Juli 5, 2022
Von Anarchist Black Cross Dresden
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Wir sind ÂŽSolidarity CollectivesÂŽ ein Team von Freiwilligen. Zuvor arbeiteten wir unter dem Namen „Operation Solidarity“, mussten aber unsere Initiative umgestalten. Wenn ihr wissen wollt warum, können ihr unsere ErklĂ€rung dazu unten lesen.

Solidarity Collectives ist ein antiautoritĂ€res Netzwerk von reiwilligen, das mehrere Basisinitiativen vereint. Wir helfen der ukrainischen Widerstandsbewegung im Kampf gegen die russische Invasion, unterstĂŒtzen fortschrittliche KrĂ€fte in diesem Kampf, helfen Menschen, die unter dem Krieg gelitten haben, und verbreiten Informationen ĂŒber die Geschehnisse in der Ukraine.

✊ Was wir tun:

Wir unterstĂŒtzen antiautoritĂ€re Aktivist*innen, Gewerkschaftsmitglieder und Basisaktivist*innen, die sich militĂ€rischen Einheiten angeschlossen haben. Bis heute unterstĂŒtzen wir regelmĂ€ĂŸig etwa 150 antiautoritĂ€re KĂ€mpfer*innen, von denen viele derzeit an der Front sind.

Wir nehmen regelmĂ€ĂŸig humanitĂ€re Hilfe entgegen und transportieren sie dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird. In der Regel handelt es sich dabei um Medikamente, Kleidung, Lebensmittel, SchlafsĂ€cke und Isomatten, Gasbrenner und Treibstoff fĂŒr diese sowie elektrische Equipment.

Wir nehmen an Konferenzen und Diskussionen teil und sprechen mit Journalist*innen auf der ganzen Welt, um unsere Position zu vermitteln – dass jede*r, die*der die Werte von Freiheit und Gleichheit teilt, unseren Kampf heute unterstĂŒtzen sollte. 

đŸ€ Wie ihr uns unterstĂŒtzen können:

Alles, was wir tun, ist nur dank der internationalen SolidaritÀt möglich. Wenn ihr also den russischen Imperialismus stoppen oder seine zerstörerischen Folgen, die sich bereits zu einer humanitÀren Katastrophe auswachsen, abmildern wollt, könnten ihr uns helfen!

💳 Spendenmöglichkeiten:

Monobank (Überweisungen innerhalb der Ukraine): 5375411415211403
PayPal: suppliesforukrainenow@proton.me
PayPal nur fĂŒr humanitĂ€re Hilfe: humanitarian.aid.for.ukraine@proton.me 

✉ Kontaktmöglichkeiten:

Messages: @KontaktKollektive
E-Mail: solidaritycollectives@riseup.net
SocialMedia: Telegram (https://t.me/SolidarityCollectives), Instagram (https://www.instagram.com/solidaritycollectives/), Facebook (https://www.facebook.com/SolidarityCollectives)

Statement

Solidarity Collectives ErklĂ€rung 04. Juli 2022

Wir, die ehemaligen Mitglieder des Netzwerks „Operation SolidaritĂ€t“, gemeinsam mit europĂ€ischen GefĂ€hrt*innen möchten euch ĂŒber die Geschehnisse in unserer Initiative informieren.

Seit den ersten Tagen des Krieges hat unser Kollektiv unsere antiautoritĂ€ren GefĂ€hrt*innen, die zu den Waffen griffen, mit allem versorgt, was sie brauchten. Gemeinsam haben wir ein logistisches Netzwerk zwischen EU-LĂ€ndern und der Ukraine aufgebaut. Wir sammelten Geld und kauften AusrĂŒstung fĂŒr mehr als 100 KĂ€mpfer*innen. Wir teilten mit Tausenden unserer auslĂ€ndischen GefĂ€hrt*innen unsere Ansichten ĂŒber den Krieg und lieferten tonnenweise humanitĂ€re Hilfe. Doch irgendwann wurde diese Arbeit des Netzwerks, an dem Dutzende von Menschen aus verschiedenen LĂ€ndern beteiligt sind, von einer kleinen Gruppe von Menschen – einer Person namens Salem, seinem Bruder und ihrem Freund – effektiv blockiert. 

 Alle unsere Versuche, eine Einigung ĂŒber die Dezentralisierung von Macht zu erzielen, sind gescheitert. Stattdessen wurden wir mit Erpressung und der Aneignung kollektiv gesammelter Spenden konfrontiert. Unter Ausnutzung ihres exklusiven Zugangs zu Medienressourcen und Geldkonten eigneten sich Salem und seine Mitstreiter*innen einen betrĂ€chtlichen Teil des Geldes an und begrĂŒndeten dies mit der „Sinnlosigkeit“ von FreiwilligenaktivitĂ€ten und kĂŒndigten die Absicht an, ein halbkommerzielles Projekt unter dem Dach der Operation SolidaritĂ€t zu schaffen. Unsere Bitte in diesem Fall, die sozialen Medien an Dritte weiterzugeben und zumindest einige Belege fĂŒr ihr neues Projekt vorzulegen, waren vergeblich.

In Anbetracht dessen sehen wir uns weder in einer Organisation noch in einer Bewegung mit Salem. Wir mĂŒssen unsere AktivitĂ€ten in Operation SolidaritĂ€t beenden, der Initiative, in die wir alle MĂŒhe, Zeit, Geld und unsere Namen gesteckt haben. Das Team von Operation Solidarity wird seine ehrenamtliche Arbeit unter einem anderen Namen Solidarity Collectives fortsetzen.

Was jetzt unter dem Namen Operation Solidarity lĂ€uft, hat nichts mehr mit Freiwilligenarbeit zu tun, und es wird Geld fĂŒr unklare Zwecke gesammelt. Deshalb rufen wir alle antiautoritĂ€ren Kollektive dazu auf, nicht mit den drei Personen, die sich immer noch unter dem Namen unserer einst gemeinsamen Initiative prĂ€sentieren, zusammenzuarbeiten, sie nicht bekannt zu machen, sie nicht zu öffentlichen Veranstaltungen einzuladen und nicht auf die alten Konten zu spenden.

Es ist sehr traurig fĂŒr uns, solche ErklĂ€rungen zu einer Zeit zu schreiben, in der die ukrainische antiautoritĂ€re Bewegung mehr denn je geeint sein muss. Aber um unseren GefĂ€hrt*innen in den militĂ€rischen Einheiten weiterhin helfen und humanitĂ€re Missionen durchfĂŒhren zu können, mĂŒssen wir diese Entscheidung treffen.




Quelle: Abcdd.org