Oktober 15, 2021
Von GefangenensolidaritÀt Jena
317 ansichten


Gestern frĂŒh fanden nach Angaben von Libertad Media mit Verweis auf die Polizeimeldung in Jena zwei Hausdurchsuchungen statt. Die Polizist:innen durchsuchten die Wohnungen von zwei 19-jĂ€hrigen Frauen. Ihnen wird vorgeworfen, am 2. Mai 2021 AnschlĂ€ge auf zwei Banken in Jena verĂŒbt zu haben. In dem Bekennerschrieben hieß es damals, die Aktionen seien ein Protest gegen die UnterstĂŒtzung der Banken fĂŒr den „faschistischen Angriffskrieg der TĂŒrkei in Rojava“. Mehr Infos und Bilder zu der Aktion finden sich bei Libertad Media.

Wir erklĂ€ren hiermit ausdrĂŒcklich unsere SolidaritĂ€t mit den Genossinnen! Der Staat sollte sich besser mal Gedanken darum machen, warum sich Menschen genötigt fĂŒhlen, auf diese Art und Weise gegen Krieg und Verbrechen zu protestieren, und vor allem sollte er sich mit den Forderungen des Protests auseinandersetzen. Wieder einmal ist das Gegenteil der Fall: Lieber verfolgt man den Protest, durchsucht die Wohnungen von irgendwelchen Leuten und versucht, sie irgendwie vors Gericht zu zerren.

Es wird sich zeigen, ob die Polizei und Staatsanwaltschaft es dieses Mal schaffen, auf Grundlage der Hausdurchsuchungen Anklagen zu schreiben. Die Razzien vom 1. Juli 2021 in neun Wohnungen waren dahingehend ja ein totaler Reinfall. UnabhĂ€ngig davon machen wir klar: Wir stehen auf Seiten der Verfolgten. Wir werden sie finanziell, praktisch, politisch und juristisch unterstĂŒtzen.

Schluss mit den Repressalien! Schluss mit den Hausdurchsuchungen!




Quelle: Gefangenensolijena.noblogs.org