen!
  • Höhere Löhne für alle!
  • Keine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge!
  • 100-prozentige Besteuerung von Übergewinnen!
  • Energiekonzerne vergesellschaften!
  • Vermögenssteuer wieder einführen, Erbschaftssteuer erhöhen!
  • Schneller Ausbau des ÖPNV, unbegrenzte Verlängerung des 9€-Tickets und bezahlbare Mobilität für alle Menschen!

Es reicht nicht aus, sich nur zu beschweren, wir wollen zusammenkommen und handeln. Wir werden die Forderungen gemeinsam auf die Straße tragen, unserer Wut Ausdruck verleihen und Druck auf Wirtschaft und Politik machen. Wir möchten darüber hinaus einen Raum bieten, in dem Menschen sich aktiv einbringen können und gemeinsam über solidarische Lösungen für diese Krise diskutieren können. Dazu wollen wir uns unter anderem konkret damit beschäftigen, wie hier in Osnabrück lokale Strukturen geschaffen oder gestärkt werden können, die Menschen Unterstützung bieten. Organisieren wir praktische Solidarität – wir müssen nicht frierend und einsam durch den Winter kommen!

Das Osnabrücker Bündnis gegen Preiserhöhungen ist ein solidarisches Bündnis, bestehend aus Gruppen und Einzelpersonen aus Osnabrück.

Wir demonstrieren gemeinsam gegen die explodierenden Preise für Energie und andere Güter des täglichen Lebens und gegen die Abwälzung von Kriegs- und Krisenkosten auf die Menschen, über unterschiedliche politische und weltanschauliche Ansichten hinweg. Wir sind gegen Krieg und Aufrüstung!

Wir setzen uns ein für soziale Gerechtigkeit und üben praktische Solidarität unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus, Hautfarbe, Nationalität, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Dazu gehört die Bekämpfung von Hunger, Armut, Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung. Wir treten ein für bezahlbaren Wohnraum und eine intakte Umwelt.

Wir sind gegen eine Umverteilung von Unten nach Oben. Stattdessen fordern wir, dass die Reichen und Profiteure die Krise(n) bezahlen! Die Krise kann nur solidarisch und mit allen Menschen zusammen überwunden werden! Von Rechts wird es weder Lösungen noch Solidarität geben.

Osnabrücker Bündnis gegen Preiserhöhungen
Telegram: @preiserunteros
E-Mail: preiserunter-os@riseup.net
https://linktree.com/preiserunter_os
https://preise-runter.org/osnabruecker-buendnis-gegen-preiserhoehungen




Quelle: Likos.noblogs.org