August 22, 2021
Von FAU Flensburg
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SpĂ€testens seit dem Beginn der Corona-Pandemie dĂŒrfte der Name des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach wohl den meisten Menschen hierzulande ein Begriff sein. Dies nicht zuletzt wegen seiner stark umstrittenen VorschlĂ€ge, welche er stets als „wissenschaftlich begrĂŒndet“ darstellt und damit jegliche Kritik im Vorhinein entkrĂ€ften will. Nun hat er sich die streikenden Eisenbahner:innen als Zielscheibe ausgesucht. – Ein Kommentar von Kevin Hoffmann

Mit der Corona-Pandemie und den ihr hinterher rennenden Maßnahmen der deutschen Bundesregierung ist auch der oft unscheinbar wirkende 58jĂ€hrige SPD-Politiker Karl Lauterbach beinahe tĂ€glich in Fernsehen, Radio und Zeitungen anzutreffen. Dabei tritt er stets als das scheinbar rational und wissenschaftlich argumentierende „Gewissen“ auf und bereitete mit seinen inhaltlich radikalen Forderungen die Basis fĂŒr weitgehende Einschnitte von Grundrechten und privatem wie gesellschaftlichem Leben. Dabei stellt sich der Bundestagsabgeordnete gerne als vernunftmĂ€ĂŸiger EinzelkĂ€mpfer da, obwohl seine Partei selbst einen Teil der Bundesregierung stellt.

Da die Corona-Infektionen in den letzten Tagen und Wochen wieder stark ansteigen, ist auch Lauterbach wieder öfter in den Schlagzeilen, und er hat auch schon neue Schuldige fĂŒr steigende Inzidenzen gefunden: die streikenden Eisenbahner:innen der Gewerkschaft GDL.

Lauterbach stimmt damit ein in die reaktionĂ€re Medienhetze zahlreicher Politiker:innen, der Wirtschaft und der großen MedienhĂ€user. Er ĂŒberflĂŒgelt viele von ihnen mit seiner heuchlerischen Argumentation jedoch bei weitem. Die Funke Mediengruppe zitiert Lauterbach mit den Worten: „Der Streik der LokfĂŒhrer wird zu mehr Corona-Infektionen fĂŒhren“ und weiter: Ein Tarifstreit „in dieser Form auf dem RĂŒcken der gesunden Bevölkerung ist ziemlich rĂŒcksichtslos.“

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Quelle: Fau-fl.org