Februar 25, 2021
Von Indymedia
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Der Staat rĂ€cht sich an “ allen Gefangenen, die sie, um das rechtsextreme Publikum zufrieden zu stellen, in der Pandemie wie menschlichen MĂŒll in elenden GefĂ€ngnissen ĂŒbereinanderstapeln, abgeschnitten von ihren Familien. Und sie weigern sich, das zu tun, was seit Monaten selbstverstĂ€ndlich zu tun wĂ€re, nĂ€mlich die notwendige Leerung der GefĂ€ngnisse, damit nicht massiv Menschenleben gefĂ€hrdet werde, von HĂ€ftlingen wie Wachpersonal. Was mich betrifft, ist das keine Überraschung. Eine Regierung – ein Wirtschaftsunternehmen, das die Pandemie auf obszöne Weise nutzt, um noch reaktionĂ€rer die wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen umzustrukturieren. (
)“

Sowie in Griechenland die regierende rechtskonservative faschistische Partei „Nea Demokratia“ dafĂŒr verantwortlich ist, dass sich Koufontinas Gesundheitszustand massiv verschlechtert und sein Tod nicht nur in Kauf genommen, sondern offenkundig bewusst provoziert wird, so verschlechtert sich die Situation fĂŒr Gefangene in Zeiten der Pandemie weltweit. AutoritĂ€re Maßnahmen schreiten seit der Verbreitung des Virus zĂŒgiger voran als zuvor, spĂŒren tun das vor allem diejenigen, welche innerhalb dieses Systems schon immer am kleineren Hebel saßen oder getreten und geschlagen am Boden lagen. Marginalisierte, PrekĂ€re und UnterdrĂŒckte, aber auch all dejenigen, welche sich versuchen gegen die neoliberale faschistische Weltordung zu wehren, bekommen immer wieder die Repressionskeule des Staates um die Ohren gehauen. Sie sollen gebrochen und mundtot gemacht werden – in vielen FĂ€llen werden sie auch einfach vom Staat kaltblĂŒtig ermordet. In deutschen KnĂ€sten zĂ€hlt die Kampagne Death in Custody 179 TodesfĂ€lle von Schwarzen Menschen, People of Color und von Rassismus betroffenen Menschen in Gewahrsam seit 1990 – die Konsequenz einer rassistischen Politik, welche nicht davor scheut, ihre selbsternannten Gegner*innen zu ermorden.

Die griechische Regierung scheint auf Kounfontinas Tod zu spielen – er selbst steht exemplarisch fĂŒr jemanden, bei dem die Repressionsstrategien des Staates wie Knast und Folter seit Jahren nicht die Wirkung entfachte, die sich der Staat wahrscheinlich wĂŒnschte. Zumindestens kĂ€mpft Koufontinas seit 18 Jahren im Knast und geht nun auch mit seinen 64 Jahren immer noch in den Hungerstreik, erhĂ€lt UnterstĂŒtzung in Griechenland und weltweit außerhalb und innerhalb der KnĂ€ste.

Auch in der BRD gibt es sie – die kĂ€mpfenden, rebbeliereden Gefangenen. Sie lassen sich nicht einschĂŒchtern, sie wehren sich gegen ihre Situation, kĂ€mpfen fĂŒr bessere Haftbedingungen und gegen KnĂ€ste. Es ist unsere Aufgabe hier draußen, sie bei diesem Kampf nicht alleine zu lassen.

Kommt deswegen am 27.01.21 um 15 Uhr zum Kottbusser Tor, schließt euch dem internationalen Aufruf fĂŒr SolidaritĂ€t mit Koufontinas an und zeigt allen Gefangenen, dass wir in diesen abzielend isolierenden, autoritĂ€ren Pandemie Zeiten an ihrer Seite sind. Lasst uns gemeinsam fĂŒr ein besseres Morgen und das Leben kĂ€mpfen!

Umpfangreiche Hintergrundinformationen auf Deutsch zu Dimitris Koufontinas, der griechischen Stadtguerilla 17. November, Koufontinas Gefangenenschaft und SolidaritĂ€tsaktionen findet ihr bei Enough14 und kontrapolis.info. FĂŒr Informationen dazu auf englisch besucht die Seite actforfree.nostate.net.

Siehe auch: Demoaufruf von der Antifaschistischen Koordination 36, AK36




Quelle: De.indymedia.org