November 16, 2020
Von Feministisch Queer
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In diesem Statement wird das „Gender-Sternchen“ verwendet. Dies liegt dem Versuch zugrunde, eine sprachliche ReprĂ€sentationsform jenseits des binĂ€ren Systems zu wĂ€hlen, und eine Vielzahl geschlechtlicher IdentitĂ€ten anzuerkennen.

Hinweis: Der Text enthÀlt Benennungen von sexualisierter Gewalt, Transfeindlichkeit und Rassismus.

„Die Zeit fĂŒr das Nordische Modell in Deutschland ist gekommen.“ Mit diesem Aufruf fordert das BĂŒndnis Nordisches Modell auf, Prostitution abzuschaffen. Am 26. und 27. September findet in Bonn die Tagung der abolitionistischen Personen, Vereine und Parteien in Deutschland statt. Bei dieser Tagung geht es darum, dass Gruppen und Menschen sich stĂ€rker vernetzen, um mit „Nachdruck“ die EinfĂŒhrung des sog. Nordischen Modells zu fordern. Wir fordern mit Nachdruck das Gegenteil!
Aus linker-feministischer Perspektive finden wir dieses Beharren auf Verbote, Kriminalisierung und Stigmatisierung problematisch, gewaltvoll und patriarchal. Wir möchten stattdessen zu einer linken Solidarisierung mit Sexarbeiter*innen aufrufen. SelbstorganisierungsverbÀnde von Sexarbeiter*innen fordern seit langem selbst die Entkriminalisierung von Sexarbeit und sprechen sich gegen das nordische Modell aus.

Aber was ist das Nordische Modell eigentlich?
Das sog. Nordische Modell beruht auf den in Schweden seit 1999 bestehenden Gesetzgebungen, die als Teil eines „Frauenfriedens“ Paketes in Kraft traten. Diesen Gesetzen liegt die Annahme zugrunde, dass jegliche Form von Prostitution „MĂ€nnergewalt an Frauen und Kindern“ sei. Eine Anerkennung von Sexworker*innen anderen Geschlechts als „Frau“ gibt es nicht. In der Logik von dem Verein Terre des Femmes, der das Sexkaufverbot und die Tagung unterstĂŒtzt, schließt das auch trans Frauen aus. Ausgehend von der Behauptung, Prostitution könne nie einvernehmlich oder freiwillig stattfinden, setzten sich sozial-demokratische und linke Parteien dafĂŒr ein, Gesetze zu schaffen, die Prostitution vermindern/verhindern sollen. Die „Lösung“ stelle ein Modell des Sexkaufverbots dar. Nach dem Modell des Sexkaufverbots handeln Menschen illegal, die sexuelle Dienstleistungen erwerben, nicht diejenigen, die sie anbieten. Eine direkte Stigmatisierung der Sexarbeiter*innen und eine direkte Kriminalisierung sollen so verhindert werden. DarĂŒber hinaus soll so auch der Menschenhandel innerhalb von Schweden eingedĂ€mmt werden. Es folgten BemĂŒhungen, die Gesellschaft, v.a. SchĂŒler*innen, besser ĂŒber Prostitution und Gewalt an Frauen aufzuklĂ€ren. Außerdem sollen Prostituierte mehr Hilfe zum Ausstieg aus der Prostitution erhalten.
Schritte, um diese Zielsetzungen zu erreichen, waren in Schweden unter anderem Investitionen in die Polizei, um Sonderkommissionen zur Verfolgung von Freiern zu errichten.
Nach einer Evaluation des schwedischen Modells durch das Komitee fĂŒr Frauenrechte und Gleichberechtigung im Jahr 2014, stimmt das EU-Parlament mehrheitlich fĂŒr eine Resolution ab, die EU-Staaten auffordert, ein dem nordischen Ă€hnliches Modell einzufĂŒhren. In Finnland, Frankreich und Norwegen traten Ă€hnliche Gesetze bereits in Kraft. Es werden und wurden immer mehr Stimmen laut, die die Bundesregierung auffordern ein Ă€hnliches Modell anzustreben, hĂ€ufig mit dem langfristigem Ziel Prostitution komplett „abzuschaffen“, also zu kriminalisieren.

Wer sind die UnterstĂŒtzer*innen des nordischen Modells?
Kommen wir erst einmal zu dem komplizierten Namen der Tagung. Wie viele englischsprachige SWERFs (Sex Arbeiter*innen ausschließende radikale Feminist*innen) haben sich auch deutschsprachige SWERFs den Begriff „abolitionistisch“ bzw. „Abolitionismus“ angeeignet. Gemeint ist damit ursprĂŒnglich die Abschaffung (abolition) der Sklaverei in den USA, inzwischen wird auch der Begriff prison abolition, Abschaffung des GefĂ€ngnissystem, genutzt. Damit setzen die Initiatorinnen der Tagung Prostitution mit Sklaverei und rassistischer Ausbeutung in GefĂ€ngnissen gleich. Diese Gleichsetzung ist nicht vertretbar. Sie ist rassistisch. Und sie zeigt deutlich, inwiefern die Initiator*innen ihre eigene Positionierung als weiße Personen reflektiert haben: Gar nicht. Daher ĂŒberrascht es nicht, dass das „nordische Modell“ selbst, das sie so begeistert unterstĂŒtzen, rassistische Mechanismen reproduziert und fördert.

An dieser Stelle folgt nur ein kurzer Absatz zu einigen der UnterstĂŒtzer*innen der Tagung, weitergehende Texte findet ihr am Ende unseres Statements.
2014 Ă€ußert sich Alice Schwarzer (die die Tagung unterstĂŒtzt) zu Prostitution, setzt das Wort „freiwillig“ vor dem Wort nur in AnfĂŒhrungszeichen, und ist empört ĂŒber die Situation in Deutschland. Der Artikel bietet Anlass fĂŒr zahlreiche vermeintliche Feminist*innen, sich hinter der EMMA und Alice Schwarzer einzureihen, und der anti-Prostitutions Diskurs zieht sich unter anderem durch Parteien wie die SPD und Vereine wie Terre des Femmes.
Die Initiatorinnen der BĂŒndnistagung, welche Anlass dieser Stellungnahme ist, besteht zur HĂ€lfte aus Mitfrauen von „TERRE DES FEMMES – Menschenrechte fĂŒr die Frau e.V.„. Terre des Femmes ist ein rechtsoffener, transfeindlicher und rassistischer Verein, welcher mit problematischen Akteur*innen zusammenarbeitet. Antisemit*innen, Verschwörungs-theoretiker*innen, Misogynie, Transfeindlichkeit, Rassist*innen und Gendergegner*innen haben in der Vergangenheit schon hĂ€ufig mit TdF zusammengearbeitet und TdF scheint damit kein Problem zu haben.[1]

Kritiken am nordischen Modell
Das nordische Modell unterstĂŒtzt Sexarbeiter*innen nicht. Kriminalisierung von Sexarbeit und Stigmatisierung von Sexarbeiter*innen unterstĂŒtzt Sexarbeiter*innen nicht. Das BĂŒndnis der Fachberatungsstellen fĂŒr Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufaS) schreibt in einem offenen Brief[2] zum Sexkaufverbot:

„Wie das Deutsche Institut fĂŒr Menschenrechte und Amnesty International lehnen wir die EinfĂŒhrung eines Sexkaufverbotes ab. Denn es wird gerade die Situation der Menschen verschlechtern, die innerhalb der Sexarbeit am verletzlichsten sind: Die Kriminalisierung von Kund*innen hat immer auch verheerende Folgen fĂŒr die Sexarbeiter*innen selbst: Weder das Angebot noch die Nachfrage nach Sexarbeit sinken durch ein Sexkaufverbot. Um ihre Kund*innen zu schĂŒtzen, können Sexarbeiter*innen keine offenen, legalen Verhandlungen mehr fĂŒhren, sondern mĂŒssen verdeckte Anbahnungswege finden. Dies verschiebt die MachtverhĂ€ltnisse zwischen Sexarbeiter*innen und Kund*innen zum Nachteil der Sexarbeiter*innen. Insbesondere prekĂ€r arbeitende und lebende Menschen sind gezwungen, Schutz und Anbindung in den Strukturen zu suchen, die selbstbestimmte Arbeit verhindern und AbhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnisse fördern. Durch die Arbeit im Verborgenen steigt die Gefahr, von Ausbeutung und Gewalt betroffen zu werden. Gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass tatsĂ€chlich erlebte Gewalt angezeigt wird.“

Die gesellschaftliche Stigmatisierung von Sexarbeit wird durch das Sexkaufverbot – besonders aber durch sein Framing (hier: das zu Grunde liegende Weltbild) – verschĂ€rft. Die gesellschaftliche UnterstĂŒtzung von Sexarbeiter*innen als Personen nimmt ab. Stattdessen werden sie auf eine Rolle reduziert, die sie gleichzeitig als Opfer und als Verfechter*innen von patriarchaler Gewalt zeichnet.
Gesetzliche Regelungen, die mit dem Sexkaufverbot einhergehen, verhindern auch gegenseitige UnterstĂŒtzung von Sexarbeiter*innen. So schreibt bufaS in dem offenen Brief[2] weiter:

„UnterstĂŒtzungsstrukturen im Allgemeinen und insbesondere auch unter den Sexarbeiter*innen selbst, stellen wichtige Wirkfaktoren fĂŒr sicheres Arbeiten dar. Mit dem Sexkaufverbot einhergehende gesetzliche Regelungen verschĂ€rfen die gesellschaftliche Stigmatisierung von Sexarbeiter*innen noch und verhindern gegenseitige UnterstĂŒtzung. So ist es in Schweden verboten, von den Einnahmen von Sexarbeiter*innen zu profitieren. Dies betrifft z.B. Vermieter*innen, Babysitter*innen und auch Sexarbeiter*innen selbst, die sich gegenseitig unterstĂŒtzen.“

Eine zentrale Kritik am nordischen Modell ist, dass es nicht funktioniert. Es gebe keine Nachweise dafĂŒr, dass die Ziele tatsĂ€chlich erreicht wĂŒrden. Die Daten, die es gebe, seien auf verschiedene Weisen auslegbar, und vor allen Dingen dĂŒnn. Stattdessen zeigt zum Beispiel eine norwegische Evaluation fĂŒnf Jahre nach der EinfĂŒhrung des nordischen Modells, dass zwar die Anzahl der
norwegischen Freier zurĂŒckgegangen sei, die der auslĂ€ndischen aber zugenommen habe. Es gebe keinen nachweislichen positiven Einfluss auf Gewalt und Drohungen gegen Sexarbeiter*innen. Stattdessen habe sich die Stigmatisierung von Sexarbeiter*innen verschĂ€rft. Sinkende Preise und hĂ€rterer Konkurrenzkampf seien Folgen. Sexarbeiter*innen seien verstĂ€rkt Repressionen ausgesetzt und es sei von einem Anstieg bei der Gewalt gegen Sexarbeit*innen auszugehen.[3] FĂŒr das Argument, ein Sexkaufverbot wĂŒrde zum RĂŒckgang von Frauen- und Menschenhandel fĂŒhren, gibt es keine Belege.[4]

Sexarbeit ist Lohnarbeit wie andere Berufe – was Ausbeutung und Gewalt nicht relativiert
Die Tagung der abolitionistischen Personen, Vereine und Parteien Deutschland 2020 unterstĂŒtzt Sexarbeiter*innen nicht. Vielmehr verschleiert die Argumentationen fĂŒr eine Abschaffung von Sexarbeit kapitalistische, heteronormative und patriarchale AusbeutungsverhĂ€ltnisse.
Ausgebeutet werden wir alle. Das Argument, Sexarbeit sei Ausbeutung und Gewalt, wird seitens der SWERFs (Sexarbeiter*innen ausschließende radikal Feminist*innen) daran gemessen, was selbst als unangenehm empfunden wird. Ausbeutung wird dabei nicht im kapitalistischen System gedacht, sondern als etwas, das einer heteronormativen (hegemonialen) Vorstellung von ‚gesunder‘ SexualitĂ€t widerspricht. Sexarbeit nicht als Arbeit, sondern aus einer vermeintlich feministischen Perspektive als Gewalt zu definieren, lenkt von den kapitalistischen AusbeutungsverhĂ€ltnissen, die jeder Lohnarbeit innewohnen, ab. Die erlebte Gewalt von Sexarbeiter*innen, die weniger durch ihre Arbeit an sich, als vielmehr durch unsere patriarchale Gesellschaft bedingt ist, wird dabei nicht problematisiert.
Wir mĂŒssen Ausbeutung gesamtgesellschaftlich denken. So lange es Notwendigkeiten gibt, auf deren Basis wir alle gezwungen sind, unsere Arbeit zu verkaufen, kann es keine RealitĂ€t ohne Ausbeutung geben. Patriarchale Gewalt wird nicht aufhören, wenn wir Sexarbeit verbieten, und Sexarbeiter*innen die Schuld dafĂŒr geben, dass das patriarchale System bestehen bleibt.
Wenn wir Sexarbeit als Arbeit betrachten, können wir uns als Arbeiter*innen miteinander verbĂŒnden, um solidarische RealitĂ€ten zu schaffen, die frei von Gewalt sind – und frei von der Notwendigkeit, unsere Arbeit zu verkaufen, uns ausbeuterischen VerhĂ€ltnissen auszusetzen, um am Leben zu bleiben.
Sexarbeiter*innen werden durch die Definition ihrer Arbeit als Gewalt als bloße Opfer stilisiert. Aber wenn wir alle Sexarbeit als Gewalt definieren, nehmen wir Sexarbeiter*innen die Möglichkeit, tatsĂ€chlich erlebte Gewalt zu thematisieren und Strategien dagegen zu entwickeln. Die Argumentation gegen Sexarbeit verbĂŒndet sich mit unserer Rapeculture, indem sexualisierte Gewalt und Ausbeutung nicht im Umfeld, sondern an einem imaginĂ€ren Ort des
Fremden/Anderen gesucht wird. Der fremde Freier wird als immer schuldiger TĂ€ter markiert, wĂ€hrend das eigene Umfeld, Freund*innen, Bekannte und Verwandte, von denen die meiste sexualisierte Gewalt verĂŒbt wird, nicht thematisiert werden.

Repressionen und Rassismen
Wer greift beim sog. nordischen Modell durch? Wer ĂŒberwacht und straft? Durchgesetzt wird eine zunehmende staatliche Regulierung durch das Nordische Modell natĂŒrlich von der Polizei. EnthĂŒllungen ĂŒber rechtsradikalen Konsens unter Beamt*innen und rechte Netzwerke hĂ€ufen sich, sowie Berichte ĂŒber das Ausnutzen ihrer Befugnisse. Die Polizei hat ein strukturelles Problem mit Rassismus, Sexismus, Transfeindlichkeit und Misogynie. Und diese Menschen sollen jetzt noch mehr Rechte haben und noch mehr auf Sexarbeiter*innen zugreifen können. Es geht nicht um Schutz, es geht um Kontrolle. Das beste Beispiel dafĂŒr ist die in der Logik des Nordischen Modells zwingende Verbindung von Sexarbeit und Menschenhandel: Auf ihrer Basis steigen Repressionen gegen migrantische Sexarbeiter*innen. Sie werden abgeschoben und ihnen wird die Einreise verweigert. Im Jahr 2014 entschied ein schwedisches Gericht zugunsten eines Pub Besitzers, der asiatisch aussehenden Frauen den Zutritt zu seinem Pub verweigerte – auf Basis des Verdachts, sie könnten Sexarbeiter*innen sein. Hier wird sehr deutlich, dass es nicht um den Schutz der Prostituierten geht.[5]
Einen Feminismus, wie er von den UnterstĂŒtzer*innen und Organisator*innen der Tagung der abolitionistischen Personen, Vereine und Parteien Deutschland 2020 vertreten wird, finden wir falsch! Wenn zwischen ‚guter‘ und ’schlechter‘ Ausbeutung unterschieden wird, sexualisierte Gewalt durch rassistische und sexistische Denklogiken auf Sexarbeit projiziert wird, und Sexarbeiter*innen durch eine stĂ€rkere Regulierung seitens der Polizei geholfen werden soll, gilt es, zu intervenieren!

Was sind denn tatsÀchlich Möglichkeiten, Ausbeutung, Menschenhandel und Patriarchat etwas entgegenzusetzen?
Langfristig ist die Lösung klar: So lange unsere Gesellschaft von Kapitalismus, Patriarchat und Nationalismus geformt wird, sind alle Vorstellungen von einem Leben in Freiheit und ohne Gewalt und Ausbeutung letztendlich illusorisch. Die endgĂŒltige Lösung kann nur sein, eine Gesellschaftsform zu schaffen, die in ihren Grundformen außerhalb der gegenwĂ€rtigen Logiken steht. Was wir brauchen ist wirkliche Sicherheit, die auf einem gemeinsamen Zugang zu
Ressourcen, auf SolidaritĂ€t und auf dem positiven Einschluss der BedĂŒrfnisse aller basiert. Was wir brauchen ist eine Gesellschaft, in der Gewalt und Ausbeutung keinen Platz haben. Ob es dann noch Sexarbeit gibt? Vermutlich, denn Sexarbeit ist care Arbeit. Aber sie wird sehr sicher ohne die Dinge stattfinden, fĂŒr die das „nordische Modell“ versucht eine Lösung zu bieten – und es nicht kann, da es selbst in der Logik von Gewalt und Kontrolle verhaftet bleibt.
Uns ist bewusst, dass diese Lösung sehr langfristig gedacht ist. Daher weisen wir darauf hin, dass es kurzfristige LösungsvorschlĂ€ge gibt: Von Sexarbeiter*innen selbst und von VerbĂ€nden, die diese unterstĂŒtzen.
So fordert Ban Ying e.V.[6], eine Koordinations- und Fachberatungsstelle gegen Menschenhandel, sehr konkret:

‱ Sexarbeiter*innen selbst als Alliierte im Kampf gegen Ausbeutung und Menschenhandel anzuerkennen und sie an der politischen Debatte zu beteiligen
‱ denjenigen, die Opfer von Menschenhandel und Ausbeutung wurden, EntschĂ€digungen und realen Schutz zu bieten – unabhĂ€ngig davon, ob sie als Zeug*innen in einem Strafverfahren aussagen oder eine gĂŒltige Aufenthaltserlaubnis in Deutschland besitzen
‱ das Recht auf Sexarbeit
‱ die Einbindung von Sexarbeiter*innen in die politischen VorstĂ¶ĂŸe der Prostitutionsgesetzgebung
‱ die Rechte von Betroffenen von Menschenhandel nicht an die Kooperationsbereitschaft mit den Strafverfolgungsbehörden zu knĂŒpfen
‱ weitere Finanzierung von Fachberatungsstellen gegen Menschenhandel,
‱ die Einhaltung der EU-Richtlinie zur BekĂ€mpfung des Menschenhandels, u.a. Weitervermittlung an eine kostenlose Beratung fĂŒr undokumentierte Menschen, welche möglicherweise von Ausbeutung oder Menschenhandel betroffen sind – bevor eine aufenthaltsrechtliche Entscheidung getroffen wird.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass wir selbst momentan keine Sexarbeit ausfĂŒhren oder ausgefĂŒhrt haben. Vor Kurzem erschien das Zine „Solidarisch gegen TERFs und SWERFs – Antifaschistische Positionen zu Sexarbeit“7, zu welchem Christian Schmacht im August 2020 in MĂŒnster einen Vortrag hielt. Wir fanden uns daraufhin als Einzelpersonen zusammen, um unsere Positionierung zu reflektieren und ĂŒberlegten, wie wir auf das BĂŒndnistreffen reagieren können.
Dieser Text ist ein Versuch, queere, linke und feministische Menschen an das Thema heranzubringen und ein Einbeziehen von Sexarbeiter*innen in unsere Analysen und KĂ€mpfe herauszufordern.

Solidarische GrĂŒĂŸe,
fĂŒr Sexarbeit MĂŒnster

Ihr erreicht uns unter:

Emailadresse: fuersexarbeit@systemli.org
Instagram: fuersexarbeit_ms
Twitter: fuersexarbeitms

Quellen:
[1]https://bkramer.noblogs.org/ein-xtrathread-ueber-terre-des-femmes-deutschland/
[2]https://berufsverband-sexarbeit.de/index.php/2020/07/09/offener-brief-des-bufas-e-v-zum-sexkaufverbot/
[3]https://www.bundestag.de/resource/blob/678116/53f1edc9dc0f14f544a4bb076edfa9f4/WD-9-082-19-pdf-data.pdf
[4]https://www.ban-ying.de/advocacy/aktuelles-offener-brief
[5]https://menschenhandelheute.net/2014/07/01/prostitution-und-menschenhandel-1-die-wahrheit-uber-das-nordische-und-schwedische-modell/
[6]https://www.ban-ying.de/advocacy/aktuelles-offener-brief
[7]das hervorragende Zine könnt ihr bei sexworkzine_leipzig[at]riseup.net anfragen

Terre des Femmes, ein Terfverein:
https://www.frauenrechte.de/images/downloads/allgemein/20200912_Positionspapier_zu_Transgender_Selbstbestimmung_und_Geschlecht.pdf




Quelle: Queerfems.blackblogs.org