November 29, 2021
Von FAU Flensburg
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Regierung konstatiert Pflegenotstand. KĂŒrzungen im öffentlichen Dienst vorgesehen

Corona ist das Virus, die Krise heißt Kapitalismus. Am Sonntag wurde die neueste Virusmutation Omikron in Hessen nachgewiesen. Wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft mitteilte, kann der Normalbetrieb in mehr als drei Viertel aller KrankenhĂ€user in Deutschland nicht mehr aufrechterhalten werden. Drei Viertel der Operationen mĂŒssten verschoben werden. Die Quote der vollstĂ€ndig Geimpften liegt hierzulande immer noch bei unter 70 Prozent.

Durch jahrzehntelange KĂŒrzungsorgien ist der Staat zum Superspreader mutiert. Die Regierung macht keinen Hehl daraus, dass BeschĂ€ftigte in der Pflege dringend benötigt werden. Einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt wurde, fehlen bundesweit mindestens 35.000 FachkrĂ€fte in der Branche. »In keinem anderen Beruf sind die EngpĂ€sse so groß wie bei Kranken- und Altenpflegern«, sagte die Forscherin Susanne Seyda der Welt am Sonntag. Seit 2011 sei die Zahl der offenen Stellen um knapp 40 Prozent gewachsen. Der Mangel dĂŒrfte zudem sogar noch grĂ¶ĂŸer ausfallen, denn die in der Studie genannten Zahlen markierten nur eine Untergrenze. Die offensichtliche Not zu lindern, indem höhere Löhne gezahlt werden, sei im Pflegebereich »offensichtlich nicht selbstverstĂ€ndlich«. Statt dessen ĂŒbernimmt das MilitĂ€r weitere Aufgaben der öffentlichen Versorgung. Wegen der stark steigenden Inzidenzwerte will die Bundeswehr bis Montag 5.000 Soldaten zusĂ€tzlich bereitstellen, hatte die StreitkrĂ€ftebasis am Freitag in Bonn mitgeteilt. In rund 80 Prozent aller GesundheitsĂ€mter sind mittlerweile Soldaten im Einsatz.

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Quelle: Fau-fl.org