September 14, 2021
Von FAU Flensburg
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Berlin: Verdi setzt Ausstand an Kliniken fort. Landespolitiker schalten sich ein

Sie lassen nicht locker. BeschĂ€ftigte der kommunalen Kliniken Vivantes und CharitĂ© setzten am Montag ihren unbefristeten Streik fort. In den kommenden Tagen wĂŒrden jeweils rund 1.000 PflegekrĂ€fte ihre Arbeit niederlegen, teilte Meike JĂ€ger, Verdi-VerhandlungsfĂŒhrerin, am Montag mit. »Dabei sind Betten und ab Dienstag auch ganze Stationen zur vorĂŒbergehenden Schließung angemeldet.« Ferner gingen Streikwillige bei den ­Vivantes-Tochtergesellschaften fĂŒr Transport, Reinigung und Verpflegung wieder in den Ausstand.

Zur Erinnerung: Verdi fordert fĂŒr die Pflegenden in den Kliniken einen »Tarifvertrag Entlastung«. Das heißt? Einklagbare Mindestbesetzung auf den Stationen und bei VerstĂ¶ĂŸen ein Belastungsausgleich fĂŒr BeschĂ€ftigte – Geld oder Freizeit. Das ist nicht alles. Bei den Vivantes-Töchtern soll kĂŒnftig der Tarifvertrag fĂŒr den öffentlichen Dienst (TVöD) gelten. Motto: Ein Konzern, eine Belegschaft, ein Tarifwerk.

Verhandelbare Angebote seitens der KlinikgeschĂ€ftsfĂŒhrungen fehlten bislang, monierten Verdianer. Was genau? Etwa konkrete Zahlen ĂŒber die Wechselschichtzulage, den Nachtzuschlag und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Und bei den Vivantes-Töchtern? Laut Offerte vom Freitag hĂ€tten BeschĂ€ftigte dort ab 2028 Jobbedingungen nach dem TVöD. Inakzeptabel. »Damit sollen die BeschĂ€ftigten sieben Jahre hingehalten werden«, wird die stellvertretende ­Verdi-Landesbezirksleiterin Susanne Feldkötter gleichentags in einer Mitteilung zitiert. Diese Angebote böten keinen Anlass, den Streik auszusetzen, ergĂ€nzte JĂ€ger.

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Quelle: Fau-fl.org