November 24, 2020
Von Sabot44
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Dieses Jahr hatten zum fĂŒnften Mal weltweit anarchistische Organisationen zu der internationalen Woche der SolidaritĂ€t mit anarchistischen Gefangenen aufgerufen. In Gedenken an die Ermordung der Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti vor 93 Jahren wurden Infoveranstaltungen durchgefĂŒhrt, Transparente aufgehĂ€ngt und vor allem Botschaften an die Genoss*innen im Knast geschrieben. Dieses Jahr beteiligten auch wir uns an der Woche mit mehreren Aktionen. Im Stadtteilladen Lunte in Neukölln luden wir gemeinsam mit den Freunden von Perspektive Selbstverwaltung Genoss*innen und Interessierte ein Briefe und Postkarten an die Menschen im Knast zu schreiben. Dabei konnten dutzende Botschaften an internationale Insassen verfasst werden, gleichzeitig diskutierten wir ĂŒber das System Knast und seine Bedeutung in kapitalistischen Staaten. Um auf die Situation der Genoss*innen in Belarus aufmerksam zu machen haben wir noch ein Transparent mit der Aufschrift „Till all are free – solidarity wih the imprisoned anarchists in Belarus“ aufgehĂ€ngt.

Allerdings ist nicht nur die SolidaritĂ€t mit politischen, beziehungsweise explizit anarchistischen Gefangenen fĂŒr uns wichtig. Auch fĂŒr alle Anderen sind KnĂ€ste ein menschenverachtendes System. So fiel auch die Demo fĂŒr Ferhat Mayouf in die Woche, zu der die Criminals for Freedom aufriefen. Ferhat war am 23.07 in seiner Zelle in der JVA Moabit verbrannt, nachdem die WĂ€rter nicht auf minutenlange Hilfeschreie reagiert hatten. Nur durch die Initiative seiner Familie und der Hilfe von Mitgefangenen konnte die offizielle Version eines Suizides widerlegt werden. UngefĂ€hr 150 Menschen beteiligten sich an der Demo, die lautstark um den Knast in Moabit zog. Einen detaillierten Bericht findet ihr hier.
KnĂ€ste töten ĂŒberall – deswegen mĂŒssen wir Wege finden sie abzuschaffen.




Quelle: Sabot44.org