September 9, 2020
Von FAU Freiburg
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SolidaritÀt mit den NÀher*innen bei Dragon Sweater!

Mini-Kundgebung vor dem Lidl Supermarkt in der Konrad-Goldmann-Straße in Freiburg.

12. September | 16:00 | Lidl (Konrad-Goldmann-Straße)

Die Firma Dragon Sweater betreibt eine Fabrik in Dhaka (Hauptstadt von Bangladesch). In dieser Fabrik wurden von den Arbeiter*innen unter Anderem Klamotten fĂŒr Lidl genĂ€ht. Im MĂ€rz wurde die Mehrheit der 6000 Textilarbeiter*innen in der Fabrik ohne Abfindung und ohne Auszahlung der ausstehenden Löhne und Gelder aufgrund der Corona Pandemie gekĂŒndigt. 90 % der BeschĂ€ftigten sind in der Gewerkschaft GWTUC organisiert. Auch in der Vergangenheit wurden schon Löhne nicht gezahlt und versucht die Arbeit der Gewerkschaft zu behindern.

Die Arbeiter*innen protestieren nun schon seit Monaten gegen ihre Entlassung und fordern die Auszahlung der ihnen rechtmĂ€ĂŸig zustehenden Löhne! Die letzten Teilzahlungen hatten sie fĂŒr den Monat April erhalten und kĂ€mpfen nun darum, ihren Lebensunterhalt in Dhaka mit wenig finanzieller UnterstĂŒtzung oder Sozialhilfe zu bestreiten. Bei ihren Protesten sind die Arbeiter*innen immer wieder EinschĂŒchterungen und Gewalt durch die Polizei ausgesetzt. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung von Dragon Sweater verweigert bisher jegliche Verhandlungen mit den Arbeiter*innen.

Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung von Dragon Sweater rechtfertigt die Entlassung mit Umsatzeinbußen aufgrund der Corona-Pandemie, dabei hat die Regierung in Bangladesch ein Konjunkturpaket in Höhe von 8 Milliarden Dollar fĂŒr Bekleidungshersteller aufgelegt – explizit auch damit diese keine Arbeiter*innen entlassen und weiterhin die Löhne zahlen. Die Gewerkschaft vermutet, dass es der Firma darum geht, alte und gewerkschaftliche organisierte Arbeiter*innen unter dem Vorwand der Corona-Pandemie zu entlassen.

Die Arbeiter*innen von Dragon Sweater haben um internationale SolidaritĂ€tsaktionen fĂŒr ihren Kampf gebeten. Die Arbeiter*innen haben 2019 in großer Zahl Klamotten fĂŒr New Yorker, Walmart und Lidl genĂ€ht, gebĂŒgelt und verpackt! Diese Firmen profitierten direkt von der Ausbeutung dieser Arbeiter*innen. Deshalb wollen den Konflikt dorthin bringen, wo mit ihrer Arbeit das große Geld verdient wird – auf die AbsatzmĂ€rkte in Europa und Nordamerika. Deshalb fordern wir die GeschĂ€ftsfĂŒhrung von Lidl auf:

Üben Sie Druck auf Dragon Sweater aus, so dass die Arbeiter*innen wieder eingestellt werden und sorgen Sie dafĂŒr, dass Dragon Sweater die ausstehenden Löhne zahlt und das Recht der Arbeiter*innen sich in einer Gewerkschaft zu organisieren respektiert!

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Mehr Infos:

Aufruf zu SolidaritÀtsaktionen (englisch)

SolidaritÀts-Kampagne: #UnitedAgainstTheDragon

Vorlage fĂŒr Protest-Mails

Artikel in der Direkten Aktion: „Über Drachen und KĂ€mpfe“

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Bitte tragt wÀhrend der Kundgebung eine Maske und achtet auf ausreichend Abstand zueinander.




Quelle: Freiburg.fau.org