Oktober 26, 2021
Von Anarchist Black Cross Dresden
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Solidaritea, Freitag, 29.10.21, 17 Uhr im Malobeo, Kamenzerstr. 38, 01099 Dresden

Knast basiert auf dem System der Bestrafung. Das bedeutet, dass soziale Probleme nicht verhandelt, sondern weggesperrt werden. Begriffe wie Resozialisierung werden zur Farce, wenn wir uns die Bedingungen in den GefĂ€ngnissen ansehen. Die soziale Isolation von Freund*innen, Familie und Gesellschaft ist ein Aspekt des GefĂ€ngnisalltags. Es gibt wenige KommunikationskanĂ€le und kaum Möglichkeiten, außerhalb der GefĂ€ngnismauern in Austausch zu treten.

Hinzu kommt die Pandemie, die seit MÀrz 2020 die soziale Isolation noch verstÀrkt. Besuche sind eingeschrÀnkt, teilweise nur hinter TrennwÀnden und mit Maske möglich, Telefonieren ist unglaublich teuer und digitale Kommunikationsmöglichkeiten wie SkypegesprÀche nur eingeschrÀnkt möglich.

Briefe schreiben ist daher auch im 21. Jahrhundert, wo der Großteil unserer Gesellschaft hier fast ausschließlich digital kommuniziert eine ĂŒberlebensnotwendige Möglichkeit des Austauschs.
Briefe bringen Abwechslung in den grauen Knastalltag, ermöglichen GesprĂ€che, soziale Interaktion und sind oft ein Anker fĂŒr Menschen im Knast das triste Leben drinnen zu durchstehen.

Deshalb laden wir euch am Freitag, den 29. Oktober, 17 Uhr ins Malobeo zum Solidaritea – dem BriefeschreibcafĂ© ein, um gemeinsam Briefe an Menschen im Knast zu schreiben.




Quelle: Abcdd.org