November 9, 2021
Von FAU Flensburg
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RegelmĂ€ĂŸig wird vom „menschengemachten Klimawandel“ gesprochen, weshalb es eine Anstrengung der „Menschheit“ brĂ€uche um dem Klimawandel zu begegnen. Eine Studie zeigt nun, dass vorallem die Superreichen ĂŒber ihre VerhĂ€ltnisse leben – und einen Großteil des CO2-Ausstoss zu verantworten haben. Die pro-Kopf-Emissionen der zum reichsten ein Prozent der Weltbevölkerung gehörenden Personen wird im Jahr 2030 30-mal grĂ¶ĂŸer sein, als es mit einer Begrenzung der ErderwĂ€rmung auf maximal 1,5 Grad Celsius vertrĂ€glich wĂ€re.

Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlĂ€sslich der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow hervor. Die Studie beruht auf Untersuchungen des Instituts fĂŒr EuropĂ€ische Umweltpolitik (IEEP) und des Stockholmer Umweltinstituts (SEI). Sie beschĂ€ftigt sich mit dem ungleichen Anteil von armen und reichen Menschen beim Ausstoss von CO2.

Bei ihren Analysen gehen die Forscher davon aus, dass um die globale ErwĂ€rmung wie im Pariser Abkommen vereinbart auf maximal 1,5°C zu begrenzen, der weltweite Durchschnitt der pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen 2030 maximal 2,3 Tonnen betragen dĂŒrfe – etwa die HĂ€lfte des derzeitigen Wertes. Doch dafĂŒr mĂŒssten insbesondere die Emissionen der Superreichen begrenzt werden:

  • Das reichste Prozent der Menschen – also gerade mal 80 Millionen Menschen – wird 2030  pro-Kopf-Emissionen haben, die 30-fach ĂŒber einem noch vertrĂ€glichen Wert liegen. Sie werden bis 2030 fĂŒr 16 Prozent der globalen Gesamtemissionen verantwortlich sein.
  • Die reichsten zehn Prozent – also etwa 800 Millionen Menschen – werden 2030 diesen Wert um das neunfache ĂŒberschreiten.
  • Die pro-Kopf-Emissionen der Ă€rmere HĂ€lfte der Weltbevölkerung – also etwa vier Milliarden Menschen – werden dagegen auch 2030 noch weit unter einem mit der 1,5-Grad-Grenze vertrĂ€glichen Wert bleiben.

Das bedeutet, dass wer zum reichsten Prozent der Weltbevölkerung zĂ€hlt, seine Treibhausgasemissionen im Vergleich zu heute bis 2030 um etwa 97 Prozent reduzieren mĂŒsste, um dem eigenen Anteil entsprechend zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze beizutragen.

Betrachtet man die Gesamtemissionen, zeigt die Studie, dass die reichsten zehn Prozent im Jahr 2030 fĂŒr mehr Emissionen verantwortlich sein werden, als fĂŒr die Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze insgesamt noch zulĂ€ssig wĂ€re, unabhĂ€ngig davon, was die anderen 90 Prozent tun. Damit ist die Frage der BekĂ€mpfung des Klimawandels eine Frage der BekĂ€mpfung der Emissionen von Superreichen.

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Quelle: Fau-fl.org