November 9, 2020
Von Indymedia
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SolidaritÀt mit dem Frauenstreik in Polen! PiS off!

Seit mehreren Wochen demonstrieren Frauen* in Polen gegen das verschĂ€rfte Abtreibungsgesetz. Die rechts konservative Partei PiS sowie christliche Fundamentalist:innen setzen sich schon lange dafĂŒr ein, Abtreibungen gesetzlich zu untersagen. Nun haben sie es fast geschafft.  Das Recht auf Selbstbestimmung ĂŒber den eigenen Körper wird mit FĂŒĂŸen getreten. Im Kampf um den eigenen Körper, gehen Frauen in Polen auf die Straßen und protestieren laut und stark fĂŒr Selbstbestimmung und gegen das Patriarchat! Sie fordern ein unabhĂ€ngiges Verfassungsgericht, den RĂŒcktritt der regierungsnahen PrĂ€sidentin des derzeitigen Gerichts, Julia Przylebska, die Aufhebung des Urteils zur Abtreibung, mehr Geld fĂŒr Soziales, die Trennung von Kirche und Staat, legale Abtreibungen und den RĂŒcktritt der Regierung.

Wir solidarisieren uns mit allen KĂ€mpfenden in Polen!

SolidaritĂ€t mit den Aktivist:innen gegen den “Marsch fĂŒr das Leben”! What the fuck!

100 Aktivist:innen haben aktuell ein Strafbefehl bekommen, obwohl sie sich friedlich gegen den “Marsch fĂŒr das Leben” gestellt haben. Wir solidarisieren uns mit allen Aktivist:innen und teilen die Stellungnahme von der Gruppe “what the fuck”: https://whatthefuck.noblogs.org/

Aktuell werden wohl einige Kosten auf die Aktivist:innen zukommen:

„Es entstehen Kosten fĂŒr AnwĂ€lt:innen und Gerichtsverfahren, so dass wir davon ausgehen, dass auf die Aktivist:innen insgesamt ein Betrag im 5-stelligen Bereich zu kommen kann. In diesen prekĂ€ren Zeiten, in denen viele Menschen ihr Jobs verlieren oder Kurzarbeiter:innen-Geld bekommen, ist das eine enorme Belastung. Bisher wurden unseres Wissens nach nur Verfahren eingestellt, die unter das Jugendstrafrecht fallen,“ so die Pressesprecherin des What-the-Fuck BĂŒndnisses Lilli Kramer.

Lassen wir sie nicht alleine! Dieser Kampf gegen Abtreibungsgegner:innen betrifft uns alle! 

(Infos zum Spendenaufruf: https://whatthefuck.noblogs.org/)

Besuch bei Abtreibungsgegner:innen in Hamburg

Überall gibt es sie, die Abtreibungsgegner:innen! Egal ob Ärzt:innen, Politiker:innen, christliche Fundamentalist:innen oder deren AnhĂ€nger:innen, sie wollen den Frauen immer noch ihr Recht absprechen ĂŒber sich selbst zu bestimmen. Religiöse, patriotische und patriarchale Institutionen ĂŒben viel Einfluss auf Gesellschaft und Politik aus. Deutlich sichtbar wird es bei dem – Marsch fĂŒr das Leben – oder – an der weltweiten Vernetzung von Abtreibungsgegner:innen, die durch Lobbyarbeit politischen Druck ausĂŒben -.  

Wir stellen uns dem entschlossen entgegen! Deshalb wurden Botschaften an drei verschiedenen HĂ€usern/Praxen/Gemeinden in Hamburg hinterlassen:

Dr. Peter Rieger, Isfeldstr. 7, 22589 Hamburg,

Chiropraktiker und Allgemeinmediziner in Blankenese, bietet unter dem Namen Pro Vita Hamburg, telefonische Beratung fĂŒr Frauen zum Schwangerschaftskonflikt an. Beworben wird dies auf der Seite “Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen (TCLG)”, welches Mitglied des Bundesverbandes Lebensrecht (organisieren Marsch fĂŒr das Leben) ist. 

-Wir sagen: #mybodymychoice #strajkkobiet!

Dr. Hinrich E. Bues, Blankeneser Bahnhofstr. 12, 22587 Hamburg,

ist Vorsitzender des Landesverbandes Christdemokraten fĂŒr das Leben (CDL), die ein fester Bestandteil vom “Marsch fĂŒr das Leben” sind. Die CDL schreibt, dass das “Verfassungsgerichtsurteil in Polen zur Abtreibungsregelung ein wichtiges und richtiges Signal darstelle.” Bues war frĂŒher als evangelischer Pastor tĂ€tig, konvertierte zur katholischen Kirche und tritt aktuell als katholischer Publizist und Dozent in Erscheinung.

-Wir sagen: #mybodymychoice #strajkkobiet!

Dr. Tobias Zeiser, Arche Gemeinde, Doerriesweg 7, 22525 Hamburg,

wuchs in der fundamentalistischen Kirchengemeinde Arche auf, in welcher er mittlerweile als “Ältester” gilt. Er ist Facharzt fĂŒr Frauenheilkunde, Oberarzt der Asklepios Klinik Nord und Mitglied einer gynĂ€kologischen Gemeinschaftspraxis in Henstedt-Ulzburg. 

Dem HH Abendblatt teilte er 2008 mit, als Mitglied einer Freikirche lehne er SchwangerschaftsabbrĂŒche aus religiösen GrĂŒnden ab.

-Wir sagen: #mybodymychoice #strajkkobiet!

Die Einflussnahme der christlichen fundamentalistischen Gemeinden auf die Selbstbestimmung der Frauen sind unverkennbar. Klassische Rollen- und Familienbilder werden gepredigt. Nationales Gedankengut geformt. UnterstĂŒtzungen erfahren die kirchlichen Gemeinden von Seiten vieler Politiker:innen, wie z.B. vermehrt aus den Reihen der AFD und CDU/CSU. 

Stellen wir uns dem entgegen! FĂŒr ein selbstbestimmtes Leben ohne Kirchen und Grenzen!

Kein Gott-Kein Staat-Kein Patriarchat!

SolidaritÀt mit allen kÀmpfenden und streikenden Frauen*! #mybodymychoice #strajkkobiet

Emanzipatorische Seepferdchen-Bande 




Quelle: De.indymedia.org