April 9, 2022
Von Emrawi
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Das Problem heisst Kapitalismus.

Entgegnen wir ihm solidarisch! Als Arbeitende und Arbeitslose, als Migrant*innen, als Geflüchtete*, als Frauen*, als kranke und beeinträchtigte Menschen, als Jugendliche und Kinder. In der Situation des Krieges, der Pandemie, der Wirtschafstkrise und der Umweltzerstörung erkennen wir unseren Feind klarer denn je!

Fordern wir also jetzt, was wirklich gebraucht wird: Stoppt den Krieg! Sichere Fluchtwege! Öffnung von Leerstand! Freigabe von medizinischen Patenten! Preisfixierung für Grundversorgungsmittel! Erhöhung der Löhne und des Arbeitslosengelds! Sofortiger Miet- und Kündigungsstopp!

Erkämpfen wir langfristig, was für ein gutes Leben nötig ist: Kollektivierung der Betriebe, Enteignung der Reichen, selbstorganisierte und sinnvolle Planung der Wirtschaft, gemeinschaftliche Organisierung der Haus- und Pflegearbeit, konsequent ökologische Umstrukturierung des gesellschaftlichen Lebens, Öffnung der Grenzen, Schutz und Gerechtigkeit für Frauen* die von Gewalt betroffen sind und Bildung für alle!

Wer Ziele hat, muss sich organisieren. Bilden wir Gruppen, starten wir Initiativen, vereinen wir uns als Bündnisse. Überwinden wir innere Widersprüche zugunsten einer diversen aber nach aussen geschlossenen Bewegung. Rekrutieren wir an die Basis und erinnern unsere proletarischen Freund*innen in den Vierteln und Dörfern daran, dass es eine Welt zu gewinnen gibt!

Schauen wir auf die Geschichte zurück, können wir zahlreiche Ideen bekommen, wie wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen und uns ihnen annähern können: Streiks, Besetzungen, Demonstrationen, Blockaden, Ausschreitungen, Direkte Aktion, Flugblätter, Zeitschriften, Radiosendungen, Informationsveranstaltungen…

Beginnen wir jetzt!

Abgesehen von der Befreiung der unterdrückten Massen gibt es keinen legitimen Krieg! Die Aggressionen der imperialistischen Mächte weltweit sind kein Zufall. Der Ursprung des Kapitals liegt in kriegerischem Raub! Entlang diesen Linien führen uns die Spuren des Kolonialismus, der Sklaverei und des Genozids zum heutigen globalen Kapitalismus.

Im Kapitalismus ist der Krieg die Fortsetzung der Konkurrenz der Unternehmen mit anderen Mitteln. Große Unternehmen benützen den Staat, in dem sie am stärksten verankert sind, um ihre Interessen auf der politischen Ebene durchzusetzen, ob diplomatisch oder militärisch. In einer Zeit der Verschärfung der Klimakrise und fortschreitender Technologisierung konkurieren die Mächte geopolitisch – es geht um knappe oder wertvolle Ressourcen, wichtige Handelswege sowie Grenzpolitik.

Um die dauernde Kriegsgefahr für immer zu überwinden, müssen wir den Kapitalismus stürzen!

Gehen wir gemeinsam gegen den Krieg auf die Straße und erhöhen damit den politischen Druck. Unterstützen wir direkt und selbsorganisiert geflüchtete Menschen, auf der Flucht oder hier in Österreich. Greifen wir jene an, die vom Krieg profitieren: Waffen werden produziert, verpackt und geliefert – durchbrechen wir diese Kette, ob durch Streik oder Sabotage.

Der Kapitalismus bestärkt faschistische Tendenzen.

Antikapitalismus heisst immer Antifaschismus. Das heisst wir müssen inter- und antinational Solidarität zeigen und kollektiv handeln! Vereint sind wir stark, denn die Grenze verläuft nicht zwischen innen und außen sondern zwischen unten und oben!

Bekämpfen wir also, was uns teilt: Rassismus und Patriarchat sind ideologische Konstrukte um Menschen abzuwerten, gegeneinander auszuspielen und besser ausbeuten zu können! Die aktuelle Krise des Kapitalismus müssen vor allem prekarisierte, nicht-Österreicher*innen und nicht-weisse Menschen, sowie Frauen* tragen während andere Milliarden besitzen und auf ihrer Yacht Champagner trinken. Diesem Angriff auf die proletarische Klasse können wir nur antworten, wenn wir uns zusammenschliessen!

Rechte Ideologien wie Antisemitismus verwischen, wer wirklich von der Krise profitiert und spalten uns. Das dürfen wir nicht zulassen! Organisieren wir uns antifaschistisch:

Nationalist*innen und Corona-Leugner*innen haben auf der Straße nichts zu suchen, stellen wir uns ihnen entschlossen entgegen. Faschistische Angriffe müssen abgewehrt und beantwortet werden. Der zunehmenden Organisierung rechter Kräfte muss Einhalt geboten werden. Rechter Propaganda müssen linke Ideale und Fakten entgegengehalten werden.

Faschist*in zu sein muss heissen, Probleme zu kriegen!

Am 1. Mai, Tag der Arbeiter*innen, heisst es nun wieder: Heraus!

Schliesst euch den revolutionären Kräften der Demonstration an.

Kommt zahlreich und bringt Fahnen, Banner und Masken mit.




Quelle: Emrawi.org