September 21, 2021
Von Anarchist Black Cross Dresden
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Freitag, den 24. September, 17 Uhr im Malobeo, Kamenzerstr. 38

Knast basiert auf dem System der Bestrafung. Das bedeutet, das gesellschaftliche Probleme nicht ausgehandelt, sondern weggesperrt werden. Begriffe wie Resozialisierung werden zu einer Farce, wenn wir uns die Bedingungen in den KnĂ€sten anschauen. So ist die soziale Isolation von Freund:innen, Familie und Gesellschaft ein Aspekt des Knastalltags. Es gibt wenige Kommunikationswege und kaum Möglichkeiten, in den Austausch außerhalb der Knastmauern zu treten.

Hinzu kommt die Pandemie, die seit MÀrz 2020 die soziale Isolation noch verstÀrkt. Besuche sind eingeschrÀnkt, teilweise nur hinter TrennwÀnden und mit Maske möglich, Telefonieren ist unglaublich teuer und digitale Kommunikationsmöglichkeiten wie SkypegesprÀche nur eingeschrÀnkt möglich. Und nun gibt es die vorhergesagte zweite Welle, die neue EinschrÀnkungen bringt.

Briefe schreiben ist daher auch im 21. Jahrhundert, wo der Großteil unserer Gesellschaft hier fast ausschließlich digital kommuniziert eine ĂŒberlebensnotwendige Möglichkeit des Austauschs.
Briefe bringen Abwechslung in den grauen Knastalltag, ermöglichen GesprĂ€che, soziale Interaktion und sind oft ein Anker fĂŒr Menschen im Knast das triste Leben drinnen zu durchstehen.

Deshalb laden wir euch am Freitag, den 24.September, 17 Uhr ins Malobeo zum Solidaritea – dem BriefeschreibcafĂ© ein, um gemeinsam Briefe an Menschen im Knast zu schreiben.

Es wird Tee und Kuchen geben!




Quelle: Abcdd.org