Januar 9, 2022
Von End Of Road
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Am Abend des 7. Januar 2022 zogen wir mit etwa 60 Personen unangemeldet durch das Ostertorviertel. Mit Sprechchören, Pyrotechnik, Flyern und einem Transpi brachten wir unsere Wut ĂŒber die rassistischen Polizeimorde zum Ausdruck. Am Rande wurde ein geparktes Vonovia-Fahrzeug beschĂ€digt. WĂ€hrend der gesamten Sponti tauchten die Bullen erst gar nicht auf und wurden deshalb auch nicht angegriffen. Schöne GrĂŒĂŸe an die neue Soko Linksextremismus!

Auch bei der offiziellen Gedenkveranstaltung der Initiative in Gedenken an Laye Alama CondĂ© glĂ€nzten die Bullen mit Abwesenheit. Daran können wir uns gewöhnen. Wir senden solidarische GrĂŒĂŸe an die Initiative der Kundgebung und sehen unsere Sponti als ergĂ€nzenden Teil im Sinne vielfĂ€ltiger Protest- und Ausdrucksformen.

Laye Alama CondĂ© wurde an der Sielwall-Kreuzung von rassistischen Bullen kontrolliert und in Gewahrsam genommen. CondĂ© wurden zwangsweise Brechmittel verabreicht. An den Folgen dieser Folter verstarb er am 07.01.2005. Politische Verantwortung fĂŒr diesen Mord hat von der damaligen Bremer Ampelkoalition niemand ĂŒbernommen. Mehr Infos zu diesem Mordfall und der Initiative in Gedenken an Laye Alama CondĂ© findet ihr unter www.brechmittelfolter-bremen.de.

Am selben Tag wurde Oury Jalloh in einer Polizeizelle in Dessau getötet. An HĂ€nden und FĂŒĂŸen gefesselt, ist er verbrannt. Seit 17 Jahren kĂ€mpfen Freund_innen und Aktivist_innen fĂŒr die AufklĂ€rung der TodesumstĂ€nde gegen ignorante und rassistische staatliche Institutionen und Sicherheitsbehörden. Durch Gutachten haben sie bewiesen, dass Oury Jalloh erst schwer misshandelt und dann von den Dienst habenden Bullen angezĂŒndet wurde. Mehr Infos dazu findet ihr unter https://initiativeouryjalloh.wordpress.com.

Morde und Misshandlungen durch Polizist_innen sind keine EinzelfÀlle, sondern Ausdruck eines rassistischen staatlichen Gewaltmonopols. Wir lehnen den Staat und die herrschenden VerhÀltnisse ab.

In Bremen gab es in den letzten Monaten vermehrt BemĂŒhungen der linksradikalen Szene, unangekĂŒndigte und unangemeldete Demonstrationen durchzufĂŒhren. Wir begrĂŒĂŸen diese Aktionsform und wollen uns auch in Zukunft ohne Erlaubnis die Straße nehmen – mit unserer Kritik an den gesellschaftlichen VerhĂ€ltnissen und unserer feindseligen Haltung gegenĂŒber den Bullen.

Oury Jalloh – das war Mord!

Laye CondĂ© – das war Mord!

Wut und Trauer zu Widerstand!




Quelle: Endofroad.blackblogs.org